Aktuelles / Entwicklungen - Mess- und Prüftechnik

10.09.2018
Flexible Schnüffellecksuche mit Helium oder Formiergas

Auf der Motek stellt die Inficon GmbH den neuen Schnüffellecksucher XL3000flex vor. Das Gerät weist das Leck mit Formiergas (95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff) genauso exakt nach wie mit Helium.

Mit beiden Prüfgasen liegt die kleinste nachweisbare Leckrate bei 1∙10-7  mbar∙l/s. Durch den neuen flexiblen Schnüffellecksucher können Anwender also immer das Prüfgas nutzen, das für sie am einfachsten und zu den niedrigsten Kosten beschaffbar ist. Zudem wurde das Gerät mit der Inficon High Flow Technologie ausgestattet. Es arbeitet mit einem Gasfluss von 3000 sccm. Darum lässt sich die Schnüffelspitze sogar in einiger Entfernung und mit höherer Geschwindigkeit über das Prüfteil führen. Der Vorteil: So erzielen auch unerfahrene Bediener mit dem XL3000flex zuverlässige Ergebnisse. Ein weiterer Vorzug des hohen Gasflusses ist es, dass erst so eine automatische, dynamische Schnüffellecksuche per Roboterarm möglich wird. Um den Bediener im manuellen Lecksuchprozess optimal zu unterstützen, hat man das System mit vier redundanten Alarmen für gleich drei verschiedene Sinne ausgestattet: Gehör, Tastsinn und Augen. Detektiert der XL3000flex ein Leck, dessen Größe die Grenzleckrate übersteigt, die für die Prüfung definiert wurde, triggert dies Audioalarme im Basisgerät und im Handgriff der Schnüffelspitze. Gleichzeitig beginnen LEDs in der Schnüffelspitze zu blinken, das Display im Handgriff wechselt die Farbe von Grün zu Rot, und der Handgriff selbst beginnt zu vibrieren. Für den Audioalarm sind sogar verschiedene Signaltöne einstellbar, um Verwechslungen mit benachbarten Schnüffellecksuchstationen zu vermeiden. Durch Feldbus-Schnittstellen lässt sich das neue Gerät in industrielle Applikationen, wie etwa eine statistische Prozesskontrolle, integrieren. Auch eine Anbindung an übergeordnete Qualitätssysteme wird so möglich. Nicht zuletzt gestatten es die Feldbus-Schnittstellen, mit dem XL3000flex eine automatisierte Schnüffellecksuche zu realisieren. Bei solch einem dynamischen Roboterschnüffeln bewegt ein Roboterarm die Schnüffelspitze über die zu prüfenden Teile. Auch für dieses Einsatzszenario ist die Inficon High Flow Technologie unverzichtbar. Denn die Schnüffelsonde braucht beim Roboterschnüffeln einen gewissen Sicherheitsabstand zur Oberfläche des Prüfteils, schon um etwaige Bauteiltoleranzen auszugleichen.

Motek (parallel zur Bondexpo): Halle 3, Stand 3321

Inficon GmbH, XL3000flex.
09.08.2018
Industrie 4.0-ready

Mit einer Vielzahl von industriellen Schnittstellen zur Einbindung in die Fabrikautomation bieten die CETA-Prüfgeräte die Voraussetzungen für die Integration in Industrie 4.0-Konzepte.

Standardmäßig sind digitale I/O, RS-232 und USB-Host integriert. Optional sind die wichtigsten Industrie-Schnittstellen, wie Profibus, Profinet, Ethernet und EtherCAT verfügbar. Die Bidirektionalität der Schnittstellen ermöglicht die flexible Parametrierung der Prüfgeräte. Damit ergibt sich eine deutliche Erweiterung der Anzahl der Prüfprogramme, wenn der Parametersatz beim Wechsel des zu prüfenden Produktes entsprechend neu eingespielt wird. CETA unterstützt die Anwender zudem durch die Bereitstellung einer Funktionsbibliothek zur einfachen Anbindung per RS-232, USB und Ethernet und die entsprechenden technischen Dokumentationen der Industrieschnittstellen. Mit der auf Anfrage kostenfrei erhältlichen Applikationssoftware CETA Soft 2G wird die Aufzeichnung von Messergebnissen, Messreihen und Messkurven in Echtzeit sowie der Applikationssupport ermöglicht. Durch den Einsatz einer Remote-Desktop- Software kann auch „aus der Ferne“ auf den Rechner zugegriffen werden, auf dem CETA Soft 2G läuft. Ein Bluetooth-Modul ermöglicht den Wireless-Betrieb der Prüfgeräte unter Einsatz der Applikationssoftware CETA Soft 2G. So lässt sich das Gerät bequem drahtlos fernsteuern. Zudem wird eine Vielzahl von Zubehörprodukten angeboten, wie z.B. ein Schnittstellenkonverter von Ethernet auf RS-232 (zur Einbindung in Netzwerke); ein RS-232-Protokollkonverter ermöglicht den Austausch der Vorgängerserie CETATEST x10 gegen die aktuelle Prüfgeräteserie CETATEST x15. Zudem ist der Austausch von Fremdgeräten durch Anpassung des Protokollkonverters möglich. Durch die Anbindung an das Produktionsnetzwerk bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten der Prozessüberwachung. Der Datentransfer in die digitale Produktbegleitkarte, die Vernetzung mit weltweitem Zugriff auf die Prüfgeräte und Messergebnisse, die Übertragung der Produktionsdaten und der Prüfergebnisse in die Blockchain-Datenstruktur sind nur einige aus einer Vielzahl von Anwendungsbeispielen zur Nutzung der Schnittstellen.

Motek 2018 (Parallelveranstaltung zur Bondexpo): Halle 3, Stand 3320

CETA Testsysteme GmbH, Industrie 4.0-Integration.
08.08.2018
Leckagen in Druckluft- oder Vakuumsystemen erkennen

Der TKSU 10 von SKF nutzt einen Ultraschallsensor, um undichte Stellen in Druckluft- oder Vakuumsystemen zu orten und eignet sich auch für den Einsatz in geräuschvollen industriellen Umgebungen.

Er lässt sich intuitiv bedienen und verfügt über eine komfortable LED-Anzeige, die es dem Anwender erleichtert, das Leck zu finden und dessen Größe zu ermitteln. Zum Lieferumfang gehören ein Headset mit Nackenbügel, wodurch sich der Kopfhörer auch bequem unter einem Schutzhelm tragen lässt, und eine flexible Sonde, mit deren Hilfe Anwender schwer zugängliche Stellen erreichen können. Die erforderlichen Batterien, ein USB-Kabel und ein Tragekoffer vervollständigen den Lieferumfang.

SKF GmbH, TKSU 10.
09.04.2018
Mobile Lecksuchgeräte

Die Systeme ASM 390 und ASM 392 von Pfeiffer Vacuum eignen sich als Lecksuchlösungen für die Halbleiter- und Display-Industrie sowie für andere anspruchsvolle Anwendungen, bei denen kurze Abpumpzeiten und eine hohe Empfindlichkeit von Bedeutung sind.

Beide Systeme sind konform mit der Richtlinie Semi S2. Die Lecksucher sind mit einer ölfreien, berührungslos arbeitenden Vorvakuumpumpe und einer leistungsstarken Hochvakuumpumpe ausgestattet. Damit sind sie für die Dichtheitsprüfung von Bauteilen aller Art in reinen Umgebungen geeignet. Dank einer zusätzlichen Turbopumpe beschleunigt der ASM 392 den Lecksuchprozess und trägt so zur Reduzierung der Ausfallzeiten in Produktionsanlagen bei. Beide Systeme wurden entwickelt, um unabhängig von den Kenntnissen des Bedieners eine uneingeschränkt zuverlässige Leckprüfung zu gewährleisten. Sie liefern in kürzester Zeit akkurate Ergebnisse. Beide Geräte verfügen über eine gute Ergonomie. Sie haben eine optimale Größe und Höhe, einen zusätzlichen Griff an der Vorderseite, ein frei dreh- und abnehmbares Display und eine Schnittstelle an der Vorderseite zur einfachen Verbindung mit Prüfanschlüssen. Hinzu kommt ihre Mobilität, die selbst bei engen Platzverhältnissen den Zugang zu allen Testbereichen ermöglicht. Das große, übersichtliche Touch-Panel-Farbdisplay, eine integrierte, modular aufgebaute Werkzeugbox sowie der Stauraum für Vakuumbälge gestalten die Lecksuche zusätzlich komfortabel.

Pfeiffer Vacuum GmbH, ASM 390.
09.03.2018
Dichtheitsanforderungen in der Batteriefertigung

Fünf Gründe, in der Batteriefertigung auf Dichtheit zu prüfen, hat die Inficon GmbH in einer Checkliste zusammengestellt und zeigt auf, welche Anforderungen es auf den diversen Stufen des Fertigungsprozesses von Traktionsbatterien gibt.

  1. Schon die einzelnen Batteriezellen müssen dicht sein
    Wenn ein Elektrolyt mit Wasser reagiert, entsteht Flusssäure, die die Batteriezelle zerstört. Am Ende der Lebensdauer einer Zelle sollte die Wasserkonzentration im Elektrolyten so gering wie möglich sein. Darum müssen schon die kleinsten Einheiten einer Traktionsbatterie – die Batteriezellen – dicht sein. Nach Bauform unterscheidet man zwischen prismatischen, Rund- und Pouchzellen. Als Richtwert gilt, dass nach zehn Jahren die Konzentration des im Elektrolyten gelösten Wassers kleiner als 80 ppm sein sollte. Geht man von einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 50% aus, ergibt sich daraus eine maximal zulässige Leckgröße von 10-6  mbar∙l/s. Dieser Forderung nach zuverlässiger Gasdichtheit lässt sich nur durch moderne Prüfgasverfahren entsprechen, etwa durch eine Helium-Prüfung in einer Vakuumkammer.
  2. Einen Thermal Runaway auf dem Transportweg vermeiden 

    Aktuell kommen die meisten Batteriezellen aus asiatischen Fertigungsanlagen – und leider sind Beschädigungen von Batteriezellen auf ihrem Weg aus Übersee keine Seltenheit. Dies kann schon beim Transport fatale Konsequenzen haben. So dürfen Lithium-Ionen-Batterien und -Zellen wegen ihrer Brandgefährlichkeit nicht mehr als Fracht in Passagierflugzeugen transportiert werden. Auch Schiffscontainer wurden schon häufiger völlig zerstört. Denn der  Thermal Runaway einer einzelnen Batteriezelle – z.B. durch einen internen Kurzschluss verursacht – kann dazu führen, dass sich schließlich der gesamte Schiffscontainer durch den brennenden Elektrolyten der Zellen auf bis zu 1.100 °C aufheizt und explodiert. Grund genug für asiatische Zulieferer, ihre Zellen genauestens auf Dichtheit zu prüfen.
  3. Erst ein Wareneingangstest sichert die Qualität

     Vor diesem Hintergrund vertreten viele Experten und Wissenschaftler die Ansicht, dass ein effizienter Wareneingangstest für deutsche Hersteller und Zulieferer unverzichtbar ist. Prinzipiell könnten Weiterverarbeiter Batteriezellen aus Asien auch leer beziehen und selbst mit Elektrolyten befüllen, verschließen und formatieren. Dann ist ebenfalls eine Dichtheitsprüfung notwendig. Zu den neuralgischen Stellen prismatischer Zellen zählen z.B. die Schweißnähte zwischen der Deckplatte und den Elektrodenkontakten, bei Rundzellen die gecrimpten Verbindungen zwischen dem zylindrischen Gehäuse und den Elektroden und bei den weichen Pouch-Zellen unter anderem die Leckstellen an der Versiegelung des Beutels. 


  4. Gehäuse von Batteriemodulen und -packs sollen vor Wasser schützen 

    Batteriezellen werden zunächst zu Batteriemodulen zusammengebaut, aus denen dann Batteriepacks entstehen. Einige deutsche OEMs übernehmen diese Produktionsschritte derzeit schon selbst, andere beziehen ihre kompletten Batteriepacks von deutschen Tier-1-Suppliern. Gehäuse von Batteriepacks müssen die enthaltenen Module und Zellen vor Wasser schützen und den Schutzklassen IP67 oder IP69K entsprechen – etwa, wenn das Gehäuse potenziell dem Strahl eines Hochdruckreinigers ausgesetzt sein kann. Die Grenzleckraten hängen vom Gehäusematerial ab. Für Kunststoff- oder Stahl-Gehäuse prüft man gegen Leckraten im Bereich 10-3  bis 5 x 10-3  mbar∙l/s, bei Aluminiumgehäusen sind es 10-5  mbar∙l/s. Dafür empfiehlt sich eine Schnüffellecksuche mit Prüfgasen, die oft automatisiert mit einem Roboterarm durchgeführt wird.


  5. Nur gute Kühlung sichert die Lebensdauer 

    Auch die Zuverlässigkeit der Kühlung einer Traktionsbatterie wirkt sich auf ihre Betriebssicherheit und Lebensdauer aus, denn Batterien heizen sich im Fahrbetrieb und bei Ladevorgängen auf. Darum müssen sowohl die Batteriezellen als auch das elektronische Steuergerät (ECU) der Traktionsbatterie gekühlt werden. Prinzipiell sind eine passive Luftkühlung oder eine aktive Flüssigkeitskühlung möglich. Bei Letzterer gibt es entweder Wasser-Glykol-Gemische oder Kältemittel wie R1234yf. Die konkreten Dichtheitsanforderungen hängen vom Kühlmedium ab. Bei einem Wasser-Glykol-Gemisch beträgt die Grenzleckrate 10-3  mbar∙l/s. Bei einem Kältemittel wie R1234yf sollte gegen eine Leckrate von ungefähr 10-5  mbar∙l/s getestet werden, was ebenfalls den Einsatz von Prüfgasverfahren erforderlich macht.

Ein kostenfreies Whitepaper zu „Elektromobilität und Dichtheitsprüfung“
kann hier >Link http://www.inficon.com/de/maerkte/automobilindustrie/white-paper-e-mobilitaet/.> heruntergeladen werden.

09.03.2018
Gefährliche Leckagen schnell ermitteln

Der tragbare Gasdetektor „Personal Gas Safety“ aus dem 'Honeywell Connected Plant' - Portfolio schützt Leben und ermöglicht schnellere Abhilfe bei gefährlichen Leckagen oder Arbeitsverletzungen.

Die tragbaren Gasdetektoren überwachen Gas, Strahlung und Staub und sind eng eingebunden in das verteilte Leitsystem von Honeywell, das Experion®  Process Knowledge System (PKS). Im Falle von schädlichen Belastungen, Personenausfall oder Notfallmeldungen durch Außen-Mitarbeiter informieren genaue und automatisierte Alarme in Echtzeit den Bediener in der Messwarte. Zusätzlich können Sicherheitsteams die leistungsfähigen Tools von Experion PKS nutzen und detaillierte Trends, Berichte und Datenanalysen der Gasdetektoren erstellen, um weiterhin einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Personal Gas Safety kann durch angepasste Warnungen und Hinweise in Form von E-Mails oder Textmeldungen auf spezifische Arbeitsumgebungen und Risiken zugeschnitten werden. Die Lösung ermöglicht dem Nutzer auch die Erkennung gefährdeter Bereiche und isolierter Gasaustritte, die erweiterte Analyse und Prognose zur industriellen Arbeitshygiene und eine verbesserte nachträgliche Auswertung. Das Angebot steht Anwendern in unterschiedlichen Industriebranchen zur Verfügung, wie z.B. in der Öl- und Gasverarbeitung, Petrochemie, Raffination oder der Papier- und Zellstoffherstellung.

22.02.2018
Erweiterte Dichtheitsprüfgeräte

Für die Überdruckprüfungen bietet CETA zwei Serien von Überdruckprüfgeräten an, die technisch erweitert wurden – das CETATEST 715 für den Einsatz in automatisierten Produktionslinien und das kostengünstige CETATEST XS für die Dichtheitsprüfung direkt befüllbarer Prüfteile.

Viele anspruchsvolle Dichtheits-Prüfaufgaben erfordern den Einsatz eines Differenzdruckprüfgerätes. Typische Testgrenzwerte liegen in der Größenordnung von ca. 10 Pa/s. Dieser Prüfgerätetyp enthält zwei Drucksensoren: CETA setzt hier einen piezoresistiven Überdrucksensor für die Prüfdrucküberwachung und einen i.d.R. piezoresistiven Differenzdrucksensor für die Druckverlustmessung ein. Dieser Differenzdrucksensortyp hat eine sehr gute Linearität und eine hohe interne Auflösung (0,01 Pa), zeigt keinen Volumeneffekt und ermöglicht die präzise Messung geringer Druckverlustwerte bei guter Wiederholbarkeit. Ein Überdruckprüfgerät ist preisgünstiger und enthält nur einen Überdrucksensor. Mit diesem wird der Prüfdruck überwacht und in der Messphase durch Verstärkung seines Ausgangssignals der Druckunterschied gemessen. Das Sensorsignal wird so auf effektive Art und Weise genutzt. CETA empfiehlt als groben Richtwert den Einsatz ab Druckgradienten von ca. 30 Pa/s. Bei Prüfdrücken kleiner 500 mbar lassen sich auch bei geringeren Druckgradienten sehr gute Ergebnisse erzielen. Es wird empfohlen, die Eignung durch Versuche abzusichern. Das CETATEST 715, das mit einer Vielzahl von Optionen und Schnittstellen ausgestattet werden kann, eignet sich für den Einsatz in automatisierten Produktionslinien. Dieses ist nun auch als Zweikanalversion verfügbar und ermöglicht die gleichzeitige Dichtheitsprüfung von zwei Prüfteilen. Die kostengünstige CETATEST XS Serie eignet sich für die Dichtheitsprüfung direkt befüllbarer Prüfteile. Es erlaubt u.a. die Prüfung kleinvolumiger Prüfteile in kurzer Zeit. Die verfügbaren Druckbereiche wurden um den Kombinationsdruckbereich -/+1 bar erweitert, was einen flexibleren Einsatz ermöglicht. Optional ist für diese Prüfgerätetypen eine DAkkS-Kalibrierung möglich.

CETA Testsysteme GmbH, CETATEST 715/XS.
22.02.2018
XL-Schnüffeladapter

Der neue „XL-Schnüffeladapter“ von Inficon sorgt dafür, dass das Lecksuch- und Dichtheitsprüfgerät LDS3000 nun einfacher in automatisierten Roboter-Anlagen eingesetzt werden kann.

Dabei führt ein Roboterarm die Messsonde dynamisch über die Prüfteile. Die Besonderheit des XL-Schnüffeladapters ist, dass er einen sehr hohen Gasfluss von 3000 sccm erzeugt – eine zentrale Voraussetzung für eine dynamische Roboterlecksuche. Nur durch einen hohen Gasfluss lassen sich beim Abscannen eines Bauteils anhand des austretenden Prüfgases auch kleine Leckraten von beispielsweise 1 x 10-4  mbar∙l/s überhaupt erkennen. Als Prüfgase dienen dem LDS3000 wahlweise Helium oder das kostengünstige Formiergas, ein unbrennbares Gemisch aus 5% Wasserstoff und 95% Stickstoff. Das Lecksuchgerät Protec P3000XL saugt austretendes Prüfgas ebenfalls mit einem sehr hohen Fluss von 3000 sccm an und ist damit auch für das Roboterschnüffeln einsetzbar. Allerdings gestattet die Kombination aus LDS3000 und XL-Schnüffeladapter noch höhere Prozessgeschwindigkeiten, denn der LDS3000 nutzt andere, optimierte Signalverarbeitungs-Algorithmen.

01.02.2018
Lasergesteuerte Härteprüfung von O-Ringen

Bei der bedarfsgerechten Auswahl von Elastomerwerkstoffen für die Herstellung kundenspezifischer Elastomer-, Kunststoff- und TPE-Teile für Industrieunternehmen setzt Kremer verschiedenste, moderne technische Verfahren, wie z.B. die lasergesteuerte Härteprüfung, ein.

Die Härte ist bei der Wahl eines geeigneten Elastomer-Werkstoffes ein bedeutendes Kriterium. Um sie zu ermitteln, wird eine normgerechte Härteprüfung vorgenommen. Dabei bedeutet nicht immer „härter“ auch „besser“. Manchmal ist es für die Funktionalität einer Dichtung gerade erforderlich, dass sie sich an Oberflächen der Dichtungspartner anschmiegt oder sich stärker verformen lässt. Auch O-Ringe verdanken ihre Wirksamkeit im Wesentlichen der Tatsache, dass sie sich unter Anpressdruck verformen und so alle Lücken verschließen, durch die z. B. Wasser oder andere flüssige Agenzien eindringen könnten. Gleichzeitig muss aber auch eine Formstabilität gewahrt bleiben, um - gerade bei O-Ringen - eine Spaltextrusion zu verhindern. Die notwendige Härte, die sich aufgrund der Dichtaufgabe im Anwendungsfall empfiehlt, muss innerhalb der Härtetoleranz von ±5 Härtepunkten gewährleistet sein. Um dies im Herstellerwerk und beim Kunden gleichermaßen prüfen und nachvollziehen zu können, sind reproduzierbare Härteprüfungen notwendig. Die Härteprüfung an elastomeren Bauteilen wird vorzugsweise nach Shore-A oder IRHD (International Rubber Hardness Degrees) vorgenommen. Die Härtemessung nach Shore-A wird an 6 mm dicken Normprobekörpern vorgenommen und dient dem Elastomerverarbeiter zur Wareneingangskontrolle und Freigabeprüfung seiner Gummimischung für die Produktion von Gummiteilen. Nun weisen die kundenspezifisch hergestellten Elastomerprodukte in den seltensten Fällen Wanddicken von 6 mm auf, sodass der Kunde und Weiterverarbeiter des Produktes daran eine normgerechte und damit vergleichbare Härteprüfung nach Shore-A vornehmen könnte. Bei dünnwandigen Elastomerprodukten und bei gekrümmten Oberflächen des Gummi-Fertigteils eignen sich die Härtemessverfahren nach Mikro-Shore  oder IRHD, das z.B. klassisch für die Härtemessung an O-Ringen verwendet wird. Die verschiedenen Härteprüfverfahren funktionieren trotz Detailunterschieden dennoch alle nach ein und demselben Prinzip: In das Produkt, dessen Härte es zu ermitteln gilt, wird eine Messnadel, ein   Indenter, mit definierter Kraft auf der Oberfläche aufgesetzt und für eine definierte Zeitdauer angedrückt. Je mehr das Objekt dem Indenter nachgibt, d. h. je tiefer er eindringen kann, umso weniger hart ist der elastomere Werkstoff. Sowohl bei den Verfahren nach Shore-A, Mikro-Shore als auch nach IRHD wird die maximale Härte mit dem Wert 100 angegeben, der niedrigste mit 0. Die für industrielle Anwendungsfälle meist verwendete Härte von Dichtungswerkstoffen beträgt 60 – 70 Shore A und wird auch gerne als „mittlere Härte“ bezeichnet. Diese Angabe kann Nicht-Fachleuten als eine erste Orientierungshilfe dienen. Bei Kremer besteht die IRHD-Härtemessung an O-Ringen aus drei Schritten. Zuerst wird eine lasergestützte Messung der Höhe der O-Ringe vorgenommen und dabei der höchste Punkt der gekrümmten Oberfläche ermittelt. Anschließend wird das Messsystem auf den Wert 100 kalibriert, der einen Werkstoff bezeichnet, in den kein Eindringen möglich ist. Das Messgerät fährt nun den Messpunkt an, an dem die Messnadel für 30 s mit genau definiertem Druck exakt auf der höchsten Stelle der O-Ring-Krümmung aufsetzt und in den zu messenden O-Ring eindringt. Der Wert fällt dabei von 100 schlagartig ab, bis er sich zum Ende der Messung nur noch ganz wenig verändert. Die finalen Messwerte in IRHD und Mikro-Shore entsprechen zwar nicht exakt dem Wert nach Shore-A, der an der 6 mm starken Prüfplatte des verwendeten Elastomers ermittelt wurde, sind aber ausreichend genau, um eine Aussage über die Härte am Fertigteil machen zu können.

26.10.2017
Drei auf einen Streich

Das neu entwickelte Triple Shore A von Bareiss bietet die Möglichkeit, gleichzeitig drei Härteprüfungen nach Shore A normgerecht an einer Probe durchzuführen. Das spart Zeit und beugt Fehlern durch Benutzer vor.

Das Triple Shore A verfügt über drei voneinander unabhängig gelagerte Prüfstempel, wodurch kleine Oberflächen- und Parallelitätsfehler in der Probe ausgeglichen werden. Der Prüfkopf senkt sich mit der normkonformen Geschwindigkeit von 3,2mm/s auf die Probe ab und misst die Härte gleichzeitig an drei unterschiedlichen Punkten auf der Probe. Die drei einzelnen Messwerte sowie statistische Auswertungen, wie z.B. Median und Mittelwert, werden direkt auf dem Display angezeigt. Die Software führt aus den gemessenen und berechneten Werten intern bereits einen Plausibilitätscheck durch, sodass dadurch die Risiken von Fehlmessungen auf ein Minimum reduziert werden. Der interne Speicher des Prüfgeräts umfasst 300 Messwerte. Diese können bei Bedarf jederzeit in die Bareiss eigene Standardsoftware übertragen werden. Hier bietet sich die Möglichkeit, weitere Berechnungen durchzuführen und Messprotokolle zu erzeugen. Für dieses Gerät können auch DAkkS-Kalibrierscheine ausgestellt werden.

Heinrich Bareiss Prüfgerätebau GmbH, Triple Shore A.
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