Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

04.12.2018
Brandschutz werkstoffgetrieben optimieren

Neue Materialien von Tec-Joint bieten effektiven Schutz und können Brandopfer verhindern. Ein breites Portfolio, u.a. Polymer-Platten und Folien, steht für verschiedenste Einsatzbereiche zur Verfügung.

Das FireStop-Material  erfüllt die Normen: DIN 4102-1 / Klasse B1; UL94 / Klasse HF-1 und V-0; DIN 5510-2 / Klasse S4-SR2-ST2-FED ≤ 1; NF P 92-501 / Klasse M1; NF X 70 -100 / Klasse F1; DIN 13501-1 / Klasse B-s1, d0 und weitere Normen sind in Arbeit. Das Material basiert auf einem Polyolefin. Es ist REACH-konform. Seine Rauchgase enthalten keine Chlor-Brom- oder schwermetallischen Verbindungen. Bei Flammkontakt kommt es lediglich zur Freisetzung von CO2  und Wasserdampf. Mit den Folien, die sowohl als reine Folie ab 0,3 mm Dicke als auch in Kombination mit zahlreichen Trägermaterialien produziert werden, lassen sich z.B. Holz-Treppen besser schützen. Sind diese bei Bränden länger begehbar, müssten weniger Menschen bei Hausbränden sterben.  Ein weiterer Bereich ist die Luftfahrt. So geht es, z.B. bei Motorseglern, darum, die Piloten vor möglichen Bränden der Antriebe zu schützen bzw. einen Schutz so lange zu bewerkstelligen, dass eine sichere Landung möglich ist. Ein anderer Gefahrenherd sind sich selbstentzündende Lithium-Batterien. Luftfahrtgesellschaften überlegen, den Transport von Batterien (z.B. von E-Bikes) im Laderaum zu verbieten, da die Brandgefahr hoch eingeschätzt wird. Auch hier kann FireStop in Form von Schutzhüllen helfen. Darüber hinaus kann das Material im Schiffbau, in Seilbahnen und Liften, aber auch in der Elektroindustrie und im Maschinenbau beste Dienste leisten. Ein weiteres Lösungsspektrum eröffnet die Verwendung eines halogenfreien EPDM nach der neuen DIN EN 45545 für Schienenfahrzeuge. Die Produkte entsprechen dem Level HL (Hazard Level) 2 und HL 3. Neben dem Brandschutz verfügt der Werkstoff über eine sehr gute UV- und Ozonbeständigkeit, sehr gute mechanische Eigenschaften sowie eine Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis ca. +120 °C. Entsprechend den Kundenanforderungen werden aus diesen Werkstoffen  Platten und Folien in Dicken von  0,3 bis 6 mm gefertigt und z.B. mit Glas oder Silikatgeweben von z.B. 0,5 oder 1,0 mm kombiniert.

Tec-Joint AG, Brandschutz.
Tec-Joint AG, Brandschutz.
03.12.2018
Neue Materialien gegen Überhitzung

Für einen internationalen Automobilhersteller hat Freudenberg einen Werkstoff für das Batteriegehäuse von Elektrofahrzeugen entwickelt, der auch die strengen Entflammbarkeitsstandards in China erfüllt. Die Basis dafür sind die hitzebeständigen Materialien des Unternehmens für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Dank eines erfolgreichen Know-how-Transfers gelang es, gemeinsam mit den Ingenieuren aus Tillsonburg (Kanada), die Werkstoffe und Komponenten für die Luft- und Raumfahrtindustrie herstellen, ein neues Material auf Silikonbasis zu entwickeln. Dieses entspricht der internationalen Norm zur Entflammbarkeit für Elektrofahrzeuge in China. Die Norm verlangt, dass sich Materialien nach dem Kontakt mit einer Flamme sofort selbst löschen. Freudenberg verfügt über bewährte Technologien, die in Luft- und Raumfahrt-Anwendungen die Brandübertragung vermeiden und Hitzeschutz bei extremen Betriebsbedingungen bieten. Das Unternehmen wendet in diesem Bereich internationale Brandschutz- und Entflammbarkeitsprüfstandards an, um die Zünd-, Brenn- oder Verbrennungseigenschaften seiner Werkstoffe zu bewerten. Diese Normen, die schon lange Teil der Forschung und Entwicklung in der Luft- und Raumfahrt sind, kommen jetzt auch in der Automobilindustrie zur Anwendung. Denn mit der Einführung von Lithium-Ionen-Batterien und anderen Antriebstechnologien für die Elektromobilität stieg auch der Bedarf an Materialien, die höhere Wärmemanagement-Standards erfüllen. Zu diesem Zweck hat man begonnen, fortschrittliche Brandschutzmaterialien zu entwickeln, die über die aktuellen Kundenanforderungen hinausgehen. Diese Werkstoffe, die derzeit anspruchsvolle Feldversuche durchlaufen, können nicht nur im Brandfall ein Feuer eindämmen, sondern auch die Batterie und benachbarte Komponenten vor Temperaturen > 1000 °C schützen. Sie wurden entwickelt, um die strengsten Entflammbarkeitsprüfstandards zu erfüllen, und helfen den Automobilherstellern, Wärmemanagement und Insassensicherheit in ihren Fahrzeugen zu verbessern. So kann z.B. eines der von Freudenberg entwickelten neuen Materialien bis zu 15 min  lang verhindern, dass sich ein Brand in einem Fahrzeug ausbreitet.

Freudenberg, Neue Hitzeschutzmaterialien.
Freudenberg, Neue Hitzeschutzmaterialien.
27.11.2018
Neues PEEK-Polymer für die Energieindustrie

Mit dem PEEK-Hochleistungspolymer VICTREX CT™ 200 steht der Kryotechnik-Industrie eine Dichtungslösung mit einem breiteren Einsatzbereich im Vergleich zu bestehenden Polymeren wie PCTFE zur Verfügung.

Das neue VICTREX CT™ 200 eignet sich für dynamische Dichtungsanwendungen, etwa zur Lagerung und zum Transport von Flüssigerdgas bei kryogenen Temperaturen (-150 °C bis -200 °C). Als jüngster Vertreter der VICTREX CT PEEK-Polymere bietet die 200er Serie im Vergleich zu üblicherweise verwendeten Materialien wie PCTFE (Polychlortrifluorethylen) eine verbesserte Dichtleistung über einen breiteren Temperaturbereich. Ermöglicht wird das einerseits durch höhere Zähigkeit bei niedrigen Temperaturen und andererseits durch überlegene Kriechfestigkeit bei hohen Temperaturen.  Zudem konnte für VICTREX CT-Polymere eine bessere Dimensionsstabilität bei niedrigerem Wärmeausdehnungskoeffizienten im Vergleich zu bisher vorhandenen Materialien aufgezeigt werden. Die höhere Wärmeleitfähigkeit dieser Polymere ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Temperaturänderungen und stellt sicher, dass das Material jederzeit auf der Gegenfläche greift. Außerdem deuten Labortests an, dass weniger Drehmoment zur Betätigung nötig sein könnte, da die Werkstoffe im Vergleich zu PCTFE einen niedrigeren statischen und dynamischen Reibungskoeffizienten aufweisen. Dies führt zu weniger Verschleiß, höherer Leistung und somit zu Kosteneinsparungspotenzial. Das neue Polymer wurde mit einem niedrigeren Reibungskoeffizienten im Vergleich zu VICTREX CT™ 100 ausgestattet. Das Unternehmen geht davon aus, dass VICTREX CT 200 für eine Vielzahl potenzieller Kunden von Interesse sein wird, darunter Ventilhersteller, EPC-Unternehmen, Verarbeiter und Betreiber in der Öl- und Gasindustrie. Das neue Produkt für die Energiebranche hat die strengen TAT-Tests gemäß Shell Mesc 77/300 erfolgreich abgeschlossen und verspricht Vorteile für Spritzguss, Formpressen und Extrusion. Es soll ab Dezember 2018 kommerziell verfügbar sein.

Victrex Europa GmbH, VICTREX CT™ 200.
Victrex Europa GmbH, VICTREX CT™ 200.
19.11.2018
Erhöhter Brandschutz für Schienenfahrzeuge

Das auf Bauteile für Schienenfahrzeuge abgestimmte EPDM von RESOGOO steht mit einer Shorehärte von 60° A, einer Reißdehnung von > 300 bzw. 400% sowie für die Bauartklassen HL2 und HL3 zur Verfügung.

Das Material ASTM E662 (NFPA 130) wiederum eignet sich für langlebiges Equipment wie Kabelbinder, Isolierungen und Dichtungen. Eine elastische Glasfasertextil-Beschichtung schützt die Bauteile zusätzlich vor Hitze und Brand (Brandschutzklasse DIN 4102-A2). Als weitere Optionen stehen bereit: Isolierkissen aus Melaminharzschaum (erfüllen B1, UL94, HF1 und V0), der  sehr weiche Werkstoff ST2 (erfüllt HL2) sowie der FCKW-, schwefel- und halogenfreie Zellkautschuk EVM in selbstverlöschender Qualität und mit schwacher Rauchtoxizität, der mit einer Shorehärte von 10° A ebenfalls sehr weich ist und eine leichte Opazität aufweist (Brandschutzklasse: DIN EN 45545-2, R22/R23-HL3, NFF16-101). Alternativ zum Glasfasertextil sind Beschichtungen mit Aramid- oder Keramikgewebe möglich. 

Resoggo GmbH & Co. KG, elastische Bauteile.
Resoggo GmbH & Co. KG, elastische Bauteile.
19.11.2018
Materialien richtig kombinieren

Mit der Kombination von Butylkautschuk-Folien und -Platten mit Aramidgeweben bietet Tec-Joint Materialkombinationen für Anwendungen, bei denen geringe Gasdurchlässigkeit bei sehr hoher Druckstandfestigkeit gefordert sind.

In Zeiten von ständig steigenden technischen Anforderungen sind anwendungsgerechte Lösungen zumeist nur durch die Kombination von Werkstoffen möglich. Im Rahmen der E-Mobility ist eine der Aufgabenstellungen, einen wirksamen Schutz gegen Splitter etc., z.B.  bei explosionsartiger Ausdehnung, gewährleisten zu können.  Das Anforderungsprofil in diesem Bereich ist breit gefächert. Die Kombination von IIR (Isopren-Isobutylen-Kautschuk) mit Aramidgeweben ermöglicht interessante technische Lösungen. Das Aramidfasergewebe zeichnet sich durch eine sehr hohe Zugfestigkeit und Schlagzähigkeit sowie hohe Bruchdehnung und gute Schwingungsdämpfung aus. Darüber hinaus ist der Werkstoff hitze- und feuerbeständig bis ca. 360 °C. Platten und Folien aus Butylkautschuk überzeugen vor allem wegen ihrer sehr geringen Gasdurchlässigkeit (z.B. nur 1/10 im Vergleich zu Naturkautschuk) im Vergleich zu allen anderen Kautschuken. Bedingt durch seine gute Beständigkeit gegen Wärme, Sauerstoff, Ozon sowie seiner guten Alterungs- und Kältebeständigkeit ist der Werkstoff ideal für alle Außeneinsätze geeignet.  Die allgemein gute Chemikalienbeständigkeit und die sehr gute elektrische Isoliereigenschaft erweitern das Anwendungsspektrum.  Die Härte ist von 40 bis 85 Shore A einstellbar. Die Paarung bietet Lösungen bei Panzerungen, für Schutzausrüstungen, aber auch in Form von Dichtungsbändern für zahlreiche industrielle Einsätze. Entsprechend den Kundenanforderungen produziert Tec-Joint aus diesen Werkstoffkombinationen Platten und Folien in Dicken von 0,5 bis 6 mm mit Aramidgeweben von z.B. 0,5 oder 1,0 mm.

Tec-Joint AG, Butylkautschuk-Folien und -Platten mit Aramidgeweben.
Tec-Joint AG, Butylkautschuk-Folien und -Platten mit Aramidgeweben.
07.11.2018
Neue Materialien und Klebstofflösungen für den 3D-Druck

Auf der Formnext zeigt Henkel neue Lösungen für den 3D-Druck-Markt. Dazu zählen u.a. maßgeschneiderte lichtaushärtende Materialien für unterschiedlichste Anwendungen sowie neue Klebstoffe für die Nach- und Weiterverarbeitung von 3D-gedruckten Teilen.

Zu den neuen 3D-Druck-Materialien gehören technische UV-Harze. Diese differenzierten Materialien der nächsten Generation sind darauf ausgelegt, 3D-Druck-Anwendungen und Herstellungsprozesse entsprechend der geforderten Funktionalitäten und Designs zu optimieren und basieren auf sechs technischen Plattformen: General Purpose, Flexible, High Temperature, Durable High Impact, Ultra Clear und Silicone Elastomeric.  Als weiteren Baustein führt Henkel auch seinen neuen Loctite 3D-Drucker sowie Equipment für den Einstieg in die Fertigung von funktionalen Prototypen ein. Für die Kleinserienfertigung und die industrielle Bauteileproduktion arbeitet man eng mit verschiedenen Technologieunternehmen, wie z.B. HP Inc., zusammen. Neu ist auch ein Universal-Klebstoff-Kit für 3D-Druck-Anwendungen. Das Kit beinhaltet Loctite Universalklebstoff und Sekundenklebstoff für den 3D-Druck sowie je einen Aktivator, Primer und Reiniger. Es ist dafür ausgelegt, Kunden bei der Verklebung von Prototypen-Teilen zu unterstützen, die mit den gängigsten 3D-Druck-Technologien hergestellt werden. Darüber hinaus bietet man auch Klebstofflösungen für die industrielle Serienfertigung von 3D-gedruckten Bauteilen. Formnext: Halle 3.1, Stand H59

06.11.2018
Kautschukindustrie mit Licht und Schatten

Ein Umsatzplus bei den Technischen Elastomer-Produkten und einen Umsatzrückgang im Reifengeschäft konstatierte der wdk (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie) für das Jahr 2018.

Bei den Technischen Elastomer-Produkten (TEE) liegen die bisherigen Umsätze über denen des Vorjahres. Ein starkes Exportgeschäft hat zu einem Plus von 3% gegenüber 2017 in den ersten acht Monaten geführt. Da seit September 2018 aber kein Zuwachs mehr zu erwarten ist, dürfte das Gesamtjahres-Plus bei etwa 1,5% liegen.  Für 2018 erwartet der wdk für die gesamte deutsche Kautschukindustrie ein Umsatzplus von 0,1 % auf 11,75 Mrd. € und für 2019 Stagnation. Erneuert wurde die Forderung des Verbandes nach einem Bundesbeauftragten für Rohstoffe. Angesichts zersplitterter staatlicher Zuständigkeiten für den Rohstoffbereich wäre ein zentraler Ansprechpartner im Bundeswirtschaftsministerium auf Staatssekretärsebene nicht nur für die deutsche Kautschukindustrie ausgesprochen hilfreich. Für diesen Vorstoß hat der wdk bereits Unterstützung durch weitere Verbände erhalten.

26.10.2018
TPE für Konsumgüter-Anwendungen

Eine ausgezeichnete Haftung zu Polyamiden und eine besondere Eignung für 2K-Anwendungen mit Lebensmittel- und Mundkontakt zeichnet die neue THERMOLAST®  K Serie FC/AD/PA von KRAIBURG TPE aus.

Thermoplastische Elastomere (TPE) bieten attraktive Vorteile, die bei einer Vielzahl hochwertiger Konsumgüter gefragt sind: von angenehmer Weichheit und Griffigkeit bis zur Dichtfunktion. Dieses Potenzial will man konsequent erschließen. Die Compounds der neuen THERMOLAST®  K Serie FC/AD/P, die jetzt auf der Fakuma vorgestellt wurden, zeichnen sich durch gut Verarbeitbarkeit aus und liefern nachbearbeitungsfreie Oberflächen direkt aus dem Werkzeug. Als wirtschaftlich verarbeitbare Materialien lassen sie sich – transluzent oder präzise eingefärbt – bei kurzen Zykluszeiten ohne zusätzlichen Haftvermittler direkt an PA6 oder PA6.6 anspritzen. In Härtegraden zwischen 40 und 80 Shore A vereinen sie haptische Eigenschaften wie Soft-Touch und rutschfesten Griff auch bei dünnen Wandstärken. Hinzu kommen erstklassige Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Abriebbeständigkeit. Bereits bei der Entwicklung dieser speziellen TPE wurden die etablierten Marktanforderungen, wie die Verordnung (EU) Nr. 10/2011, berücksichtigt. Damit richtet sich die Technologie der THERMOLAST®  K Serie FC/AD/PA vor allem an Hersteller und Verarbeiter in der Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie. Typische Anwendungsbeispiele sind lebensmittelverträgliche Maschinenbauteile sowie Griffe und O

Kraiburg GmbH & Co. KG, THERMOLAST K Serie FC/AD/PA.
Kraiburg GmbH & Co. KG, THERMOLAST K Serie FC/AD/PA.
26.10.2018
Chirurgisches Instrument mit mehr Komfort

Für seine leichte, ergonomische und wiederverwendbare Elektrode SURGEON Pencil S setzt das Unternehmen LED THERMOLAST® M von KRAIBURG TPE ein, um von der Gestaltungsfreiheit und Ästhetik dieses Thermoplastischen Elastomers (TPE) sowie von der Zulassung für Medizinprodukte zu profitieren.

LED SpA hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von hochwertigen elektronischen Geräten für die Medizintechnik spezialisiert. Nun hat das italienische Unternehmen sein Portfolio um einen innovativen Elektrodenschaft für den Einsatz in der Hochfrequenzchirurgie erweitert. Monopolare Elektroden sind wichtige Instrumente in der modernen Hochfrequenzchirurgie. Zusammen mit verschiedenen aktiven Elektroden werden sie für Schnitte und zur Koagulation an empfindlichen Stellen eingesetzt, für die ein fester und bequemer Griff erforderlich ist. Der neue SURGEON Pencil S erfüllt die Anforderungen mit verschiedenen THERMOLAST® M Compounds, welche im Spritzgießverfahren gefertigt werden. Der Hersteller entschied sich für das medizinische TPE von KRAIBURG TPE nicht nur, weil sich das Material im Medizin- und Pharmabereich bereits bewährt hat, sondern auch wegen der umfassenden Kundenbetreuung sowie dem umfangreichen Servicepaket. Das schlanke und ergonomische Design der 30 g leichten, grauen Elektrode umfasst einen Schaft mit anschraubbarem Elektrodenhalter, zwei verschiedenfarbige Schalter für SCHNEIDEN/KOAGULATION (gelb/blau) und ein Kabelende. Der Schaft des Instrumentes besteht aus Zwei-Komponenten-Spritzgussteilen und hat einen festen Polypropylen-Kern sowie eine Soft-Touch-Oberfläche aus THERMOLAST® M. Neben einer dauerhaften, direkten Haftung garantiert die TPE-Oberfläche auch einen sicheren rutschfesten Griff des spitz zulaufenden Instruments für ermüdungsfreies, bequemes Operieren, selbst wenn das Instrument mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Die Chirurgenfinger finden an den konvex geformten Ringen der Schalter Halt und man kann spüren, ob die Schalter gedrückt sind oder nicht. Der Schaft kann Elektroden mit einem Durchmesser von 2,4 mm und darüber aufnehmen und erfüllt die Sicherheitsrichtlinien der Norm AAMI/ANIS HF 18 für elektrochirurgisches Besteck. Im Gegensatz zu herkömmlichen Einmal-Elektrodenschäften lässt sich der SURGEON Pencil S dank der hervorragenden Beständigkeit von THERMOLAST® M bis zu 100-mal mit Heißdampf bei 134 °C sterilisieren.

KRAIBURG GmbH & Co. KG, TPE/THERMOLAST M.
KRAIBURG GmbH & Co. KG, TPE/THERMOLAST M.
26.10.2018
Akkus sicher abdichten und dämpfen

Für das wachsende Angebot seiner Pedelecs und Elektroroller setzt Askoll bei zwei Präzisionsdichtungen an seinen neuen Akkugehäusen auf THERMOLAST®  K von KRAIBURG TPE für die Vibrations- und Geräuschdämpfung und die wasserfeste Abdichtung.

Elektrofahrzeuge benötigen Materialien, die für eine angenehm leise Fahrt sorgen, indem sie unerwünschte Umgebungsgeräusche eliminieren. Im Fall externer Bauteile wie bei Akkugehäusen müssen Witterungsbeständigkeit und Wasserfestigkeit des Gehäuses sichergestellt werden. Das eröffnet interessante neue Anwendungsmöglichkeiten für Thermoplastische Elastomere (TPE). Für die geräuschdämpfende Ummantelung des Akkuanschlusses und die Dichtung des neu gestalteten Akkugehäuses seiner Räder und Roller suchte Askoll ein Material, das nicht nur Geräusche minimiert, sondern gleichzeitig gute mechanische Werte aufzeigt und sich wirtschaftlich verarbeiten lässt. KRAIBURG TPE begleitete das Unternehmen auf dem Weg vom Konzept bis zur Markteinführung und unterstützte es bei der Materialauswahl, der Designoptimierung sowie den Haftungs- und Spritzgießversuchen. Beide TPE-Anwendungen werden im 2-K-Spritzgießverfahren gefertigt, was eine hervorragende direkte Haftung zu dem für das Akkugehäuse verwendeten glasfaserverstärkten Polybutylenterephthalat (PBT) voraussetzt. Dank des großen Verarbeitungsfensters und der ausgezeichneten Fließeigenschaften des gewählten THERMOLAST®  K-Compounds wird ein genauer und dichter Sitz auf der schmalen Kontaktfläche der unteren Gehäuseschale gewährleistet. Darüber hinaus verfügen die langlebigen Thermoplastischen Elastomere über gute mechanische Eigenschaften, um sowohl den Stößen und Vibrationen des Gehäuses beim Fahren standzuhalten als auch nicht zu verschleißen, wenn der wartungsfreie Akku häufig entfernt wird, um ihn aufzuladen.

Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, THERMOLAST K.
Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, THERMOLAST K.
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