Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

17.05.2017

Die SGL Group ist offizieller Up-Cycling Partner der Dyneon GmbH. Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts entwickelte die Dyneon GmbH gemeinsam mit der Universität Bayreuth und dem Forschungsinstitut InVerTec ein Verfahren zum „Up-Cyclen“ von perfluorierten Polymer-Reststoffen. Mit der Auszeichnung „Up-Cycling Signet 2017“ sind nun auch Fluorpolymere der SGL Group für das Recycling in der Anlage zugelassen. 

17.05.2017

Die neue Polyurethan(PU)-Schaumdichtung von Sonderhoff aus der Produktfamilie FERMAPOR® K31 hat die FDA-Konformität erhalten. Die Schaumdichtung wird im FIPFG-Verfahren vollautomatisch, präzise und nahtlos in die Deckelnut von Fässern und Hobbocks appliziert. Sie ist zudem auch für den direkten Lebensmittelkontakt gemäß der seit dem 1. Januar 2016 gesetzeswirksamen EU-Verordnung Nr. 10/2011 zugelassen.

Der Polyurethanschaum FERMAPOR® K31 mit FDA-Konformität wird als nahtlose Deckeldichtung von Lebensmittelbehältern mit einem Füllvolumen ab 2 l eingesetzt. Sie ist für die Anwendung in direktem Kontakt mit wässrigen, sauren, alkoholischen, fetthaltigen und trockenen Lebensmittelrohstoffen geeignet. Das gilt auch für kalt oder heiß abgefüllte oder pasteurisierte Milch sowie für Milchprodukte. Das richtige Verhältnis der Kontaktfläche von Dichtungsoberfläche zu Füllvolumen muss dabei eingehalten werden, d. h.  gemäß Verordnung (EU) Nr. 10/2011 (ehemals EG Nr.1935/2004): Kontaktfläche max. 100 cm²/5600 cm³ (30Kg Füllgut) für wässrige, saure, alkoholische, fetthaltige und trockene Lebensmittel sowie Milch und Milchprodukte. Gemäß U.S. Food and Drug Administration (FDA): Kontaktfläche max. 35 mm²/dm³ für alle Lebensmittel, Kontaktfläche max. 93 mm²/dm³ für fettfreie Lebensmittel.Die Schaumdichtung zeichnet sich durch ein sehr gutes Migrationsverhalten der in der Rezeptur eingesetzten Dichtungswerkstoffe aus. Die Gutachten unabhängiger Prüfinstitute bescheinigen, dass die für eine Gesamtmigration ermittelten Werte der Dichtungswerkstoffe unter dem Grenzwert der EU-Verordnung Nr. 10/2011 von 10 mg/dm² liegen. Der Geruch und Geschmack sowie das Aussehen und die Konsistenz der in Deckelfässern abgefüllten Lebensmittel ändern sich dabei nicht.  Weitere Kennzeichen sind eine geringe Wasseraufnahme, optimale Haftung auf Kunststoff und Metall und ein hervorragendes Langzeitverhalten der Dichtwirkung. Die Schaumdichtung in der Deckelnut wird beim Verschließen der Verpackungsbehälter komprimiert und stellt sich nahezu vollständig wieder zurück. So bleibt die Dichtigkeit der Deckeldichtung langfristig bestehen. Sie härtet unter Raumtemperatur aus. Investitionen in Temperöfen sind nicht erforderlich und ein zusätzlicher Fertigungsschritt fällt damit weg. Das spart Zeit und Geld.

Sonderhoff Holding GmbH, FERMAPOR® K31.
05.05.2017

Mit der Investition in einen weiteren 3D-Labordrucker investiert die Dyneon GmbH in die Forschung zur additiven Fertigung von Bauteilen aus Fluorpolymeren. Dazu verwendet man eine neue zum Patent angemeldete Technologie, mit der erstmals vollfluorierte Polymere wie Polytetrafluorethylen (PTFE) mittels 3D-Druck verarbeitet werden können. Ziel der Versuche ist es, das neue additive Verfahren zur Fertigungsreife zu führen.

Mit dem neuen Labordrucker können PTFE-Formteile direkt aus Konstruktionsdaten werkzeuglos hergestellt werden. Das neue Verfahren ermöglicht die Fertigung selbst komplexer Bauteile und die Integration mehrerer Funktionen in einem Formteil. Mit dem neuen 3D-Labordrucker werden Formteile in der Größenordnung bis ca. 35 x 30 x 55 mm gefertigt. Gerade für den Werkstoff PTFE, der üblicherweise seine Form über subtraktive Fertigungsverfahren erhält, ist diese neue additive Fertigungstechnologie von Bedeutung. Vollfluorierte Polymere wie PTFE sind chemisch nahezu universell beständig. Sie kommen häufig dann zum Einsatz, wenn es darum geht, aggressive Medien bei hohen Temperaturen zuverlässig zu beherrschen. Neben Großserienanwendungen im Antriebsstrang von Autos setzen auch die Luft- und Raumfahrt, die Chemische Industrie, Medizintechnik und Halbleiterfabriken auf diese Hochleistungswerkstoffe. Das von 3M Advanced Materials entwickelte Verfahren auf Basis der Stereolithografie ermöglicht den Druck von vollfluorierten Polymeren wie PTFE mithilfe eines Bindemittels und ggf. mithilfe von bei der konventionellen Herstellung eingesetzten Additiven, wie z.B. Füllstoffen, zunächst zu einem Hydro-Gel. Das Bindemittel ist photosensitiv und härtet durch UV-Bestrahlung aus. Es wird anschließend thermisch entfernt.

Dyneon GmbH, 3D-Labordrucker.
04.05.2017

An Dichtungswerkstoffe werden heute in allen Bereichen steigende Anforderungen gestellt, auf die HEXPOL Compounding mit einer Reihe neuer Entwicklungen reagiert. Ein Beispiel sind peroxidisch vernetzte EPDM-Mischungen, die ein verbessertes Eigenschaftsbild, wie z.B. erhöhte Kälteflexibilität bei gleichzeitig bis zu 50% reduziertem Fogging-Wert, ermöglichen. Diese Werkstoffe bieten einen deutlichen Kostenvorteil gegenüber konventionellen Rezepturen und sind auch plexiglasverträglich erhältlich.

Spezielle ADC-freie Zellgummimischungen entsprechen den heutigen Umweltvorgaben. Eine weitere Neuerung sind halogenfreie Brandschutzmischungen, aus der Produktfamilie HexFlame, die die Konformität nach EN 45545-2 erfüllen, als auch durchaus als halogenfreie Alternative für Bauanwendungen geeignet sind. Die Anforderungen zum Thema „Gewichtsreduzierung“ werden durch die Produktgruppe HexLight erfüllt. Die Dichte der Profile wird auf bis zu 30% reduziert und bieten hierdurch eine ideale Möglichkeit für den Leichtbau bei gleichzeitiger Kostenreduzierung. Auch die Anforderungen an nichtleitenden Mischungen mit einem spezifischen Durchgangswiderstand von mindestens 109  Ω x cm wird mit speziell hierfür entwickelten Mischungen abgedeckt, die weiterhin ein sehr gutes Fließverhalten während der Verarbeitung sicherstellen. Insgesamt bietet HEXPOL Compounding ein breites Sortiment an hochwertigen Gummimischungen, TPE-Mischungen Thermoplast-Mischungen sowie synthetischen Gummimischungen. Auf Basis eines umfassenden Werkstoff-Know-hows und Erfahrungen mit vielen Polymertypen wie EPDM, SBR, NBR, HNBR, ACM, FKM, AEM, IIR, CR, CSM, CM, VMQ, ECO and NR/IR entstehen maßgeschneiderte Lösungen für die Automobilindustrie sowie Zulieferer für den Bausektor und verschiedene Industrie- und Konsumgütermärkte.

HEXPOL Compounding HQ sa, neue Entwicklungen.
28.04.2017

Der neue Motordichtstoff Drei Bond 2260 ist ein neutralvernetzendes Alkoxy Silikon und speziell für die Abdichtung von diversen Flanschflächen am Motor. Ölwanne, Kurbelwellengehäuse (ZKG), Zylinderkopf (ZK) oder Steuergehäusedeckel und deren Dichtflansche sind typische Einsatzgebiete. Er verbindet stabile Viskosität mit hoher Stand- und Scherfestigkeit bei ausgezeichneter Motoröl- und Temperaturbeständigkeit. Schon nach wenigen Minuten sind eine sehr gute Spaltüberbrückungsfähigkeit gegeben und hohe Dichtigkeitsanforderungen erfüllt. Dosierfähigkeit und konstante Extrusionsraten, abhängig vom Dosiersystem, sind geprüft.

Drei Bond GmbH, Motordichtstoff 2260.
28.04.2017

Auf der Hannover-Messe hat IDG-Dichtungstechnik mit ManoyDetect®  eine detektierbare Dichtung für die Lebensmittelindustrie vorgestellt. Wo Sichtkontrollen nicht möglich sind, werden Produktion und Abfüllung von Lebensmitteln fast immer mit Metalldetektoren kontrolliert. Mit der neuen Werkstoffausrüstung lassen sich jetzt sehr kleine Bruchstücke detektieren. Diese Werkstoffe eignen sich für Elastomer O-Ringe, Formteile und für Dichtelemente aus PTFE-Compound und Hochleistungswerkstoffen, letztere auch aus Verbundwerkstoffen. ManoyDetect®  Werkstoffe erfüllen je nach Werkstoffgruppe und Compoundierung die Lebensmittelbestimmungen nach FDA, 3A Sanitary Standard oder EU 1935/2004.

IDG-Dichtungstechnik GmbH, ManoyDetect®.
28.04.2017

Die GFD-Gesellschaft für Dichtungstechnik mbH zeigte auf der Hannover Messe eine breite Produktpalette an federelastischen PTFE-Dichtungen, und Metall-O- und C-Ringen für höchste Anforderungen und extreme Betriebsbedingungen. Dazu zählen auch Lösungen für den Cryobereich extrem hohe Temperaturen. Neu sind NORSOK M710 geprüfte Materialien.

GFD-Gesellschaft für Dichtungstechnik mbH, federelastischen PTFE-Dichtungen.
27.04.2017

Mit dem patentierten Werkstoff Moldflon®  PTFE zeigte die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH auf der Hannover Messe ein Material, das höchste Temperaturanforderungen, chemische Beständigkeit und Belastbarkeit in sich vereint. So können in vielen Bereichen mit Moldflon®  PTFE spritzgegossene Bauteile neue Anwendungen ermöglichen, die durch mechanisch bearbeitetes bzw. herkömmliches PTFE bisher nicht möglich waren.

Erweitert werden die Einsatzmöglichkeiten durch spezielle, modifizierte Werkstoffe, wie z.B. Moldflon®  PEEK. Auch hier können Eigenschaften erzielt werden, die durch Blenden von PEEK mit PFA oder durch Füllen von PEEK mit PTFE nicht erreicht werden können. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, von speziell geformten Dichtringen im Thermomanagement bis hin zu Kunststoffkolben aus tribologisch optimierten Materialien.

ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Moldflon®.
18.04.2017
Wacker Chemie AG, 2K-Baumaterialien VINNAPAS® 760 ED

Das polymere Bindemittel zur Formulierung wasserabweisender 2K-Baumaterialien VINNAPAS® 760 ED von Wacker sorgt in flexiblen Dichtungsschlämmen nicht nur für hohe Haftzugfestigkeit nach dauerhafter Wasserbelastung und sehr gute Rissüberbrückung - selbst bei niedrigen Temperaturen. Die hydrophob wirkende Dispersion zeigt auch gute Verarbeitungseigenschaften und bietet damit beste Voraussetzungen für den Einsatz in Abdichtungssystemen für Innenschwimmbäder, Keller oder Bäder.

Die Dispersion ist ein Terpolymer auf der Basis von Vinylacetat, Ethylen und Vinylester und wird als hydrophobierendes Bindemittel in zementären 2K-Dichtungsschlämmen eingesetzt. Eine Besonderheit ist der Bestandteil Neodecansäure-Vinylester. Zusammen mit dem enthaltenen Ethylen wird so die Elastizität im Endprodukt deutlich erhöht. Dies macht die Beschichtung dehnfähiger und selbst bei Kälte äußerst flexibel. Zudem ist sie ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber drückendem Wasser. Als Zusatz im Mörtel sorgt VINNAPAS® 760 ED für eine sehr gute Rissüberbrückung sowohl bei statischen als auch dynamischen Rissen – selbst bei niedrigen Temperaturen bis zu -20°C. Damit erreichen Abdichtungssysteme auf Basis von VINNAPAS® 760 ED die Rissüberbrückungsklasse O2 nach EN14891. Mithilfe der neuen Dispersion haftet das Endprodukt selbst auf kritischen Untergründen zuverlässig und dauerhaft. VINNAPAS® 760 ED ist gut verträglich mit verschiedenen handelsüblichen Zementsorten. Der hohe Festgehalt von fast 60% ermöglicht zudem, das Verhältnis zwischen Polymer und Zement den individuellen Anforderungen entsprechend anzupassen, ohne dabei die Viskosität zu erhöhen. Laut der Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist das Material auch für den Kontakt mit Trinkwasser geeignet. Denn die Dispersion kommt völlig ohne zusätzliche Lösungsmittel, Weichmacher und Filmbindehilfsmittel aus. Zudem wird die Dispersion ohne die Verwendung von Alkylphenolethoxylaten (APEO) hergestellt.

Wacker Chemie AG, 2K-Baumaterialien VINNAPAS® 760 ED.
04.04.2017
Wacker Chemie AG, GENIOSIL® XM 20 und GENIOSIL® XM 25

Die silanterminierten Polymere GENIOSIL® XM 20 und GENIOSIL® XM 25 von Wacker können als Bindemittel in Kleb- und Dichtstoffen eingesetzt werden, wo sie die Modifizierung der mechanischen Eigenschaften, insbesondere des Moduls, erlauben. Die Typen verbessern die Haftungseigenschaften von weichmacherfreien Klebstoffen, sodass im Endprodukt auf herkömmliche Weichmacher verzichtet werden kann. In niedermoduligen Dichtstoffen sorgen sie zudem für ein hohes Rückstellvermögen. So ermöglicht GENIOSIL®  XM in der Kleb- und Dichtstofftechnik Anwendungen, die silanvernetzenden Polymeren bislang verschlossen waren.

Wie alle silanterminierten Polymere härtet GENIOSIL®XM bei Raumtemperatur unter Einfluss von Luftfeuchtigkeit durch Silanvernetzung aus. Im Gegensatz zu den anderen Polymeren besitzen die Moleküle von GENIOSIL® XM 20 und GENIOSIL® XM 25 jedoch nur an einem ihrer Kettenenden einen Silanbaustein und sind daher nur an einem Ende vernetzungsfähig. GENIOSIL® XM 20 ist ein alpha-silanterminierter Polyether. Er besitzt zugleich eine hohe Endfestigkeit und haftet auch auf schwierigen Substraten. Zudem verlängert GENIOSIL® XM 20 die Hautbildungszeit der Formulierung. Dem Anwender verbleibt somit genügend Zeit zur Verarbeitung des Klebstoffs. Typische Anwendungen sind Parkettkleber und universell haftende Dichtklebstoffe. GENIOSIL® XM 25, ein gamma-silanterminierter Polyether, ermöglicht die Formulierung niedermoduliger Dichtstoffe mit hohem Rückstellvermögen. Setzen Dichtungshersteller diese Type als Co- Bindemittel ein, können sie Produkte formulieren, welche die Vorgaben der Norm ISO DIN EN 11600 für niedermodulige Baudichtungen übertreffen. Anwendungsmöglichkeiten sind z.B. Dichtstoffe für Dehnungsfugen in Gebäuden aus industriell vorgefertigten Betonteilen und für die Anschlussfuge zwischen Fensterrahmen und Wand.

Wacker Chemie AG, GENIOSIL® XM 20 und GENIOSIL® XM 25.
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