Aktuelles / Entwicklungen - Mess- und Prüftechnik

03.08.2016

Auf der Motek die parallel zur Bondexpo stattfindet zeigt INFICON Dichtheitsprüfung für alle Phasen im Fertigungs- und Wertschöpfungsprozess der EV/HEV-Batterien: von der Helium-Vakuum-Prüfung einzelner Batteriezellen über die Helium-Schnüffellecksuche an größeren Batteriemodulen und -packs bis hin zur Kühl- und Kältemittel-Schnüffellecksuche nach der Endmontage. Gezeigt wird auch die Roboter-Schnüffellecksuche an Hydraulik-Druckbehältern für LKW.

Mit der EV/HEV-Technologie kommen neue Dichtheitsprüfanforderungen auf die Automotive-Branche zu. Dies beginnt damit, dass jede einzelne Batteriezelle zuverlässig gegen ein Eindringen von Luftfeuchtigkeit und Luft geschützt sein muss. Darum empfiehlt sich hier eine Helium-Vakuumprüfung gegen eine Grenzleckrate von 10-5 bis 10-6 mbar·l/s. Sind die einzelnen Zellen dann zu größeren Batterie-Modulen – oder noch später zu Batterie-Packs – zusammengefasst, muss in der Fertigung jedesmal die Dichtheit des Kühlkreislaufs sichergestellt werden. Dazu eignet sich beispielsweise das Helium-Schnüffellecksuchgerät Protec P3000. Die Integrität des Batteriepacks nach außen (IP67) kann mit dem Sensistor Sentrac Schnüffellecksuchgerät überprüft werden. Schließlich hat der Fahrzeughersteller nach der Endmontage noch selbst die Dichtheit der verbauten EV/HEV-Batterie zu prüfen: Als Multigas- bzw. Kältemittel-Schnüffellecksuchgerät weist der Inficon Ecotec E3000 dann den Austritt beliebiger Kühl- und Kältemittel unmittelbar nach.

INFICON GmbH, Dichtheitsprüfung EV/HEV Batterien
INFICON GmbH, Dichtheitsprüfung EV/HEV Batterien
01.08.2016

Ist es möglich eine 100%-Prüfung an Elastomeren durchzuführen, ohne Einbußen in der Prüfqualität hinnehmen zu müssen? Die Antwort gibt das neu entwickelte Prüfsystem HDA325 von BAREISS. Dieses Prüfsystem, das speziell für die Anwendung in rauer Industrieumgebung entwickelt wurde, unterstützt qualitätsbewusste Kunden bei der lückenlosen Qualitätsprüfung – egal ob Wareneingangsprüfung oder In-Prozess Kontrolle.

Ähnliche Systeme sind bereits für Laboranwendungen bekannt, lassen sich aber aufgrund von langen Taktzeiten und geringen Kapazitäten selten für eine 100%-Kontrolle verwenden. Diese Ausführung hingegen ermöglicht mit der automatischen Probenzufuhr eine durchgängige 24/7 Prüfung von Härte und Dichte. Bereits mit dem HDA325 ist eine Prüfung von 4.000 Probekörpern/Tag möglich. Die Durchlaufzeit dieser normgerechten Messung kann – aufgrund des modularen Designs des Systems –  an die individuellen Vorgaben der Anwender angepasst werden.

Heinrich Bareiss Prüfgerätebau GmbH, Prüfsystem HDA325
Heinrich Bareiss Prüfgerätebau GmbH, Prüfsystem HDA325
21.07.2016

Ziel des neuen Forschungsvorhabens des Kunststoffzentrum SKZ ist eine prozessnahe Überwachung der Kenngrößen von Polymerschäumen. Basierend auf der THz-Zeitbereichsspektroskopie sollen Modelle und Algorithmen für Kennwerte entwickelt werden. Es wird ein Demonstrator aufgebaut, der eine kontinuierliche und prozessnahe Polymerextrusion widerspiegelt. Vergleichende Messungen mit Referenzprüfmethoden sollen die berechneten Kennwerte verifizieren. Interessierte Firmen können im Rahmen eines projektbegleitenden Ausschusses an dem Forschungsvorhaben teilnehmen.

Als Werkstoff finden Polymerschäume zunehmend Einsatz in unterschiedlichsten Anwendungen wie z. B. bei Faserverbund-Sandwichelementen oder als Isolations- und Verpackungsmaterial. Rohdichte und Zellgröße sind charakteristische Kenngrößen von polymeren Schäumen, die maßgeblich die Qualität und das Einsatzfeld bestimmen. Bei der Herstellung wird die Prozessführung von Faktoren wie z. B, Chargenwechsel, Temperaturschwankungen oder Werkzeugverschleiß beeinflusst. Dies schlägt sich in den Kenngrößen des geschäumten Polymerwerkstoffes nieder. Die erforderliche Kontrolle dieser Kenngrößen erfolgt bis dato überwiegend offline, d. h. durch stichprobenartige Materialentnahmen gefolgt von aufwendigen Laboranalysen. Eine prozessbegleitende Qualitätsüberwachung ermöglicht eine lückenlose Qualitätssicherung und minimiert die Ausschussproduktion sowie den Materialeinsatz signifikant. Hier verspricht die Terahertz(THz)-Technologie einen Ansatz zur kontinuierlichen Überwachung der wichtigsten Kenngrößen. Vorteile liegen z. B. in einer zerstörungsfreien und berührungslosen Arbeitsweise, die im Vergleich zu Röntgenstrahlung nicht ionisierend ist. Im Gegensatz zur Ultraschalltechnologie sind für THz-Wellen auch dicke Schaumschichten kein Hindernis.

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Fördergemeinschaft für das SKZ wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Terahertz-Spektroskopie
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Terahertz-Spektroskopie
04.07.2016

Mit dem SONAPHONE Pocket  von SONOTEC steht ein kompaktes Ultraschallprüfgerät für die vorbeugende Instandhaltung – vor allem für die Lecksuche an Druckluft-, Gas- und Vakuumanlagen – zur Verfügung. Ein Vorteil des Prüfgeräts liegt in der einfachen Handhabung. Die Ultraschallsignale werden hörbar und gleichzeitig auf einem beleuchteten Digitaldisplay angezeigt.

Mit 130 x 80 x 30 mm passt das es in jede Jackentasche. Ausgestattet mit einem robusten Schutzrahmen ist das Prüfgerät auch für raue Prüfumgebungen geeignet. Mit fünf Softkeys lässt sich das Prüfgerät schnell und intuitiv mit einer Hand bedienen. Mit nur einem Klick können Maximalwerte erfasst, der Kontrast eingestellt und die Lautstärke angepasst werden. Die graphische Anzeige des Ultraschallpegels erleichtert  die Bewertung des Zustandes von Maschinen und Anlagen für den Prüfer. Mit einer Vielzahl optionaler Aufsätze und Sonden lassen sich die Einsatzgebiete des Prüfgeräts zusätzlich erweitern. Das Einsteigerset besteht aus einem Prüfgerät mit Batterien und einer Luftschallsonde für die Lecksuche. Im Transportkoffer enthalten sind zudem zwei unterschiedliche Aufsätze für die Luftschallsonde für die nahe und entfernte Leckageortung sowie ein Kopfhörer, ein Trageband, ein Paket Leak Tags zum Markieren der Leckagen und eine Bedienungsanleitung.

SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Sonaphone Pocket
SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Sonaphone Pocket
31.05.2016

Die mehrkanalige Prüfanlage SONOAIR von Sonotec wurde für die berührungslose und koppelmittelfreie Ultraschallprüfung von Verbundwerkstoffen aus CFK, GFK, Stahl und Aluminium im Labor entwickelt. Die Anlage eignet sich für die Untersuchung von Klebeverbindungen, Fügestellen und Schweißnähte sowie Verbundwerkstoffen aus dem Flugzeug- und Automobilbau und Holzverbundmaterialien. Während des Prüfens ist kein direkter Kontakt zum Werkstück erforderlich, womit die Voraussetzungen zur Optimierung automatisierter Prüfprozesse erfüllt sind.

Sie ist modular aufgebaut und lässt sich damit flexibel an die jeweilige Prüfaufgabe anpassen. Während einer Messung werden eigens für diesen Zweck entwickelte Luftultraschall-Prüfköpfe mit neuartigen, leistungsstarken Ultraschallsendern sowie extrem rauscharmen Empfangsverstärkern kombiniert. Auf diese Weise lassen sich aussagekräftige Prüfergebnisse auch bei der Untersuchung stark dämpfender Materialien gewinnen.

SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Sonoair
SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Sonoair
20.05.2016

Das neue 3D-Profilometer der Modellreihe VR-3000 von Keyence verfügt nun zusätzlich über eine automatische Inspektionsfunktion, die eine einfache und benutzerunabhängige Prüfung von 3D-Formen in Sekunden erlaubt. Darüber hinaus lassen sich Profilschnitte und Oberflächen mit CAD-Daten vergleichen. Mit dem System können auch  Batch-Analyse, also identische Messungen von Querschnitt, Volumen, Fläche, Ebenheit und Rauheit, an mehreren baugleichen Prüflingen gebündelt durchgeführt werden.

Keyence, 3D-Profilometer der Modellreihe VR-3000
Keyence, 3D-Profilometer der Modellreihe VR-3000
10.05.2016

Mit dem neuen digitalen Ultraschallprüfgerät SONAPHONE von Sonotec können nicht nur die Leckagen in Druckluft- und Gasanlagen gefunden, sondern auch die Größen bewertet werden. Die Instandhalter hören und sehen, was im Ultraschallfrequenzbereich von 20 bis 100 kHz geschieht. Das Gerät ermöglicht auch die Dichtheitsprüfung druckloser Systeme, die Maschinendiagnose durch die Kontrolle von Lagern, die elektrische Inspektion durch das Erkennen von Teilentladungen sowie die Ventil- und Kondensatableiterprüfung.

SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH; Sonaphone
SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH; Sonaphone
07.04.2016

Die neue Version 2.0 des berührungslos arbeitenden Clamp-On-Durchflusssensors SONOFLOW CO.55 von SONOTEC unterstützt mit seinen zusätzlichen Strom-, Frequenz- oder Schaltausgängen jetzt auch industrielle Dosieranwendungen. Er erfasst innerhalb weniger Millisekunden die Strömungsgeschwindigkeit von Flüssigkeiten in flexiblen Schläuchen. Einsatzgebiete sind die Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmazie sowie die chemische und Halbleiter-Industrie.

SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, SONOFLOW CO.55
SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, SONOFLOW CO.55
18.03.2016

Zur Bestimmung der Alterung von Elastomeren hat das Fraunhofer LBF im Rahmen eines Forschungsprojektes maßgeschneiderte Prüfprozeduren entwickelt. Dazu wurden die langjährigen Erfahrungen des Instituts bei Betriebsfestigkeitsprüfungen an Elastomerbauteilen mit der physikalischen und chemischen Elastomercharakterisierung im Institutsbereich Kunststoffe kombiniert. Von den Ergebnissen profitieren können z.B. Hersteller von Gummimaterialien, Halbzeugen aus Gummi, Gummidämpfern und technischen Gummis.

Fraunhofer LBF, Prüfung von Materialproben
Fraunhofer LBF, Prüfung von Materialproben
14.03.2016

Im neuen Kilo-Labor des Bereiches Kunststoffe des Fraunhofer LBF können chemische Synthesen von Kunststoffen im Kilogramm-Maßstab durchgeführt werden. Für das Up-Scaling von Laborsynthesen auf den Kilogramm-Maßstab stehen Reaktoren und Autoklaven bis zu einem Volumen von 20 l in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, die Reaktionen in Temperaturbereichen von -80 °C bis 250 °C, unter Inertbedingungen, bei Drücken bis zu 60 bar oder im Vakuum ermöglichen. 

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