Aktuelles / Entwicklungen - Klebetechnik / Flüssigdichtsysteme

13.11.2018
Turnkey-Lösungen für automatisiertes Kleben

Für den polnischen Haushaltsgerätehersteller Amica hat DOPAG eine Anlage für das automatisierte Kleben von Backofentüren konstruiert und exakt auf den Anwendungsfall ausgelegt.

Im Detail werden Glasscheiben mit Schienenprofilen verklebt. Das Anlagenkonzept umfasst drei parallel arbeitende Roboter, die Fördertechnik für das Handling der Bauteile sowie sämtliche Schritte für die Verklebung. Hier werden die Schienenprofile zunächst mit dem Pyrosil-Verfahren vorbehandelt, anschließend wird der 2K-Klebstoff mit dem Dosier- und Mischsystem vectomix aufgetragen und das Bauteil gefügt. Zuletzt härten die Bauteile in einem Puffer mit integrierter Heiz- und Kühlkammer aus. Bei der Konstruktion der Anlagen legt DOPAG auf zwei Aspekte Wert: Zum einen ist es wichtig, den Anwendungsfall des Kunden bzw. die Applikation umfassend zu analysieren, um eine exakt darauf abgestimmte Lösung zu entwickeln. Darüber hinaus hat der Kunde vom Projektstart über die Auslieferung bis hin zum Bereich After-Sales und Customer-Care immer die gleichen Ansprechpartner und profitiert damit von einem schnellen und unkomplizierten Service.

DOPAG, AMICA.
07.11.2018
Jetzt dabei sein: SKZ und Fraunhofer IIS starten Kooperationsprojekt

Aufbauend auf Studienergebnissen starten das SKZ und das IIS (Gruppe Nano CT) in Würzburg das Kooperationsprojekt „Entwicklung einer Messmethode zur Bestimmung der Spannungsverteilung bei belasteten flexiblen Klebverbindungen mithilfe von In-situ-Röntgen-Tomographie“ zum 1. November 2018 mit einer Gesamtlaufzeit von 24 Monaten.

Klebverbindungen erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Sie sind leicht und eignen sich z.B. für Multimaterialverbindungen und für die Verbindung dünner Bauteile, weshalb sie insbesondere für den Leichtbau prädestiniert sind. Die Qualität einer Klebverbindung kann jedoch nicht allein aus den Kennwerten der einzelnen Ausgangsmaterialien bestimmt werden, da diese im Wesentlichen vom Zusammenspiel aller verwendeten Werkstoffe und dem sich dadurch ausbildenden Mehrschichtsystem in der Klebschicht abhängen. Als weit verbreitete Methode zur Bestimmung der Verbindungsqualität wird üblicherweise der Zugscher-Versuch eingesetzt. Dessen Ergebnisse beruhen jedoch auf stark vereinfachten Annahmen über die Spannungsverteilung in der Klebschicht, sind geometrieabhängig und vernachlässigen den Mehrschichtaufbau, der bei jeder Klebung während einer Belastung entsteht. Das SKZ und das Fraunhofer IIS konnten bereits in einer gemeinsamen Studie zeigen, dass die Computertomographie sich prinzipiell zur Livemessung von spannungsinduzierten, dreidimensionalen Formveränderungen einer Klebschicht direkt unter Last eignet. Aufbauend auf diesen Ergebnissen starten das SKZ und das IIS (Gruppe Nano CT) in Würzburg das Kooperationsprojekt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die neuartige mehrdimensionale In-situ-Messtechnik zur besseren Beschreibung der mehrdimensionalen Deformation von Klebeverbindungen unter Last weiterzuentwickeln. Hierfür werden zunächst Belastungseinheit und Auswertealgorithmus für Klebverbindungen optimiert und darauf aufbauend das Verformungsverhalten flexibler Klebverbindungen unter Last vermessen. Die Verformung gibt dabei Aufschluss über vorherrschende Spannungen, mit denen Rückschlüsse auf die Materialeigenschaften der Interphase(n) erarbeitet werden können. Diese sollen dann als Grundlage für Simulationen von Klebeverbindungen bei komplexen Geometrien dienen, sodass die Auslegung von Klebeverbindungen in der Produktentwicklungsphase vereinfacht wird. Zu einer kostenlosen Teilnahme am projektbegleitenden Ausschuss sind interessierte Unternehmen herzlich eingeladen. Die Kick-off-Sitzung zum Projekt findet am 29.November 2018 am SKZ in Würzburg statt. Das IGF-Vorhaben 20185 N der Forschungsvereinigung „Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e. V.“ wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschung (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert

SKZ Süddeutsches Kunststoff-Zentrum, Fraunhofer IIS, Kooperation.
06.11.2018
Neues 2K-LSR-Verfahren dichtet zuverlässig ab

Mit der Spritzgießverarbeitung von 2K-Flüssigsilikonkautschuken (Liquid Silicone Rubber LSR) bringt Pöppelmann K-TECH®  eine Kunststofflösung für Bauteile mit sehr hohen Dichtigkeits- und Temperaturanforderungen auf den Markt.

Bei dem neu von Pöppelmann K-TECH®  implementierten Material wird im 2K-Spritzgussverfahren zunächst die Hartkomponente (Thermoplast) gespritzt, danach die Weichkomponente LSR aufgespritzt. Die 2K-LSR-Technologie ermöglicht es, unterschiedliche Materialien in einem Verfahren prozesssicher und vollautomatisch zu umspritzen. Weitere Montageschritte entfallen. Je nach Materialpaarung kann neben der Dichtungsfunktion ein chemischer Haftverbund zwischen Hart- und Weichkomponente erzielt werden. Der vollautomatische, einstufige Prozess verfügt bei hohen Stückzahlen über eine hohe Wirtschaftlichkeit. Das LSR weist gute Eigenschaften im Druckverformungstest auf und zeichnet sich durch gute Witterungs-, Alterungs- und UV-Beständigkeit sowie Geruchsneutralität aus. Es ermöglicht ein sicheres Abdichten bei hohen Toleranzen. Die 2K-LSR-Technologie ist besonders für die Automobilindustrie interessant, denn die damit hergestellten Lösungen bieten zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit, Chemikalien sowie hohen und tiefen Temperaturen. Sie eignet sich darüber hinaus auch für Branchen und Bereiche wie Elektronik, Elektrik, Energie, Haushalt, Transport, Medizin & Kosmetik und mehr.

Pöppelmann GmbH & Co. KG, Spritzgießverarbeitung von 2K-LSR.
31.10.2018
Vielseitig einsetzbarer 2K-Strukturklebstoff

Der neue Klebstoff ergo.® 1675 von Kisling für den Bereich Kunststoff & Composite zeichnet sich durch einen schnellen Kraftaufbau aus und ist dank seiner guten Haftung auf unterschiedlichen Materialien vielseitig beim strukturellen Kleben einsetzbar.

Der standfeste 2K-Methacrylat-Strukturklebstoff bietet mit seiner guten Haftung auf Composites, Metallen und verschiedenen Kunststoffen neue Möglichkeiten hinsichtlich Konstruktion und Materialpaarung. Typische Zugscherfestigkeiten liegen bei 25 N/mm2 . Trotz seiner hohen Steifigkeit von 780 N/ mm2  weist ergo.® 1675 mit einer Bruchdehnung von 85% eine hohe Zähigkeit auf. Diese Eigenschaft ermöglicht die Aufnahme von Spannungen – erzeugt durch große Unterschiede in der Wärmeausdehnung verschiedener Materialien – oder auch die dauerhafte Kompensation von Schwingungen. Auch bei hohen Temperaturen ist der 10:1-Strukturklebstoff einsetzbar. Bei 80 °C werden noch über 50% der Ausgangsfestigkeit erreicht. Der schnelle Kraftaufbau bis zur Handfestigkeit sorgt für eine effiziente Verarbeitungszeit in der Serienfertigung. Innerhalb von 5 min. ist eine Festigkeit von bis zu 10 N/ mm2  erreicht. Bei der Entwicklung wurde zudem besonderes Augenmerk auf die Arbeitssicherheit gelegt. So ist Klebstoff nahezu geruchslos und schwer entzündlich. Er ist in handelsüblichen 10:1-Doppelkartuschen oder diversen Großgebinden (auf Anfrage) erhältlich.

Kisling Deutschland GmbH, ergo.® 1675.
18.10.2018
Komplexe Konstruktionen abdichten

Mit „Imberal DAB 30P“ bietet die Heinrich Hahne GmbH & Co. KG einen Flüssigkunststoff für die Detailabdichtung am Bau an, der eine hohe Flexibilität bietet und für schwer zugängliche und komplizierte Konstruktionen geeignet ist.

Das 1K-System auf Polyurethanharz-Basis ist streich- sowie rollfähig und lässt sich somit leicht und sicher verarbeiten. Mit der Luftfeuchtigkeit reagiert der Flüssigkunststoff zu einer dauerhaft elastischen Abdichtung. Mit seiner Einstellung sorgt der haftaktive Kunststoff für eine geschmeidige, mühelose Verarbeitung und eine sichere Abdichtung. Er passt sich vollständig den Konturen des Untergrundes an und eignet sich damit auch für die Einbindung komplizierter konstruktiver Details. So wird das Produkt zur Abdichtung von Bauteilfugen, Fensteranschlüssen, bodentiefen Türen und als Anschlussabdichtung zwischen Metall, Edelstahl, Kunststoff, Holz und mineralischen Untergründen angewendet. Es haftet auf Bitumen- und Dachbahnen genauso wie auf Beton. Imberal DAB 30P eignet sich als Abdichtung erdberührter Bauteile gemäß DIN 18533 sowie für Fugen im Betonbau. Letztere entsprechen den Anforderungen der Prüfgrundsätze für Fugenabdichtungen (PG-FBB) und für Bauwerksabdichtung im Übergang auf Bauteile aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand (PG-ÜBB). Imberal DAB 30P ist in einem 7,5-kg-Blechgebinde erhältlich. Das Material wird auf trockenem, sauberem und tragfähigem Untergrund aufgetragen. Die dauerelastische, standfeste Dichtmasse Hadalan FC240 22S schließt Anschlussfugen ab, um ein Verlaufen des Flüssigkunststoffes in Risse und Fugen zu vermeiden. Handelt es sich um einen mineralischen und saugfähigen Untergrund, kommt zunächst eine Grundierung mit Hadalan HV2 30DD zum Einsatz. Bei nicht saugenden Untergründen wird Imberal DAB 30P mit einem Pinsel oder einer Rolle direkt auf die Fläche aufgetragen. In die so entstandene, frische Schicht wird das Abschlussvlies Dakorit DV110 89V eingelegt. Es wirkt zuglastverteilend und schichtdickenkontrollierend. Die zweite Schicht Imberal DAB 30P folgt entweder frisch in frisch oder nach dem Trocknen der ersten Schicht. Die Fläche kann nach dem Aushärten, das durch Zugabe von Reaktionsbeschleuniger verkürzt wird, belastet werden.

Heinrich Hahne, Imberal DAB 30P.
18.10.2018
Ökologisch optimiert

Für professionelle Bauhandwerksbetriebe und Instandhalter hat DISBON die PU-verstärkte Rollbeschichtung Disbon 404 ELF ökologisch optimiert. Ab Herbst steht das Produkt mit neuer Rezeptur zur Verfügung und ist lösemittel- und weichmacherfrei.

Mit der PU-verstärkten Rollbeschichtung Disbon 404 ELF lassen sich Bodenflächen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich dauerhaft widerstandsfähig versiegeln. Für eine optisch ansprechende Bodengestaltung kann die Rollbeschichtung auf ColorExpress-Stationen in zahlreichen Farben abgetönt werden. Chipseinstreuung mit anschließender Deckversiegelung ist ebenfalls möglich. Für Bodenflächen, an die spezielle Dichtheitsanforderungen gestellt werden – etwa zur Erstbeschichtung oder Instandsetzung von Ölauffangwannen - empfiehlt sich die Verwendung von Disbon 400 1K-Acryl-Bodenfarbe. Die robuste Dispersionsbeschichtung hält bei fachgerechter Applikation mit Sicherheit dauerhaft dicht. Das gibt Verarbeitern wie auch dem Auftraggeber das gute Gefühl, dass keine gefährdenden Stoffe durch die Beschichtung hindurch ins Erdreich und/oder Grundwasser gelangen können.

10.10.2018
Leichter zu verarbeiten, breiter einzusetzen

Die neuen strukturelastischen 2K-PUR-Klebstoffe der SikaForce-800-Serie von Sika basieren auf der Powerflex-Technologie und kombinieren die Vorteile von strukturellen und elastischen Klebstoffen.

Die neue Produktreihe zeichnet sich durch ein nahezu konstantes mechanisches Verhalten über einen extrem breiten Temperatureinsatzbereich von - 30 bis 50 °C aus.  Damit eignet sie sich für den Einsatz im Fahrzeugbau, wo das Kleben und die Montage von Leichtbauteilen eine immer größere Bedeutung bekommen. Die Klebeverbindungen müssen dabei einer breiten Temperaturspanne über den gesamten Lebenszyklus dauerhaft und witterungsbeständig standhalten.  Die PowerFlex-Technologie ermöglicht Offenzeiten zwischen 7 und 45 min. bei einer Fixierzeit von 15 bzw. 120 min. Dadurch wird ein maximal flexibler und effizienter Herstellungsprozess ermöglicht. Die SikaForce-800-Produkte sind bereits in der industriellen Anwendung – u.a in der Serienfertigung eines führenden Caravan-Herstellers. Von den Vorteilen der neuen strukturelastischen Klebstoffe profitieren alle Industriebranchen, in denen eine dauerhafte Verbindung von unterschiedlichen Materialien gefordert wird. Die neuen Material-Kombinationen ermöglichen zudem neue Designvarianten der bisherigen Produkte.

Sika Automotive GmbH, SikaForce-800-Serie.
26.09.2018
Effizientes Dosieren und Optical Bonding

Auf der Bondexpo zeigt Rampf u.a. die Kompaktdosieranlage DC-CNC800. Sie verfügt über eine integrierte Materialaufbereitung und kann mit Kolben- oder Zahnradpumpen ausgestattet werden.

Für die modulare Steuerung stehen eine CNC Siemens-Sinumerik-Steuerung sowie Beckhoff-Steuerungstechnologie zur Verfügung. Ein weiteres Merkmal ist  die integrierte Prozessüberwachung zur Kontrolle von Drücken, Füllständen und Drehzahlen. Die DC-CNC800 kann mit einem HD-Spülmittelrückführsystem oder HD-Wasserspülung, anwendungsabhängigen Automatisierungseinrichtungen sowie dem Mischsystem MS-C für Dosierleistungen ab 0,1 g/s ausgestattet werden. Weitere Features sind standardisierte Bedienkonzepte für Schiebetisch, Rundschaltteller, Bandzuführung und Vakuumfasspressen. Aufgrund der großen Tanks können Kleingebinde komplett in einem Vorgang umgefüllt werden. Die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu den Kolben- und Zahnradpumpen sowie zur Steuerung ist optimal gestaltet. Ein weiteres Thema ist das eigenentwickelte und in Teilen patentierte Optical-Bonding-Verfahren für den prozesssicheren, luftblasenfreien Auftrag von Bondingmaterialien auf Displays in den Bereichen Automotive, mobile Geräte, GPS, Industriemonitore, Navigationsgeräte und Wearables. Dabei wird die Bondingmasse unter Vakuum aufgetragen und die Bauteile werden unter Luftabschluss im Vakuum gefügt. Durch die Dünnschicht-Entgasungstechnologie der Einzelkomponenten ist die Verarbeitung hochevakuierter Bondingmaterialien möglich. So wird das Risiko minimiert, dass beim Füge- und Aushärteprozess Luftblasen eingeschlossen werden. Der Auftrag der Bondingmasse erfolgt mit der RAMPF-Vakuumdosieranlage DC-VAC. Die Anlage ist für die Verarbeitung von 1K- und 2K-Vergussmassen ausgelegt, verfügt serienmäßig über eine Vakuummaterialaufbereitung und ist mit einem dynamischen Mischsystem ausgestattet. Die DC-VAC wird mit C-DS-Klebe- und Montageeinheiten, Robotersystemen, Fördersystemen sowie Prozesssteuerungssystemen zu einem vollautomatischen, kundenspezifischen Produktionssystem kombiniert. Zusätzlich zum Display-Fügeverfahren unter Vakuum beinhalten die von RAMPF konzipierten vollautomatischen Produktionssysteme alle Arbeitsschritte zum Handeln, Ausrichten und Verkleben der Displays mit dem Rahmen sowie eine abschließende Qualitätskontrolle.

Bondexpo: Halle 6 / Stand 6404

Rampf Holding GmbH & Co. KG, DC-CNC800.
26.09.2018
Wärmeleitfähig und elektrisch isolierend

Für die Verklebung und Wärmeentkopplung von Leistungselektronik hat Panacol neue, thermisch härtende 1K-Epoxidharz-Klebstoffe mit sehr guten wärmeleitfähigen Eigenschaften entwickelt.

Aufgrund von mineralischen Füllstoffen gewährleistet z.B. Elecolit®  6603 eine hervorragende elektrische Isolierung. Vergleichbare Werte für die Durchschlagsfestigkeit werden sonst oft nur mit wärmeleitfähigen Klebebändern erreicht. Darüber hinaus ist der Klebstoff mit bis zu 200°C dauertemperaturbeständig. Der Klebstoff ist leicht, flexibel und kann auch als Vergussmasse verwendet werden. Er zeigt ein gutes Fließverhalten und lässt sich mit Dispenser, im Siebdruck oder mit Rakel/Spachtel auftragen. Varianten des Klebstoffs sind standfest und formstabil oder lassen sich in der Viskosität individuell einstellen. Je nach Anwendung sind auch Klebstoffvarianten mit höherer Wärmeleitfähigkeit oder erhöhter dielektrischer Durchschlagsfestigkeit erhältlich.   

Panacol-Elosol GmbH, Elecolit® 6603.
17.09.2018
Hohe Temperaturfestigkeit

Der neue Strukturklebstoff von DELO > MONOPOX HT2860 < hat ­– im Vergleich zu Vorgängerprodukten – eine bis zu dreimal höhere Festigkeit bei hohen Temperaturen. Er kann zudem induktiv ausgehärtet werden, wodurch sich Fertigungsprozesse deutlich beschleunigen lassen.

Bei vielen Epoxidharzen führen Temperaturen von +150 °C und mehr zu einer Veränderung der polymeren Strukturen und damit zu einem Leistungsabfall. Auch die Elastizität nimmt ab diesem Temperaturbereich oftmals zu. MONOPOX HT2860 hat eine Glasübergangstemperatur (Tg) von +168 °C. Dadurch ändert sich das Elastizitätsmodul unter Tg nicht signifikant, der Klebstoff erzielt eine sehr hohe Temperaturfestigkeit und nimmt erst oberhalb dieser Temperatur an Flexibilität zu. Auf sandgestrahltem Aluminium und bei +150 °C erreicht er mit 18 MPa eine bis zu dreimal höhere Festigkeit als Standard-Epoxidharze. Der Klebstoff zeigt sowohl auf Metallen als auch auf temperaturbeständigen Kunststoffen, Ferritverbindungen und Keramik eine sehr gute Haftung. Bei Raumtemperatur erreicht er z.B. auf Aluminium eine Druckscherfestigkeit von 65 MPa und auf Keramik von 55 MPa. Die Aushärtung erfolgt über Warmhärtung im Ofen oder über Induktion. Letztgenannte erfordert metallische Fügepartner und ermöglicht dafür eine Verkürzung der Prozesszeiten um bis zu 90 %, wobei der Klebstoff die gleiche hohe Festigkeit erreicht wie durch die Standard-Aushärtung bei +150 °C und 40 min im Umluftofen. Ein weiterer Vorteil: Vor der Warmhärtung können Klebstoffgebinde des Klebstoffes vier Wochen bei Raumtemperatur in der Produktionslinie verarbeitet werden. Er hat einen Temperatureinsatzbereich von -55 bis +220 °C und ist für Verklebungen geeignet, die hohen statischen oder hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Dies ist z.B. in der Automotive-Branche bei Magnetverklebungen in Elektromotoren der Fall.

Bondexpo: Halle 6, Stand 6409

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KG, MONOPOX HT2860.
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