Aktuelles / Entwicklungen - Klebetechnik / Flüssigdichtsysteme

18.02.2020
Neutrale Kleb-Beratung und Anwendungsentwicklung

Um die Potenziale der Klebtechnik auszuschöpfen, bietet das SKZ eine herstellerunabhängige Beratung durch erfahrene Mitarbeiter an.

Im Anwendungstechnikum stehen dabei zahlreiche Oberflächenvorbehandlungsverfahren (z.B. Niederdruck- und Atmosphärendruckplasma, Beflammen, Corona, Vakuum-UV-Lampen) verschiedener Hersteller sowie Verfahren zur Charakterisierung von Oberflächen zur Verfügung (chemisch, physikalisch, elektrisch, …). Mit den am SKZ verfügbaren Möglichkeiten kann das passende Vorbehandlungsverfahren samt Prozessparametern für die Unternehmen schnell gefunden werden. Im Anschluss daran hilft man den Unternehmen bei der herstellerunabhängigen Auswahl und Evaluation des passenden Klebsystems für deren Produkte. Dabei kann auf zahlreiche anwendungsbezogene Prüfverfahren, wie etwa die Zug- oder Druckscherprüfung oder auch die Schälprüfung, sowie auf beschleunigte Alterungsverfahren, wie z.B. die Klimawechselprüfung, zurückgegriffen werden.

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, Klebberatung.
SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, Klebberatung.
17.02.2020
Autoklavierbarer Klebstoff für Coatings

Der UV-Klebstoff Vitralit®  2028 von Panacol ist chemikalienbeständig und kann als flexible Vergussmasse vielseitig eingesetzt und dual ausgehärtet werden.

Das transparente Epoxidharz Vitralit®  2028 lässt sich aufgrund seiner niedrigen Viskosität einfach dosieren. Dennoch ermöglicht es einen sauberen Randabschluss, ohne zu verlaufen. Der Klebstoff eignet sich daher optimal als flexible Beschichtungsmasse.  Er kann mit UV-Licht im Bereich 320 nm bis 390 nm ausgehärtet werden. Als Besonderheit verfügt der Klebstoff über einen thermischen Initiator, der eine nachträgliche Aushärtung von Schattenbereichen im Ofen erlaubt. Die Beschichtung ist bereits nach der UV-Aushärtung sehr trocken, sodass das Bauteil direkt weiterverarbeitet werden kann. Die endgültige Festigkeit des Klebstoffes stellt sich mit Abkühlung der Beschichtung ein.  Das Material eignet sich als Schutzbeschichtung für Drähte in Spulenwicklungen sowie für andere Anwendungen, die Schutzbeschichtungen erfordern.

10.02.2020
Erweiterte Isolierklebstoff-Reihe

Der bewährte Leiterplatten-Isolierstoff ISO-CAST A 765 MI von ISO-ELEKTRA wurde um eine noch schneller härtende und mechanisch festere Variante „ISO-CAST A 765 MI-F“  ergänzt.

Beide Produkte werden in praktischen 50 g schweren Doppelkartuschen geliefert und durch einen aufschraubbaren Statik-Mischer mithilfe einer handbetätigten Dosierpistole ausgepresst. Sie weisen eine hohe Thixotropie auf und eignen sich für partielle Beschichtungen von elektrischen Bauelementen sowie für hochfeste Verklebungen. Für Versuche steht ein Starterkit, bestehend aus zwei Doppelkartuschen, vier Mischrohren und einer Dosierpistole, zur Verfügung.

ISO-ELEKTRA Elektrochemische Fabrik GmbH, ISO-CAST A 765 MI-F.
ISO-ELEKTRA Elektrochemische Fabrik GmbH, ISO-CAST A 765 MI-F.
04.02.2020
Dosieren im µl Bereich – automatisch statt manuell

In kundenspezifischen Dosierversuchen im preeflow-Technikum von ViscoTec wurde die Umsetzung einer vollautomatischen Produktion von Lichtwellenleitern mithilfe von preeflow 2K-Dispensern realisiert.

Dabei geht es um das Kleben von Optical Fibers in einem Steckverbinder. Die Anforderungen des Kunden waren: eine wiederholgenaue Applizierung von 5 µl eines 2K-Materials in einem Mischungsverhältnis (volumetrisch) von 8,5:1. Verwendet wurde dafür ein eco-DUO330. Bei dem zu dosierenden Material handelt es sich um den Epoxy-Klebstoff EPO-TEK®353ND – ein 2K-Hochtemperatur-Epoxid, das speziell für Halbleiter-, Hybrid-, Glasfaser- und Medizin-Anwendungen entwickelt wurde.  Die besondere Herausforderung bei der Dosierung des Klebstoffes ist die wiederholgenaue Dosierung und ein präzises Zusammenspiel aller Komponenten für ein exaktes Mischungsverhältnis, um eine perfekte Aushärtung zu gewährleisten. Die in der Nachrichtentechnik verwendeten Lichtwellenleiter erfordern höchste Qualitätsstandards. Das beginnt u.a. bei der Klebung der Steckverbindungen. Um den aufgrund immer größerer Datenmengen und kürzerer Transferzeiten höher werdenden Anforderungen in puncto Qualität gerecht zu werden und die geforderten Produktionsmengen zu erreichen, sollen die Steckverbinder zukünftig in einem automatisierten Prozess mit den Lichtwellenleitern verklebt werden. Bisher erfolgt die Auftragung des 2K-Epoxidharzes von EPO-TEK manuell. Ein sehr aufwändiger und fehleranfälliger Prozess. Um den Klebstoff per Hand mittels Spritze applizieren zu können, muss diese im Vorfeld exakt vermischt und abgefüllt werden. Die gewünschte Präzision sowohl des Mischungsverhältnisses als auch der Auftragung der minimalen Klebstoffmenge ist im manuellen Prozess einfach nicht zu erreichen. Zudem fallen aufgrund der vorgemischten Kartuschen zum Teil hohe Restmengen an Material an. Die Tests ergaben, dass die geforderten Qualitätsstandards bei der Umsetzung des Dosiervorganges mit dem 2K-Dispenser eco-DUO330 erfüllt werden konnten. Der volumetrische Dispenser überzeugte sowohl im Hinblick auf Wiederholgenauigkeit als auch Servicefreundlichkeit und vor allem bei der Prozesssicherheit. Die vollautomatische Produktionslinie befindet sich derzeit in der Planung. Das Video zu den Dosiertests finden Sie hier: https://youtu.be/YxWh8xybJFs

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, Nachrichtentechnikprojekt.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, Nachrichtentechnikprojekt.
23.01.2020
Die Handapplikation von Klebstoffen auf einen Blick

Der „Almanach der Handapplikation von Klebstoffen“ von Innotech ist eine Wissenssammlung und Datenbank rund um das das manuelle Kleben – mit dem Ziel, alle Informationen und Daten zu Austraggeräten, Kartuschen, statischen Mischern, Düsen und zu allem an Klebstoffzubehör zusammenzufassen.

Zusätzlich gibt er praxisnahe Informationen und Tipps zum Thema Kleben. Dieses theoretische und praktische Wissen wurde über 30 Jahre hinweg durch Erfahrungen im Bereich der manuellen Verarbeitung von Kleb- und Dichtstoffen gesammelt. Der Almanach richtet sich an Klebstoffentwickle, die nach passenden Austraggeräten, Kartuschen oder Applikationszubehör suchen sowie Produktmanager von Klebstoffherstellern und Handelsunternehmen, die ihr Sortiment vervollständigen wollen. Er ist auch für Klebstoffanwender, die Informationen zu Verarbeitungsprozessen brauchen und diese optimieren wollen, sowie Ausbilder, die an Universitäten oder sonstigen Bildungseinrichtungen das Kleben unterrichten, gedacht. Er enthält einen Wissensteil, der praxisnah Informationen und Tipps zum Thema Kleben gibt, Beschreibungen von mehr als 700 Kartuschenpistolen – manuell-, pneumatisch- und akkubetriebenen – mit ausführlichen Produktdetails, von allen 1K- und 2K-Kartuschensystemen, Mischersystemen für 2K-Klebstoffe sowie allen Düsenvarianten für 1K-Klebstoffe mit verschiedensten Auslassquerschnitten. Ergänzt wird das Angebot um Informationen zum Zubehör für den Einsatz vor und nach dem Klebstoffauftrag und direkte Verweise zu Industrieverbänden, Fachzeitschriften, Bildungseinrichtungen und dem YouTube-Kanal von Innotech. Die Geräte werden nach Herstellern sowie nach den Preiskategorien eins bis fünf kategorisiert dargestellt. Außerdem ist jedes Produkt mit technischen Details und allgemeinen Produktinformationen versehen. Somit soll die Entscheidung bei der Auswahl des richtigen Artikels vereinfacht werden. Die Suche nach gewünschten Produkten ist auch online möglich unter www.innotech-rot.de/. Innotech ist kontinuierlich dabei, den Almanach auf dem neusten Stand zu halten, um die stetige Entwicklung der Applikationsgeräte sowie des Klebstoffzubehörs akkurat widerzuspiegeln. Von Auflage zu Auflage vervollständigt sich dadurch die Datenbank. 

Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH, Almanach.
Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH, Almanach.
23.01.2020
Neuer halogenarmer UV-Klebstoff

Mit Vitralit® UC 1536 bietet Panacol einen weiteren halogenarmen Klebstoff für die Elektronikindustrie an. Aufgrund seines geringen Ionengehalts eignet er sich z.B. für die Verarbeitung von Halbleitern.

Der Klebstoff basiert auf Epoxidharz und härtet unter UV-Licht sehr schnell aus. Aufgrund seiner Standfestigkeit eignet er sich speziell für Anwendungen, die Formstabilität im Produktionsprozess erfordern.  Durch Licht im UVA-Bereich von 320 nm bis 390 nm lässt sich der Klebstoff in wenigen Sekunden aushärten. Mit passenden Aushärtegeräten des UV-Geräteherstellers Hönle sind für die Verarbeitung von Vitralit® UC 1536 maßgeschneiderte Lösungen für jede Anwendung aus einer Hand erhältlich. Nach der Aushärtung weist Vitralit® UC 1536 eine optisch klare und hochglänzende Oberfläche auf, die sehr hart und dadurch kratzfest ist. Der Klebstoff bleibt auch bei hoher Temperaturbelastung vergilbungsstabil und behält seine hervorragende Transparenz. Mit einem sehr geringen Ionengehalt eignet er sich zur Fixierung von Halbleitern. Aktuell wird er erfolgreich zur Verklebung von Glaslinsen auf CMOS-Sensoren eingesetzt.

Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® UC 1536.
Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® UC 1536.
26.11.2019
Schnell härtender Epoxid-Klebstoff für hohen Durchsatz

Der neue Epoxid-Klebstoff Vitralit®  UC 6025 von Panacol kann aufgrund einfacher Dosierbarkeit und sehr guter UV-Härtungseigenschaften sehr schnell appliziert werden und ist für den Einsatz in vollautomatisierten Fertigungslinien geeignet.

Vitralit®  UC 6025 ist ein 1K-Klebstoff auf Epoxidbasis und wurde speziell für den Einsatz in der Kosmetikindustrie entwickelt. Er verfügt über eine optimale Viskosität für spaltfüllende Anwendungen, ist geruchlos und leicht dosierbar. Er kann mit UV-Licht oder sichtbarem Licht innerhalb von nur wenigen Sekunden ausgehärtet werden. Zur Prozesskontrolle ist mit Vitralit®  UC 6025 F eine fluoreszierende Version des Klebstoffs erhältlich. Für beide Prozesse eignen sich die hauseigenen Strahler der Dr. Hönle AG. Ausgehärtet weist Vitralit®  UC 6025 eine hohe Haftung zu ABS, Aluminium und Glas auf.

Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® UC 6025.
Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® UC 6025.
19.11.2019
Neues Klebeband für niederenergetische Oberflächen

Das neue 3M VHB LSE-Klebeband ermöglicht es, Materialien mit geringer Oberflächenenergie einfach, effizient und zuverlässig zu kleben.

Auch unter anspruchsvollen Bedingungen zeichnet es sich durch unkomplizierte Verarbeitung, hohe Strapazierfähigkeit und gute Chemikalien-Beständigkeit aus. Damit eröffnet es Konstrukteuren neue Designfreiheiten.  Das VHB LSE-Klebeband erreicht ohne Haftvermittler auf Kunststoffen wie PP, TPO oder TPE und auf glas- und carbonfaserverstärkten Verbundmaterialien mit geschlossener Oberfläche sehr gute Klebeleistungen. Da der Einsatz des Klebebands somit den Prozessschritt für den Haftvermittler überflüssig macht, bewirkt es eine Steigerung von Effizienz, Produktivität und Arbeitssicherheit. Bereits ab 0 °C bietet das neue Klebeband eine sehr gute Soforthaftung, wenn der Untergrund frostfrei ist. So kann es auch in kalten Umgebungen schnell und unkompliziert eingesetzt werden, z.B. im Außenbereich oder in ungeheizten Fabrikgebäuden. Sein Acrylatklebstoff widersteht nach der Klebung niedrigen, hohen und wechselnden Temperaturen. Die kurzfristige Temperaturbeständigkeit des Klebstoffes beträgt +150 °C, langfristig liegt sie bei +100 °C. Zudem ist das Material beständig gegen Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung oder Feuchtigkeit und verfügt über eine gute Beständigkeit beim Kontakt mit Lösemitteln und Salzwasser. Werden verschiedene Werkstoffe im Mix gefügt, nimmt das Klebeband durch seine Visko-elastizität unterschiedliche Wärmeausdehnungen auf und baut Spannungen ab. Es ist damit für vielfältige Multi-Material-Verbindungen geeignet. Das Klebeband haftet nicht nur auf niedrig- und mittelenergetischen Werkstoffen, sondern auch auf Metall, Glas, lackiertem Holz und vielen weiteren Untergründen. Egal ob bei der Konstruktion von Spezialfahrzeugen, bei der Anbringung von Dichtungen und Versteifungselementen oder bei der Montage von Paneelen und dekorativen Elementen – das neue Klebeband bietet eine bislang unerreichte Designfreiheit. Es ist in den Stärken 0,6 mm, 1,1 mm und 1,6 mm erhältlich.

3M Deutschland GmbH, VHB LSE-Klebeband.
3M Deutschland GmbH, VHB LSE-Klebeband.
19.11.2019
Hot Melts im Fokus

Mehr als 225 Teilnehmer aus 20 Ländern nahmen am 44. Münchener Klebstoff- und Veredelungs-Symposium 2019 teil und diskutierten neueste Entwicklungen und Trends in Rohstoffen, Verarbeitung und Anwendungen.  

Die Vorträge der Opening Session bildeten dabei den Auftakt der 44. Ausgabe des Symposiums unter dem diesjährigen Fokusthema „Hot Melt Adhesives“. In mehr als nur einem Vortrag wurden die Dringlichkeit und die Relevanz von tragfähigen Hot Melt-Zukunftslösungen - vor allem auch im Hinblick auf die anhaltenden Diskussionen und Gesetzgebungsverfahren rund um die Circular Economy mit den Schlagwörtern re-duce, re-use, re-pair, re-furbish und re-cycle - , die den Antrieb für Entwicklungen bilden, dargelegt. Stephan Hinterwaldner hob dabei in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des Debonding neben dem Bonding von Klebeverbindungen aller Arten und Materialien hervor und regte dabei alle Beteiligten an, mehr Mut zur Kreativität in der Klebetechnik zu entwickeln. Weitere Themen des  Programm waren: Reduktion der Schmelzklebstoffmenge durch fortgeschrittene, zukunftsfähige Rohstoffe – erörtert u.a. in den Beiträgen von Evonik Resource Efficiency „Amorphous Poly-Alpha-Olefins (APAOs) in New Hot Melt Applications“ , von Sasol mit „Der Einsatz von FT-Wachs als leistungsverbessernder Zusatz in der neuen Generation von Klebstoffen für non-woven-Hygieneprodukte“, Lanxess mit „Advancements in Low Free Isocyanate Prepolymer Designs for Reactive Adhesives Systems” sowie von Dow Europe mit „Creating Innovation: Polar and Non-Polar Olefin Copolymers for the Hot Melt Adhesives Industry“. Verbesserte Technologien in Maschinen- und Anlagenbau wurden z.B. im Gemeinschaftsvortag der TU Braunschweig und Adtracon mit „3D-Applikation von nachvernetzendem Schmelzklebstoff“ dargestellt sowie in der Vorstellung des „Planetwalzenextruders in der Klebstoffherstellung“ von Entex Rust&Mischke. Darüber hinaus gab es einen Beitrag von Malvern Panalytical zur „Ermittlung viskoelastischer Eigenschaften von Hot Melts mittels Rotations- und Oszillationsrheometrie – wie interpretiert man die Messkurven?“. Weitere Entwicklungen bei den (Layer-) Materialien waren ebenso Thema wie das Recycling von Schmelzhaftklebstoffen in Verpackungen und anderen Anwendungen. Darüber berichteten Onusseit Consulting im Vortrag „Recyclinggerecht Kleben mit Schmelzklebstoffen“ und das Fraunhofer Institut IVV u.a. mit „Recyclinggerechte Verpackungskonzepte und Verfahren“. In 2020 wird das 45. Münchener Klebstoff- und Veredelungs-Symposium vom 26. bis 28. Oktober  stattfinden - fokussiert auf die Themenbereiche Kleben – Converting – Drucken. Dabei sollen alle Klebstoffsysteme bzw. -technologien, Rohstoffe, Anwendungen sowie Verfahrenstechniken, hauptsächlich für Papier, Plastik, Folie, Selbstklebematerialien, Tape und Label, Verpackung, Coating und Laminierung sowie non-woven bezogene Anwendungen abgedeckt werden.

05.11.2019
Klebtechniktrends für E-Mobility

Der Schwerpunkt des Gluing Symposiums von Dürr im Oktober lag auf neuer Applikationstechnik, mit der sich Batteriemodule effizient in Serie herstellen lassen.

Für die komplexen Einzelschritte in der Fertigung benötigt man viel Prozess-Know-how, denn Batteriemodule müssen geschützt, gekühlt sowie korrosionsfest abgedichtet werden. Zudem sollen sie crashsicher sein und möglichst wenig zum Gesamtgewicht beitragen. Dabei erfordern Elektromobilität und die Individualisierung von Fahrzeugen angepasste oder sogar völlig neue Prozesse in der Automobilproduktion. Klebeapplikationen spielen dabei eine bedeutende Rolle. Auf dem Gluing Symposium stellten die Dürr-Experten eine Komplettlösung in der Applikationstechnik für Batterieverklebung vor, bei der Verfahren aus dem Rohbau und aus der Endmontage zum Einsatz kommen. In Live-Vorführungen gab es u.a. die Verklebung von Batterieabdeckungen zu sehen sowie den automatisierten Klebstoffauftrag von 2K-Material für Batteriezelle und Spaltfüllung (gap filler). Neben der Batteriefertigung standen Best-Case-Szenarien im Rohbau und in der Endmontage im Fokus. Hohe Effizienz ist ein Thema, das sich durch alle Prozessschritte zieht. Steppnahtapplikationen z.B. unterbrechen die Naht und sichern so die Qualität der Schweißpunkte, sparen Material ein und vermeiden durch den geringeren Materialauftrag eine Verschmutzung der Bauteile bei der Applikation. Diese Anwendung wurde ebenso gezeigt wie moderne Verfahren zur 3D-Inspektion und Prozesskontrolle sowie auch neue Applikatoren für 1K- und 2K-Klebstoffsysteme. Auch geschwindigkeitsabhängige Dosiertechnik für effiziente Prozesse sowie Lösungen zum Wärmemanagement der hochviskosen Materialien wurden präsentiert. Am Beispiel der Seitenscheibenklebeanlage des Zwickauer VW-Werks erfuhren die Teilnehmer, wie eine Gluing-Lösung im Line-Tracking-Betrieb aussehen und so den Automatisierungsgrad der Endmontage steigern kann. Abgerundet wurde das Themenspektrum der Veranstaltung mit der Vorstellung von neuen digitalen Analysetools und Wartungssoftware aus der Produktfamilie DXQ von Dürr, mit denen sich Anlagen intelligent steuern, überwachen und warten lassen.

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