Aktuelles / Entwicklungen - Klebetechnik / Flüssigdichtsysteme

29.05.2019
VTH Fachgruppe „Klebtechnik“ gegründet

Mit der Gründung einer Fachgruppe „Klebtechnik“ wollen die Fachgroßhändler im VTH Verband Technischer Handel e.V. den branchenübergreifenden Fertigungstrend „Kleben“ mitgestalten.

In Norderstedt kamen sie am 10. Mai 2019 zur Gründungsversammlung zusammen: 21 Unternehmen traten bei und wählten einen fünfköpfigen Vorstand. Als Vorsitzender wird Uwe Kittel (Krückemeyer, Wilnsdorf) fortan von den Stellvertretern David Schlesinger (Wendler, Aue), Andreas Fritz (Reiff, Reutlingen), Tilman Heise (Piel, Halle/Saale) und Rolf Kater (JK, Kempen) unterstützt. Die hohe Qualität, die die fast unüberschaubare Vielfalt an Klebstoffen und Klebebändern, z.B. für den Fahrzeug- und Leichtbau, in den letzten Jahren erreicht hat, stößt in der Anwendung noch allzu oft auf eine falsche Handhabung. So sind 80 bis 90% der Fehler in der Verarbeitung prozess- oder personenbedingt. Bei dem Bemühen, auch die Produktauswahl und -anwendung zu hoher Qualität zu führen, möchten die Fachgruppenmitglieder ihre Kunden im gesamten D-A-CH-Gebiet unterstützen. Dazu stellten die „Gründungsväter und -mütter“ bereits erste Überlegungen an. Diskutiert wurden unter anderem die Konzipierung eines Fachberater-Lehrgangs, die systematische Erstellung von Musterlösungen sowie der Austausch mit Bildungsträgern, Forschungseinrichtungen und Markenherstellern. Die vier VTH-Qualitätspartner  Henkel, Sika, Ruderer (technicoll) und Weicon haben ihre Unterstützung bei den zukünftigen Projekten der Fachgruppe „Klebtechnik“ bereits zugesagt.

VTH Verband Technischer Handel e.V., Fachgruppe „Klebtechnik“.
VTH Verband Technischer Handel e.V., Fachgruppe „Klebtechnik“.
29.05.2019
ViscoTec setzt auf branchenübergreifenden Know-how- Transfer

Knapp 400 Experten aus 32 Nationen trafen sich am 15. und 16. Mai 2019 bei den CID (Customer & Innovation Days) von ViscoTec. Neben zahlreichen Livevorführungen standen insgesamt 33 Vorträge zu den neuesten Entwicklungen und der Diskurs zu aktuellen Fragestellungen rund um die Dosiertechnik und ihrem Einsatz in den unterschiedlichen Branchen im Fokus.

In nahezu jedem Industriezweig wird etwas verklebt, vergossen und exakt dosiert: von der Fertigung im Automotive-Sektor über die Luftfahrtindustrie bis hin zur Lebensmittelherstellung, in der Medizintechnik, der Pharma- und BioTech-Produktion – und nicht zuletzt in der Kosmetikindustrie. Kostendruck und finanzstarke asiatische Wettbewerber sind nur zwei Faktoren, die fertigende Unternehmen aller Branchen zwingen, die Fertigung weiter zu automatisieren und auf diesem Weg noch effizienter zu gestalten. Wie Dispenser, Dosier- und Abfüllpumpen ausgelegt sein müssen, um Flüssigkeiten mit einer oder mehreren Komponenten aufzutragen, Materialien zu vergießen oder zu sprühen, oder wie sich Viskositäten bis 7.000.000 mPas dosieren lassen, waren nur einige der Fragestellungen, die bei den Innovationstagen von ViscoTec diskutiert wurden. Für die E-Mobilität wird es zunehmend wichtiger, z.B. durch Imprägnieren, den Schutz sensibler Bauteile über einen langen Lebenszeitraum zu gewährleisten. Welche technischen Möglichkeiten gibt es dafür? Wie lässt sich moderne Dosiertechnologie sinnvoll in Automationskonzepte integrieren, um eben diesen Schutz zu realisieren? Fragen wie diese wurden bei unterschiedlichen Vorträgen eingehend beantwortet. Reger Andrang herrschte auch bei der Präsentation zu Batteriespeicher-Montagelinien, die immer stärker automatisiert werden – ein weiterer wichtiger Bereich in puncto Dosiertechnik in der E-Mobilitätsfertigung. Den Blick weg vom Großen hin zum Kleinen legte der Referent eines internationalen Chemiekonzerns, der unter dem Titel „Driving Tomorrow‘s e-Novation“ zukunftsweisende Ideen für die Automobilindustrie vorstellte. Ein Thema, das die Elektronikbranche beschäftigt: Kleinstmengen perfekt dosieren. Im Fokus einer weiteren Präsentation standen deshalb die Schwierigkeiten beim exakten und produktschonenden Auftragen elektrisch leitfähiger Klebstoffe und wie sich diese bewältigen lassen. Einer ähnlichen Fragestellung widmete sich ein Vortrag zur Lichthärtung, der sich 2K-Werkstoffen widmete. Welches Dosiersystem eignet sich am besten dafür? Welche Lösungen braucht die Elektronikbranche, um gute Beleuchtungssysteme herzustellen? In ganz anderen Dimensionen bewegte man sich bei einer Session zur Luft- und Raumfahrtindustrie. Wie können Klebstoffe und andere Flüssigkeiten am besten verarbeitet werden? Welche Wege gibt es, um künftig noch effizienter und unter höchsten Qualitätsmaßstäben Luftfahrtkomponenten zu produzieren? Der Qualitätssicherung widmete man sich mit einem eigenen Vortrag mit dem Thema „Schonende Dosierung von viskosen Materialien - Empirische Bestimmung der Scherraten“. Hier erfuhren die Zuhörer, warum gerade dieser Parameter vor allem in der Pharma- und Kosmetikbranche eine so zentrale Rolle spielt und welche technischen Konzepte sich im Hygienic Design realisieren lassen, um ihn in den Griff zu bekommen. Viel Beachtung fand auch der Einsatz einer kleinen Pumpe, die beim 3D-Druck menschlicher Zellen Anwendung findet. An der TU München forscht man in einem Verbund namens CANTER an Technologien, die es in Zukunft ermöglichen, im Labor Gewebeersatzmaterialien herzustellen, deren Zellen individuell auf die Bedürfnisse der betroffenen Patienten abgestimmt sind. Welches Potenzial das für die individuelle Behandlung von Herzerkrankungen in der Zukunft hat, war nur eine Frage, die der Referent den Zuhörern beantwortete. Was generell beim Dosieren für den 3D-Druck zu beachten ist, wurde durch einen Referenten in einer Session zu „Druckköpfe für den 3D-Druck von Flüssigkeiten und Pasten“ beantwortet.
 

29.05.2019
Sicheres Abdichten von Batterien

Mit der Spritzgießverarbeitung von 2K-Flüssigsilikonkautschuken (Liquid Silicone Rubber LSR) verfügt Pöppelmann K-TECH®  jetzt über eine effiziente Lösung für Bauteile mit sehr hohen Dichtigkeits- und Temperaturanforderungen.

Das Verfahren bietet, vor allem bei besonders komplexen und anspruchsvollen Anwendungen wie der Batterietechnologie, eine zuverlässige, hochwertige und wirtschaftliche Lösung. Dabei wird im 2K-Spritzgussverfahren zunächst die Hartkomponente (Thermoplast) gespritzt, danach die Weichkomponente LSR aufgespritzt. Die 2K-LSR-Technologie ermöglicht es, unterschiedliche Materialien in einem Verfahren prozesssicher und vollautomatisch zu umspritzen. Weitere Montageschritte entfallen. Je nach Materialpaarung kann neben der Dichtungsfunktion ein chemischer Haftverbund zwischen Hart- und Weichkomponente erzielt werden. Der vollautomatische, einstufige Prozess erlaubt Zeiteinsparungen und eine besondere Wirtschaftlichkeit bei hohen Stückzahlen. Das LSR weist exzellente Eigenschaften im Druckverformungstest auf und zeichnet sich durch gute Witterungs-, Alterungs- und UV-Beständigkeit sowie Geruchsneutralität aus. Es ermöglicht ein sicheres Abdichten bei hohen Toleranzen. Die 2K-LSR-Technologie ist besonders für die Automobilindustrie interessant, denn die damit hergestellten Lösungen bieten zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit, Chemikalien sowie hohen und tiefen Temperaturen. Sie eignet sich darüber hinaus auch für Branchen und Bereiche wie Elektronik, Elektrik, Energie, Haushalt, Transport, Medizin & Kosmetik und mehr.

Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co KG, LSR.
Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co KG, LSR.
20.05.2019
Lichtfixierung für 2K-Klebstoffe

Mit der Lichtfixierung von DELO für 2K-Epoxidharze profitieren Anwender von beschleunigten und weniger komplexen Fertigungsprozessen sowie von einer vereinfachten Logistik.

Der 2K-Epoxidharzklebstoff DELO-DUOPOX DB8989 ist so schnell wie kein anderer zuvor. Bereits nach wenigen Sekunden Belichtung sind die Bauteile so gegen Verrutschen geschützt, dass sich die gesamte Baugruppe sofort weiterverarbeiten lässt. So beträgt die Fixierfestigkeit nach 5s Belichtung bei einer Intensität von 1.000 mW/cm² bereits 1 N/mm². Die sichere Endaushärtung – inkl. Schattenzonen – erfolgt anschließend wie bei normalen 2K-Produkten bei Raumtemperatur oder beschleunigt in typischerweise 60 min bei 80 °C. Die erste Option dürfte für die meisten Anwender interessanter sein, da in diesem Fall Investitions- und Energiekosten für das Warmhärten entfallen, Platz in der Fertigung gespart und Takt- und Durchlaufzeiten extrem verkürzt werden. Da Dosieren, Fügen und Lichtfixieren weniger als eine Minute benötigen, kann der nächste Fertigungsschritt deutlich schneller als bislang nach 15 - 90 min starten. Darüber hinaus vereinfacht die neue Technologie die Logistik für Anwender spürbar, da die Produkte nicht gekühlt transportiert oder gelagert werden müssen. Zudem erlaubt die zwölfmonatige Haltbarkeit mehr Flexibilität in der Fertigung wie auch den Einsatz größerer und damit wirtschaftlicherer Gebinde. DELO-DUOPOX DB8989 bietet gute Festigkeiten auch unter Temperatur- und Feuchtigkeitseinfluss. So erreicht der Klebstoff auf Aluminium eine Zugscherfestigkeit von 28 MPa und behält diesen Wert auch bei den im Automobilbereich geforderten Alterungssimulationen, z.B. nach 500 h Lagerung bei 85 °C und 85% relativer Luftfeuchtigkeit oder bei 150 °C. Daher eignet er sich für strukturelle Klebungen, z.B. von Seltene-Erden-Magneten in Elektromotoren. Darüber hinaus kommt das Produkt dank seiner niedrigen Ausgasung und des geringen Schrumpfs selbst für optoelektronische Anwendungen wie Kameras in Frage. 2K-Klebstoffe sind bekannt für gute Festigkeit, zuverlässiges Aushärten bei Raumtemperatur, gute chemische Beständigkeit und eine einfache Logistik. Für viele hochvolumige Anwendungen galt die lange Zeit bis zum Erreichen der Anfangsfestigkeit allerdings als großer Nachteil – bis jetzt. Für die Zukunft plant DELO die Entwicklung zahlreicher weiterer 2K-Produkte mit Lichtfixierung, darunter Vergussmassen für den Sensorik-Bereich.

Video zum Fertigungsprozess < https://www.youtube.com/watch?v=RgY96MC5_KQ

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, Lichtfixierung.
DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, Lichtfixierung.
20.05.2019
Neuer optisch klarer Klebstoff

Mit Vitralit®  50004 hat Panacol einen neuen UV-härtenden und optisch klaren 1K-Acrylatklebstoff mit niedriger Viskosität, z.B. für die Laminierung von Displays oder optischen Systemen, entwickelt.

Besonders gute Haftung zeigt er auf beschichtetem Glas, PET und weiteren Kunststoffen. Die sehr niedrige Viskosität ermöglicht ein schnelles Laminieren ohne Lufteinschlüsse. Unter UV-Licht härtet Vitralit®  50004 sofort aus, wobei der geringe Schrumpf entstehende Eigenspannungen zwischen den Substraten minimiert. Für die großflächige UV-Härtung von Displays steht der LED-Spot 100 von Hönle zur Verfügung, der optimal auf Vitralit®  50004 und die Anforderungen des Display-Verklebens abgestimmt ist. Die Anordnung der LEDs gewährleistet eine hochintensive und homogene Lichtverteilung. Je nach Displaygröße können auch mehrere LED-Spots 100 lückenlos aneinandergereiht werden. Nach der Aushärtung tragen die geringe Härte und stressfreie Haftung des Klebstoffs zu einer verzerrungsfreien Darstellung auf Displays bei. Vitralit®  50004 ist farblos und sorgt aufgrund seiner optischen Klarheit für eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit.

Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® 50004.
Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® 50004.
14.05.2019
Optimierte RAIN RFID-Label-Produktion

Bei der Entwicklung von DELO MONOPOX AC6545 haben DELO Industrie Klebstoffe, Mühlbauer und Impinj erfolgreich zusammengearbeitet, um das Hochgeschwindigkeits-Kleben von Kupfer-RFID-Chips wie Impinjs Monza 6-Familie auf Mühlbauer-Anlagen zu erreichen.

Der neue Klebstoff ist ein wichtiger Schritt auf dem „Path to 100k UPH“, der Herstellung von 100.000 RAIN RFID-Labels pro Stunde auf einer einzigen Fertigungslinie. Das Erreichen dieses Ziels ermöglicht Inlay-Herstellern den Durchsatz zu erhöhen und Betriebskosten zu senken, was zu einer höheren Durchdringung von RAIN RFID-Tags in hochvolumigen Branchen wie Bekleidung, Einzelhandel, Versand und Fluggepäck-Tracking führen wird. Dank der sehr guten Haftung auf Kupfer ist DELO MONOPOX AC6545 besonders für Kupfer-RFID-Chips geeignet. Der lösungsmittelfreie, anisotrop leitfähige Klebstoff kann mit innovativen Jet-Technologien aufgetragen werden und zeigt auch beim Verkleben goldener Chips eine verbesserte Leistung. Neben dem schnellen Dosieren ist eine extrem rasche Aushärtung für höchste Fertigungsgeschwindigkeiten essenziell. Beim Einsatz einer 230 °C heißen Thermode erlaubt DELO MONOPOX AC6545 ein Aushärten innerhalb 1 s. Mit höheren Temperaturen lassen sich sogar noch kürzere Aushärtungszeiten erreichen. Durch die verbesserte Geschwindigkeit können DDA (Direct Die Attach)-Anlagen von Mühlbauer nun mehr als 40.000 Einheiten/h produzieren. Für die Zukunft steht eine Maschinenkapazität von 100.000 UPH auf der Roadmap von Mühlbauer, wie auch die volle Automatisierung der kompletten Inlay-Produktionskette, um Ausbeute und Zuverlässigkeit der Endprodukte weiter zu verbessern.

07.05.2019
Automatisiertes Honeycomb Potting

Die voll automatisierten Dosierlösungen von Von Roll, Airborne und ViscoTec für Honeycomb Potting in der Luft- und Raumfahrtindustrie erlauben ein geringeres Gewicht des Endproduktes, eine Reduzierung von Arbeitsaufwand und Materialverbrauch und sorgen für einheitliche, wiederholgenaue Dosierergebnisse.

Das Schweizer Unternehmen Von Roll hat einen Core Filler für Wabenstrukturen entwickelt. Das Besondere an dem neuen, schersensitiven und hochviskosen Material: Es ist bei Raumtemperatur lagerbar, hat eine geringe Dichte und ist mit mikrofeinen Glas-Hohlkugeln durchsetzt, um ein geringeres Gewicht im Endprodukt zu erreichen. ViscoTec sollte die automatisierte Verarbeitbarkeit des neuen Füllstoffes während des Entwicklungsprozesses testen. Und das in einem vorgegebenen Volumenstrom bei gleichzeitig schonendem Umgang mit dem sensiblen Material. Zusammen mit dem niederländischen Unternehmen Airborne, das Lösungen zur Automatisierung von Produktionsprozessen anbietet, wurde ein vollautomatisiertes Befüllen der Waben möglich. Eingebaut in eine Roboter-Dosierzelle dosieren die präzisen ViscoTec Dispenser an verschiedensten Stellen und mit verschiedensten Geometrien. Letztere ergeben sich zum einen durch die individuelle Programmierung der Robotik, zum anderen über das individuelle Düsendesign von ViscoTec. Im Video < https://www.youtube.com/watch?v=2kqMOi3iTDc > ist die Anwendung zu sehen.

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, Honeycomb Potting.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, Honeycomb Potting.
29.04.2019
Neues flexibles 2K-System

Das neue Misch- und Dosiersystem EFR (Electric Fixed Ratio) für 2K -Dichtmittel und Kleber von Graco kombiniert hohe Präzision mit geringem Wartungsbedarf.

Sein MD2-Applikator mit Rücksog kann für Roboter- und manuelle Anwendungen genutzt werden, ist als 1:1-Version und mit breitem Verhältnis verfügbar. Das System nutzt auch eine neue Serie von Z-Pumpen in verschiedenen Größen, inkl. solchen für stark abrasive Materialien. Mit dem System sind Schussgrößen von 0,3 cm³ möglich. Weitere Kennzeichen sind präzise Durchflussraten vom Start bis zum Ende und keine Pulsation während des Hubwechsels der Pumpe. Es ist geeignet für Anwendungen sowohl mit niedrigem als auch hohem Durchfluss.

29.04.2019
Neues Reparaturzentrum für Fügetechnik

Im Reparaturzentrum für Fügetechnik-Komponenten von Atlas Copco werden in Bretten Reparatur- und Wartungsarbeiten mit Original-Ersatzteilen und Herstellergarantie ausgeführt.

Am Standort Bretten werden SCA-Klebe- und Dosiersysteme sowie Henrob-Stanznietsysteme repariert. Die Kunden können mit diesem Service ihre Betriebskosten senken und die Verfügbarkeit ihrer Anlagen erhöhen. Atlas Copco bietet zwei Reparaturpakete zur Auswahl an: Bei der Individualreparatur erhält der Kunde ein individuelles Angebot und hat volle Transparenz hinsichtlich der Kosten und der verwendeten Ersatzteile. Easy Repair hingegen bietet eine einfache und schnelle Abwicklung zum Festpreis. Der Kunde wählt die Reparaturvariante, die am besten für ihn geeignet ist. Gleichzeitig kann er so seinen Lagerbestand reduzieren. Die Arbeiten werden von zertifizierten Technikern mit Original-Ersatzteilen ausgeführt. Die reparierten Komponenten werden umfangreichen Funktions-, Hochspannungs- sowie Drucktests unterzogen. Kunden erhalten nach Abschluss der Arbeiten einen qualifizierten Reparaturbericht, und auf jede Reparatur gibt Atlas Copco sechs Monate Garantie. Außer am Hauptstandort Bretten baut Atlas Copco aktuell weitere Reparaturzentren in Shanghai sowie in New Hudson in den USA auf.

Atlas Copco IAS GmbH, Reparaturzentrum.
Atlas Copco IAS GmbH, Reparaturzentrum.
29.04.2019
Systemkonzept für Schaltschrankhersteller

Für das Abdichten von Schaltschränken und Elektrogehäusen bietet Sonderhoff für jedes Produktionsvolumen die geeignete Lösung an – mit der Dosierzelle 3E, schnell aushärtenden Fast-Cure-Dichtungsschäumen und der selbstklebenden Polyurethan-Schaumdichtung Geko-Spider.

 

Für kleine Mengen an abzudichtenden Bauteilen sind die selbstklebenden Polyurethan- Schaumdichtungen Geko-Spider eine schnelle und flexible Lösung. Sie werden auf Rollen geliefert, in Größen von 9 x 5mm bis 14 x 8mm (Breite x Höhe). Für Blechbearbeiter, die überlegen, das Abdichten und Verkleben von Schaltschrankteilen zu automatisieren, bieten sich die neue Dosierzelle 3E sowie die schnell aushärtenden Fast-Cure-Dichtungsschäume für kurze Verbauzeiten an.  Die Bezeichnung 3E der 2K-Niederdruck-Dosierzelle steht für ökonomisch, effizient und ökologisch. Sie ist gebaut als Einsteigermodell für Standard-Anwendungen mit der FIP (Formed-in-Place)-Dichtungstechnologie. Die CE-konforme Dosierzelle 3E wird fertig montiert in einem Transportcontainer geliefert. Sie kann daher nach dem Prinzip Place, Plug & Work sofort in Betrieb genommen werden. Lange Einrichtezeiten und Kosten fallen somit nicht an. Für den konturgenauen Auftrag von Dichtungsschäumen oder Klebstoffen fährt der Mischkopf der Dosierzelle bei einer Geschwindigkeit von bis 15 m/min Schaltschrankteile bis zu einer Höhe von 250 mm in einem Bereich von 2500 x 1250 mm (Breite x Tiefe) ab. Der optional verfügbare Wechseltisch der 3E-Dosierzelle ermöglicht das Bearbeiten der Bauteile auf zwei im Pendelbetrieb arbeitenden Aufnahmeplatten in einer Ebene. Damit können kurze Taktzeiten und ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet werden. Bei größeren Schaltschrankteilen können die beiden Tische zu einem großen Wechseltisch verbunden werden. Die Polyurethan-Schaumdichtungen Fermapor® K31 dichten den Schaltschrankkorpus und die Türen perfekt ab, damit Feuchtigkeit, Spritzwasser und Staub nicht in das Innere eindringen und die Elektronik beschädigen können. Für die Hersteller von Schaltschränken für den Innen- oder Außeneinsatz steht ein breites Spektrum an Materialtypen mit unterschiedlichen Eigenschaften an: z.B. geringe Verbau- und Klebfreizeiten dank der sehr schnell reagierenden Fast-Cure-Schäume oder ein hoher Flammschutz gemäß Brandschutznorm UL 94 HF-1 oder auch ein gutes Rückstellverhalten der Schaumdichtungen, damit beim Öffnen und Wiederschließen der Schaltschranktür die Dichtwirkung auch nach Jahren noch erhalten bleibt. In der Gesamtkonstruktion mit dem Schaltschrank werden hohe Dichtigkeiten nach den Prüfklassifizierungen gemäß NEMA für Nordamerika oder den IP-Klassen (Eindringschutz) in Europa erreicht. Zusätzlich entsprechen die Schaumdichtungen Fermapor® K31  den US-Prüfnormen UL 50E für Schaltschränke und Elektronikgehäuse in nicht explosionsgeschützten Bereichen. Bei der Entwicklung von Dichtungsrezepturen berücksichtigt man auch die spezifischen Fertigungskonzepte der Kunden. So kommt es bereits bei der Entwicklung von 2K- Schaltschrankdichtungen darauf an, das Reaktionsverhalten und die Topfzeit bis zum Beginn des Aufschäumens sowie die Aushärtezeit der Schaumdichtung optimal auf die Fertigungsprozesse im Schaltschrankbau abzustimmen. Hier ist u.a. die Verbauzeit entscheidend, also die Zeit, die für das Aushärten der Schaumdichtung notwendig ist und nach der die beschäumten Einzelteile erst zu einem Schaltschrank zusammengesetzt werden. Bis zur Endmontage werden die Schaltschrank­-Einzelteile – Seitenteile, Rückwand und die Türen – meist in Stapeln zur kompletten Aushärtung zwischengelagert. Durch Einsatz der sehr schnell reagierenden Polyurethan-Schaumdichtungen Fermapor® K31 werden gegenüber herkömmlichen Dichtungen Klebfreizeiten von ca. 3 min. und Aushärtezeiten von bis ca. 20 min. realisiert. Der Vorteil: das Teilehandling und Weiterverarbeitungsprozesse können frühzeitiger beginnen. Die genannten Zeitangaben können allerdings, bedingt durch Temperatur, Verarbeitungs- und Maschineneinflüsse, variieren. Dank der kurzen Verbauzeiten durch Einsatz von Fast-Cure-Schäumen müssen Einzelteile nur noch für eine kurze Dauer gestapelt werden. Das spart Lagerfläche und Lagerkosten. Investitionen in Temperöfen, die für die Aushärtung von 1K-Schaumdichtungen erforderlich sind, sind dank des deutlich schnelleren Reaktionsverhalten der Fermapor®  K31 Fast-Cure Schäume bei Raumtemperatur auch nicht erforderlich. Mit dem SYSTEM3-Konzept bietet man Kunden den Vorteil, sowohl Schaumdichtungen, Klebstoffe und Verguss als auch die Dosieranlagen für den voll automatischen Auftrag dieser Materialien auf Bauteile aus einer Hand zu beziehen. Zusätzlich steht das umfangreiche Klebstoff-Portfolio von Henkel zur Verfügung. Oder der Kunde entscheidet sich für die Lohnfertigung zum Abdichten, Kleben und Vergießen seiner Bauteile.

Sonderhoff Holding GmbH, Dosierzelle 3E.
Sonderhoff Holding GmbH, Dosierzelle 3E.
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