20.07.2017

Für eine batchweise sowie kontinuierliche Materialaufbereitung von niedrig- bis hochviskosen Klebstoffen, Wärme- und Lotpasten bietet die ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH die ViscoTreat-Reihe an. Verschiedene Größen von Entgasungs-systemen ermöglichen in diesen Systemen die Aufbereitung von ungefüllten sowie hochgefüllten Klebstoffen bei unterschiedlichsten Viskositäten von bis zu 1.000.000 mPas (abhängig vom Dosiermedium).

Um exakte Dosierergebnisse hochgefüllter Materialien zu gewährleisten, ist deren Aufbereitung vor der Anwendung unumgänglich. Häufig neigen Füllstoffe bei längeren Lager- und Stillstandszeiten der Dosieranlage zur Sedimentation sowie zur Agglomeration. Dadurch ist ein exaktes Applizieren des Mediums nicht mehr möglich. Dosiersysteme können verstopfen und der Verschleiß der Anlagenkomponenten erhöht sich durch die Separation der Füllstoffe vom Bindemittel. Ferner kommt es zu erheblichen Abweichungen in den mechanischen Eigenschaften des Dosiermediums. Eine weitere Herausforderung in der Dosierung von Flüssigkeiten ergibt sich durch gelöste Luft im Medium. Aufgrund unterschiedlicher lokaler Drücke innerhalb der Dosiersysteme kann es zu unvorhergesehener Bildung von Gasblasen während des Prozesses kommen. Der Grund hierfür liegt in der Abhängigkeit der Gaslöslichkeit in Flüssigkeiten von den Partialdrücken im System. Diese Gasblasen wirken sich negativ auf die Wiederholgenauigkeit des Dosierergebnisses aus und führen zu erhöhten Ausschusszahlen der Produktion. Mit den Materialaufbereitungs- und Versorgungs-Systemen ViscoTreat-Inline sowie ViscoTreat-Im kann beiden Hindernissen in der Dosiertechnik erfolgreich begegnet werden. Die Aufbereitungsanlage, welche gleichzeitig als Pufferbehälter dient, ermöglicht ein konstantes Rühren der Materialien, um der Sedimentation der Füllstoffe entgegenzuwirken. Außerdem werden die Dosiermedien mittels eines Absolutdruckes von bis zu 20 mbar ausreichend entgast, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Befüllt wird das System z.B. über eine Hobbock- oder Fassentnahme. Alternativ ist eine Einsaugung des Mediums mittels Sauglanze möglich. Die Materialentnahme aus dem Entgasungsbehälter erfolgt über die bewährte Exzenterschnecken-Technologie. Vorteil gegenüber alternativen Systemen ist der Inline-Entgasungsprozess, wodurch die gleichzeitige Entgasung des Mediums sowie Materialentnahme unter permanentem Prozessvakuum möglich ist. Hierdurch können kontinuierliche Produktionsprozesse unabhängig von der Materialversorgung gestaltet werden. Für besonders sensitive und sedimentationsempfindliche Medien ist eine Zirkulierung zu empfehlen – der Entgasungseffekt wird erhöht und eine homogene Verteilung der Füllstoffe garantiert. Um die Prozesssicherheit zu gewährleisten, werden kritische Prozessparameter kontinuierlich überwacht.

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