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14.07.2020
Erosionsschutz für Rotorblätter von Windenergieanlagen

Der Erosionsschutz KRAIBURG LEP (Leading Edge Protection) von Gummiwerk KRAIBURG beugt Erosionsschäden vor und kombiniert die Robustheit von ultrahochmolekularem Polyethylen mit der Dämpfungswirkung der darunterliegenden Elastomerschicht.

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen sind während ihres Einsatzes enormen Belastungen ausgesetzt. Insbesondere die Blattvorderkanten werden durch auftreffende Regentropfen sowie sonstige Partikel überproportional beansprucht. Der durch die Erosion entstandene Schaden führt zum Verlust der Leistung und zieht aufwändige und kostspielige Reparaturen nach sich. Um den Faserverbundaufbau von Rotorblättern vor Beschädigungen zu schützen, wurde KRAIBURG LEP entwickelt. Die durchgeführten Fatigue- und Regenerosionstests belegen die Leistungsstärke. Der Fatigue-Test wurde in Schwenk- und Schlagrichtung durchgeführt und simulierte einen Zeitraum von 20 Jahren. Nach der Prüfung wies die Verbindung zwischen der Erosionsschutzfolie und dem Rotorblatt keinerlei Beanstandungen auf. Auch der Regenerosionstest ergab nach 2.000 h UV-B-Belastung keine nennenswerte Erosion der Folie. In umfangreichen und voneinander unabhängigen Testreihen wurden die Schichten der Folie lediglich partiell und in kleinen Schritten abgetragen.

Die auf Elastomeren basierende Folie lässt sich als Zwei-Schichten-System direkt auf das Rotorblatt auftragen und ist sowohl in einer kontrollierten Fertigungsumgebung als auch im Feld unter Servicebedingungen anwendbar. Hierzu stehen zwei Verbindungsmöglichkeiten zur Verfügung: Die Applikation mit Harz, bei der sich die Elastomerschicht bereits bei Raumtemperatur mit dem Infusionsharz im Aushärtungsprozess verbindet sowie die Applikation mit Klebstoff. Die Verwendung eines entsprechenden Adhäsivs, der gemeinsam mit einem Klebstoffhersteller entwickelt und getestet wurde, ermöglicht zudem auch eine partielle Reparatur von Blattschutzfolien.

Mit KRAIBURG LEP ergeben sich verschiedene Vorteile zum Schutz von Rotorblättern und zur Steigerung der Effizienz von Windkraftanlagen. Das robuste und UV-beständige Material mindert Schädigungen des Faserverbundaufbaus von Blattvorderkanten deutlich und eröffnet die Möglichkeit einer partiellen Reparatur (Splicing) an den betroffenen Stellen. Die hohe Belastbarkeit zahlt sich insbesondere bei den Wartungs- und Instandhaltungszyklen aus, da sich durch den Einsatz der Folie die Service- und Reparaturkosten der Rotorblätter verringern.

(Bild: Gummiwerk KRAIBURG GmbH & Co. KG)
(Bild: Gummiwerk KRAIBURG GmbH & Co. KG)
29.06.2020
Flammbeständiges Hochtemperatur-Polyamid für den 3D-Druck

LUVOCOM 3F PAHT® , eine Produktlinie von Hochtemperatur-Polyamiden von der Lehmann & Voss & Co. KG, die speziell für extrusionsbasierte 3D-Drucktechnologien konzipiert ist, zeigt optimierte Verdruckbarkeit und zu PA 6 vergleichbare mechanische Eigenschaften bei gleichzeitig reduzierter Wasseraufnahme und höherer Temperaturbeständigkeit.

Innerhalb dieser Produktlinie bietet das neue flammbeständige Produkt interessante Eigenschaften. Eine keramische Additivierung erhöht die thermische Stabilität, ohne die Verarbeitung negativ zu beeinflussen. Mit einer halogenfreien Flammschutzausrüstung wird UL-94 V0 – für Wandstärken ≥0.4mm – erreicht und das mit 3D-gedruckten Prüfstäben. Als Drucker für die Prüstäbe wurde der Ultimaker S5 in Verbindung mit einem  CC 0.6 Druckkern verwendet. Das entsprechende Druckprofil ist auf dem CURA-Marketplace für den Ultimaker S5 verfügbar und in Kürze auch für den Ultimaker S3. Das Material und Filament ist auch auf anderen Drucksystemen anwendbar. Durch seine elektrischen Isolationseigenschaften ist das Material für Anwendungen in der Elektrik und Elektronik, weiterhin in allen Anwendungen, in denen es auf Flammbeständigkeit ankommt, geeignet. Wie bei allen LUVOCOM 3F-Produkten ist auch bei diesem Material keine beheizte Druckkammer notwendig und Bauteile können verzugsfrei gedruckt werden. Als Stützmaterialien sind HIPS und PVOH verwendbar.

(Bild: Lehmann & Voss & Co. KG)
(Bild: Lehmann & Voss & Co. KG)
29.06.2020
Überarbeitetes Produktportfolio

Auf die sich verändernden Marktanforderungen reagiert die LEHVOSS Group mit der Produktlinie LUVOTECH® . Sie beinhaltet technische, hochfeste und biegesteife Hochtemperatur-Polyamid-Compounds in Kombination mit Rezyklaten und der Zusatzbezeichnung „eco“.

Die Compounds sind Volumenmaterialien und finden bereits Anwendung in verschiedenen Industrien wie der Automobilindustrie. Neben modifizierten unverstärkten Typen gibt es glasfaser- und glaskugelverstärkte sowie tribologisch modifizierte Varianten. Auch Kohlenstofffasern kommen zum Einsatz. Die LUVOTECH®  eco Produktlinie, auf Basis von PA 6, PA 66, PC/ABS und dem Hochleistungspolymer PEEK, bietet eine wirtschaftliche Alternative zu etablierten Materialien. Diese basiert auf Kunststoffen aus postindustriellen Quellen und ermöglicht wettbewerbsfähige Lösungen mit einer verbesserten CO2 -Bilanz. Zum Einsatz kommen nur eigenschaftsspezifizierte Rohstoffe von zertifizierten und auditierten Lieferanten. Der Herstellprozess beinhaltet eine qualifizierte Sortierung, Vermahlung und Prüfung. Die Produktfamilie LUVOTECH PAHT®  basiert auf Hochtemperatur-Polyamid und wird mit Glasfaserverstärkung von 40 bis 60% Anteil angeboten. Diese bedient strukturelle Anwendungen mit Bedarf an hohen Festigkeiten und Steifigkeiten, die gleichzeitig erhöhte Temperaturbeständigkeit erfordern. Weitere, maßgeschneiderte Compounds sind auf Anfrage möglich.

(Bild: Lehmann&Voss&Co. KG)
(Bild: Lehmann&Voss&Co. KG)
29.06.2020
Dehnungsbänder zum Schutz von Industrieanlagen

Wenn Industrieanlagen starken physikalischen Belastungen ausgesetzt sind, können diese durch das hohe Dehnverhalten der FlamLine®-Dehnungbänder der Tec-Joint AG abgefangen werden.

Seitens der Industrie bestand die Forderung nach einem Produkt, das starke Belastungen wie Temperaturschwankungen oder starke physikalische Belastungen ausgleichen kann und gleichzeitig eine dauerhaft gute Abdichtfunktion sicherstellt. Basierend auf einem Butyl-Elastomer ist FlamLine®  widerstandsfähig gegen Ozonangriffe, hat eine sehr gute Langzeit-Hitzebeständigkeit (bis +90 °C) und ist bei tiefen Temperaturen (bis –40 °C) flexibel. Der Werkstoff ist sehr gut gegen Alkalien, verdünnte Säuren und Salzlösungen, gegen polare Lösungs­mittel wie Alkohol und Ketone und ausgezeichnet gegen Wasserdampf beständig. Die beiden seitlichen Klebeflansche sind mit einem Träger armiert und können z.B. in bituminösen Abdichtsystemen installiert werden. Eine kraftschlüssige Verklebung kann auch mit Epoxidharzkleber direkt auf dem Untergrund (z.B. Beton oder Stahl) erfolgen. Die trägerfreie Dehnzone zur Bewegungsaufnahme von Anlageteilen bildet das Zentrum des Fugenbandes. Diese wird entlang der Fuge positioniert. Je nach Bandtyp sind Bewegungen bis 240 mm möglich. Sowohl die Materialien als auch die Bauweise wurden umfangreichen Tests unterzogen, welche die Erwartungen übertroffen haben. Das FlamLINE®-Fugenband wird seither weltweit an namhaften Objekten eingesetzt.

(Bild: Tec-Joint AG)
(Bild: Tec-Joint AG)
18.06.2020
Textile Brandschutzlösungen erfüllen Brandschutzziel EI

Mit Gewebeverbund isoGLAS®  FTI bietet die Frenzelit GmbH einen Feuerschutzvorhang als Roleware an, der inkl. des passenden Aufbaus vom Kunden konfektioniert werden kann.

Bei Brandschutzkonzepten von großen Gebäuden ist der isolierende Brandschutz (Brandschutzziel EI) die wirksamste, aber auch anspruchsvollste Umsetzungsmöglichkeit. Textile Brandschutzlösungen von Frenzelit, erfüllen das Schutzziel EI. Bei geeignetem Aufbau kann eine Schutzdauer von EI60 erreicht werden. Die drei zentralen Brandschutzziele definieren sich wie folgt: Das Schutzziel E bedeutet Raumabschluss, sodass ein Feuer nicht von Raum A auf Raum B übergreifen kann. Beim Schutzziel EW (Strahlungsminderung) darf auf die kalte Raumseite nur eine bestimmte Strahlungsenergie abgegeben werden (15 kW/m² in 1 m Abstand). Beim Brandschutzziel EI geht es um Isolation, d. h. die Oberfläche der Kaltseite darf nur eine maximale Temperaturerhöhung von 140 °K aufweisen. Die begleitende Zahl gibt an, nach Ablauf welcher Zeit die Vorgabe überschritten wurde, z. B. EI30 = 30 Minuten, EI60 = 60 Minuten, EI120 = 120 Minuten.

Ein Brandschutzvorhang, der den Empfehlungen von Frenzelit entspricht, ist ein Mehrlagenaufbau aus einer Kombination spezieller Gewebe, Beschichtungen und Nadelvliese. Hierbei wird von einem Deckmodul, das größtenteils der Optik dient, und dem Funktionsmodul, das maßgebend für die Isolationseigenschaften ist, gesprochen. Bei dem symmetrischen Aufbau befinden sich außen je ein Deckmodul und in der Mitte zwei Funktionsmodule. Die Deckmodule sind Gewebelagen, die einseitig mit einer Alufolie kaschiert werden. Das Herzstück ist das Funktionsmodul. Es besteht aus einem Verbund von einem einseitig beschichteten und stahlverstärkten Gewebe, das zusätzlich mit einer Al-Folie kaschiert wird, und einem speziell entwickelten Nadelvlies.

Dieses Gewebe ist mit einer intumeszierenden Beschichtung versehen, die auf Blähgraphit aufgebaut ist. Bei einer Umgebungstemperatur von mehr als 160 °C beginnt die Beschichtung des Funktionsmoduls sich aufzublähen, von einer ursprünglichen Dicke von ca. 1,6 mm auf ca. 40 mm. Hier setzt man auf ein relativ dünnes textiles Material, das sich auf einer Wickelwelle platzsparend aufwickeln lässt und sich im Brandfall dann aufbläht und so die Abschirmung ermöglicht. Die Dicke des Gesamtaufbaus des Vorhangs beträgt ca. 2 cm und die aufgeblähte Version im Brandfall insgesamt 10 bis 10,5 cm. Bei der Entwicklung dieser Blähgraphitschicht wurde Wert darauf gelegt, dass ein kompakter, stabiler Schaum entsteht, sodass keine einzelnen Graphitpartikel herumschweben können, die eigentlich bei Erwärmung den Halt zueinander verlieren. Die Bildung eines Schaums verhindert dies. Zudem musste eine gewisse Blähhöhe erreichen, um die nötige Isolationswirkung zu gewährleisten. Vorteil textiler Brandschutz

Brandschutzmaterialien von Frenzelit eignen sich z.B. in Innenbereichen von Gebäuden wie Krankenhäusern oder Einkaufszentren, in denen die einzelnen Parzellen sich sehr gut durch textile Rolltore isolieren lassen, Lagerhäusern, um einzelne Bereiche zu unterteilen, oder auch für Aufzüge, die so isoliert werden können, dass das Feuer sich nicht ungehindert durch den Aufzugschacht ausbreiten kann. Häufig geht es bei diesen Anwendungen um Nachrüstungen, die sich durch platzsparende flexible Textillösungen einfacher realisieren lassen als durch schwere und sperrige Stahlvarianten. Bei der Entwicklung einer passgenauen Vorhanglösung steht man den Kunden beratend zur Seite.

Eine ergänzende Funktionsweise des Brandschutzmaterials ist z. B. der Schutz von elektrischen Kabeln in größeren Gebäuden, die normalerweise in Halterungen an Wänden und Decken angebracht sind. Geschützt mit dem Brandschutzmaterial von Frenzelit könnte Kabeln eine längere Funktionszeit ermöglicht werden, bis ein Brand gelöscht werden kann – z. B. um Lüftungsanlagen entsprechend länger betreiben zu können.

Frenzelit/Brandschutzlösung (Donnerstag, 18. Juni 2020)
16.04.2020
TPE für Atemschutzmasken

Die TPE-Compounds PROVAMED®  3150, 3160 und 3170 TL von ACTEGA DS bieten sich als  Alternativen für die Herstellung der Ventile und umlaufenden Dichtlippen von FFP-Masken an.

Diese transluzenten TPE-Compounds zeichnen sich durch besondere Hautverträglichkeit, gute Abdichtung und Flexibilität bei gleichzeitiger Medienresistenz aus. Bei der Herstellung der Masken, oft im 2K-Verfahren, ist eine besondere Haftung der Hartkomponente – oft aus PP - mit der weichelastischen aus TPE erforderlich. Eine Haftung, die die haftungsverstärkten TPE von ACTEGA DS gewährleisten können. In der Akutversorgung werden Masken mit Anschlusskonnektoren und Beatmungsschläuchen eingesetzt. Hier muss der oft aus PVC gefertigte Schlauch fest mit der Maske verklebt werden. PROVAMED®  1345 TP und PROVAMED®  1360 TP haben das Potenzial, mit den gängigen Lösemitteln MEK und THF auf PVC verklebt zu werden. Zudem zeichnen sich diese TPE durch eine ausgewogene Flexibilität, Knickbeständigkeit und Steifigkeit aus. Sie sind ohne Beeinträchtigung der Materialeigenschaften mit Gammastrahlen oder EtO sterilisierbar und weisen eine perfekte Haftung, insbesondere auf Polystyrol, ABS und PVC auf; Eigenschaften, die auch generell im Bereich der medizinischen Schlauchsysteme von Wichtigkeit sind. Entsprechend feinfühlig wird hier die Werkstoffrezeptur komponiert. Bei Schläuchen sind grundsätzlich folgende Anforderungen zu erfüllen: Wechselwirkungen zwischen Schlauchmaterial und pharmazeutischen oder körpereigenen Stoffen sind zu vermeiden; es darf keine Interaktion mit dem Kunststoff geben, die Medikamentenabsorption ist zu verhindern und das Material muss in jeder Beziehung medienbeständig sein. Weitere wichtige Aspekte sind die Biokompatibilität des Materials nach ISO 10993, die Sterilisationsfähigkeit in den gängigen Verfahren, Transparenz sowie die Knickbeständigkeit. Eigenschaftsprofile, die von den PROVAMED®  TPE  erfüllt werden.

27.03.2020
Höhere Marktchancen durch UL-Zertifizierung

Für den Export von Maschinen und Anlagen, z.B. in die USA, ist eine UL-Zertifizierung meist unabdingbar. Tec-Joint AG produziert deshalb für einen bedeutenden Hersteller von Kabelsystemen Folien und Platten aus zwei Elastomerarten, die nach UL 508A freigegeben sind.

Einer der Werkstoffe ist ein Elastomer aus NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk) in der Härte von 70 Shore A. Er zeichnet sich durch seine sehr gute Öl-, Benzin- und Fettbeständigkeit sowie sehr gute Dehnfähigkeit aus. Die Standardtemperaturbeständigkeit liegt bei ca. -30 °C bis ca. +100 °C. Der zweite zertifizierte Werkstoff ist aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) mit 50 Shore A. Der Werkstoff hat eine gute Alterungs-, Witterungs-, UV- und Ozonbeständigkeit und besitzt eine gute allgemeine Beständigkeit gegen Chemikalien sowie gegen zahlreiche Säuren und Laugen. Die Mischung hat ein gutes Verhalten bei niedrigen Temperaturen. Die Standardtemperaturbeständigkeit liegt bei ca. -40 °C bis ca. +120 °C. Durch die UL-Zertifizierung verbessern sich die Chancen, dass Maschinen und Baugruppen in internationalen Märkten zugelassen werden. Bisherige Probleme bei der Zertifizierung z.B. von Kleinserien (ab 5 Stück) entfallen, da mit der Zertifizierung der Dichtungsmaterialien EPDM und NBR nun auch kundenindividuelle Kabeldurchführungen on demand mit UL-gelisteten Materialien ausgeliefert werden können.

Tec-Joint AG, UL-Zertifizierung.
Tec-Joint AG, UL-Zertifizierung.
03.03.2020
Erweitertes Hochtemperatur-Polymerportfolio

Das erweiterte Portfolio der High-Performance Polymers der BIEGLO GmbH umfasst jetzt ultra-hochtemperaturbeständiges Polybenzimidazol (PBI) und duroplastisches Polyimid (PI-s).

Die wachsende Nachfrage nach Hochleistungskunststoffen (HPP) in industriellen Prozessen veranlasste das Unternehmen, sich auf das Hochtemperatursegment zu konzentrieren. Neben PBI, thermoplastischen Polyimiden (TPI) und duroplastischen Polyimiden (PI-s) bietet man u.a. Polyetheretherketone (PEEK) und Polyamidimide (PAI) an. Diese Materialien sind eine Nische in der Welt der Polymere und finden ihre anspruchsvollen Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, der Öl- und Gasindustrie, der chemischen und elektronischen Industrie sowie der Lebensmittelindustrie. PBI ist eines der leistungsfähigsten technischen thermoplastischen Materialien, die auf dem Markt erhältlich sind. Es bietet sowohl Wärmebeständigkeit als auch ausgezeichnete mechanische Festigkeit. Die von BIEGLO angebotenen Dexnyl©-PBI-Halbzeuge haben eine Wärmeformbeständigkeit (HDT) von 410 °C. Neben der hohen mechanischen Festigkeit besitzt PBI auch eine hervorragende chemische Beständigkeit, wodurch es sich für Dichtungs-, Gleitring-, Lager- und verschiedene Isolationsanwendungen eignet. Duroplastische Polyimide (PI-s) sind die Polymere mit der höchsten auf dem Markt erhältlichen Temperaturbeständigkeit. Die angebotenen PI-s-Produkte haben eine Wärmeformbeständigkeit (HDT) bis zu 500 °C Die Ergänzung durch diese ultra-hitzebeständigen Produkte verstärkt das PI-Portfolio zusätzlich zu den bereits verfügbaren PI-Produkten von Herstellern wie Mitsui Chemicals (AURUM) und Saint-Gobain (MELDIN). Für die einzelnen HPP-Produkte stehen generische Web-Shops wie www.PEEK-shop.de, www.POLYIMIDE-shop.de, www.PAI-shop.de und www.PBI-shop.de zur Verfügung. Auf diesen Websites finden sich Informationen über die „standardisierten‘ HPP-Produkte.

Bieglo GmbH, Hochtemperatur-Polymere.
Bieglo GmbH, Hochtemperatur-Polymere.
27.01.2020
Das optimale Graphitdichtungsmaterial einfach auswählen

Mithilfe des neuen Produktfinders „Flexibler Graphit“ der SGL Carbon können Anwender schnell aus der Vielfalt an unterschiedlichen SIGRAFLEX Graphitdichtungsplatten genau das richtige Produkt auswählen.

Der Produktfinder steht allen Nutzern auf der Webseite des Unternehmens kostenfrei zur Verfügung und lotst den Anwender zum optimalen Dichtungsmaterial – einfach, online und zielgenau. In Chemie und Petrochemie sowie in Raffinerien und Kraftwerken spielen die verwendeten Dichtungsmaterialien eine entscheidende Rolle für die Sicherheit von Mensch und Umwelt, die Verfügbarkeit und Lebensdauer der Anlagen, die Effizienz der Prozesse sowie die Qualität der Erzeugnisse. Durch den Einsatz von qualitativ hochwertigen SIGRAFLEX Produkten, hergestellt aus expandiertem Naturgraphit, lassen sich diese Faktoren positiv beeinflussen. Wichtig für die beste Performance der Dichtung ist dabei die Auswahl des optimalen Dichtungsmaterials für eine spezifische Anwendung. Mithilfe zahlreicher Filtereinstellungen zur Festlegung der Betriebsbedingungen führt der Produktfinder „Flexibler Graphit“ den Anwender zur geeigneten Dichtungsplatte für Flachdichtungen: Egal ob die Anlage z. B. die Anforderungen der „Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft“ erfüllen und daher besonders dicht sein muss oder ob die Dichtung z.B. besonders niedrige Gehalte an Halogenen und Schwefel oder eine besonders hohe Kompressibilität zur Vermeidung von Spaltbildung aufweisen muss, ob sie hochtemperaturbeständig, für hochkorrosive Medien geeignet oder FDA-konform sein muss. Das breite Portfolio von Graphitplatten von der SGL Carbon bietet geeignete Werkstoffe für die speziellen Anforderungen jeder Anlage. Den Produktfinder „Flexibler Graphit“ findet man unter www.sigraflex.de/produktfinder

SGL CARBON SE, Produktfinder.
SGL CARBON SE, Produktfinder.
06.12.2019
Zuverlässig gegen Chlorwasser abdichten

Für einen Lampen- und Schwimmbadanlagenbauer entwickelte die Tec-Joint AG auf Basis von FlamLINE und Soba® Dilastar-D Lösungen, um Beleuchtungen und andere Anlagenbereiche nachhaltig vor Chlorwasser zu schützen.

Nach wie vor ist die Desinfektion von Schwimmbadwasser mit Chlor die gängigste Art der Keimreduzierung. Dabei ist und bleibt es eine technische Herausforderung, die Anlagen sowie die Beleuchtung dauerhaft abzudichten und somit vor Feuchte und schädigenden Substanzen zu schützen und damit den Betrieb zu gewährleisten, da neben Chlor auch andere Inhaltsstoffe auf Elastomere und Metalle einwirken. Im Bereich der Bauteile wurde bei diesem Projekt ein Dehnfugenband zur Überbrückung von dreidimensionalen Fugenbewegungen benötigt. Hier fiel die Wahl auf FlamLINE, das über einen elastischen, flexiblen Dehnbereich und beidseitig einvulkanisierte Trägergewebe verfügt. Als Elastomer kommt ein Butyl zum Einsatz, das neben anderen hervorragenden Eigenschaften auch eine geringe Gasdurchlässigkeit hat. In einer akkreditierten Prüfstelle für Kunststoffe und  Gummi konnte FlamLINE seine Beständigkeit gegenüber Chlor, das in Schwimmbädern üblicherweise eingesetzt wird, unter Beweis stellen. Bei den Tests wurden jeweils Zeiträume von 7, 14 und 28 Tagen zugrunde gelegt. Insgesamt wurde ermittelt, dass der Werkstoff im Schwimmbadwasser nur leicht quillt (Masse +1%, Volumen +2,5%). Die Härte nahm nur um 3 Shore A zu. Auch die Reißfestigkeit und Reißdehnung nahmen zu, d.h. eine mögliche Schädigung ist vernachlässigbar. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass FlamLINE durch das gasförmige Chlor in Schwimmbädern nicht beschädigt wird und somit dauerhaft einsetzbar ist. 
 Einer ähnlichen Herausforderung musste sich eine Gummi-Metallverbindung aus der Kombination eines EPDM-Elastomers mit einem Edelstahl stellen. Die Rahmenbedingungen waren identisch. Auch dieser Werkstoff quillt nur leicht im Schwimmbadwasser (Masse + 4,6%, Volumen +5,7 %). Im Gegensatz zu Butyl wird EPDM in diesem Medium um 2 bis 3 Shore A weicher. Auch die Reißfestigkeit (- 11%) und die Reißdehnung (- 1%) nehmen ab. Schlussendlich wurde ermittelt, dass das bei der Soba ® Dilastar-D-Lösung eingesetzte EPDM durch das gasförmige Chlor nicht geschädigt wird und die Haftfestigkeit der Gummi-Metallverbindung, im Vergleich zu den Anforderungen (Soll mind. 40N/mm/Trennbild mind. 90%), auch nach der Einlagerung von 28 Tagen immer noch einwandfrei ist. Beide Lösungsansätze kommen inzwischen zum Einsatz.

Tec-Joint AG, Chlorwasserlösungen.
Tec-Joint AG, Chlorwasserlösungen.
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