Grenzen und Möglichkeiten von Prüfverfahren. Teil 1: Die Härteprüfung – wichtig, aber oftmals überbewertet

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Holger Best

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Bärbel Schäfer

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Weitere Fachartikel aus DICHT! Ausgabe 4.2014:

Kommentar:

Etwas wehmütig blicke ich auf alte Zeiten des Handels und der Vertragvereinbarung zurück. Nach zähen Verhandlungen, heftigem Feilschen gaben sich die Partner die Hand und damit war der Vertrag besiegelt. Man traute einander und dass die vereinbarte Qualität geliefert wird, war Ehrensache. Aus dieser Tradition kommend, konnten Kaufleute auch am Telefon noch rechtsverbindliche Verträge vereinbaren. Heute kennen zwar viele noch das Prinzip des „Kaufmannsehrenwort“, eine große Bedeutung in der Praxis hat es nicht mehr. Wie sieht die Realität aus? Zu Beginn einer eventuellen Zusammenarbeit – von Partnerschaft zu reden, wäre zu diesem Zeitpunkt übertrieben – bekommt ein Lieferant, meist noch vor der ersten Anfrage, einen Stapel an Rahmenverträgen, Qualitätsvereinbarungen und unzählige Anlagen, die die Rechtsabteilung des Kunden bis ins Detail zum eigenen Vorteil optimiert hat. Dabei gehen die meisten Regelungen weit über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus. [...]

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Karl-Friedrich Berger (ISGATEC GmbH)
Flüssigdichtungen:

Über die Möglichkeiten der Werkstoffe und Dosiertechnologie steigen die Möglichkeiten dieser Technik. Auf der anderen Seite nehmen aber auch die Anforderungen der Anwender zu und werden immer spezieller. Das spiegelt sich auch in aktuellen Entwicklungstendezen wider – ein Überblick.

„1K-Systeme sind effektiver als Mehrkomponentensysteme und da, wo es passt, die bessere Alternative – auch zu gestanzten Dichtungen.“ – Dr. Frank Kukla, Geschäftsführender Gesellschafter, CeraCon GmbH

„Low-Emission ist inzwischen auch bei der Schaumdichtung angekommen – hier stehen Werkstoffe zur Verfügung, die den höchsten Anforderungen der Automobilindustrie gerecht werden.“ – Peter Fischer, Marketingleiter Sonderhoff Holding GmbH

„Die Anforderungen der Anwender ändern sich – effiziente Maschinentechnik darf hier kein Hemmnis sein.“ – Rainer Haslauer, Abteilungsleiter Produktmanagement, Scheugenpflug AG

„Das Dosieren von Dichtund Klebstoffen wird anforderungsseitig immer komplexer, der Dosierprozess aber gerne unterschätzt – was letztendlich in der Praxis zu unnötigen Missverständnissen führt.“ – Till Vieweg, Geschäftsführer, Vieweg GmbH und Thomas Diringer, Geschäftsfeldleiter Komponenten & Geräte/Manager Produktgruppe preeflow® Dosiersysteme, ViscoTec Pumpen u. Dosiertechnik GmbH

„Bei Flüssigdichtungen und Vergusssystemen wird die Weiterentwicklung von Werkstoffen und Compounds für die jeweiligen Aufgabenstellungen eine zentrale Rolle spielen.“ – Hartmut Storz, Vertriebs- und Marketingleiter bei RAMPF Production Systems

Flüssigdichtungen sind ein Prozess und kein Produkt, das einfach verwendet wird. Dies führt anwenderseitig bei einem Systemwechsel manchmal zu Missverständnissen.“ – Olaf Leonhardt, Geschäftsbereichsleiter Fahrzeugindustrie, SCA Schucker GmbH & Co. KG

„Flüssigdichtungslösungen werden oft über den Preis akzeptiert. Ein Missverständnis ist dabei immer noch, dass sich diese Technik nur für große Stückzahlen rechnen würde. Da sind wir heute weiter.“ – Hans Kübler, Geschäftsführer, Kübler GmbH [...]

Dr. Frank Kukla (CeraCon GmbH), Peter Fischer (Sonderhoff Holding GmbH), Rainer Haslauer (Scheugenpflug AG), Till Vieweg (Vieweg GmbH), Thomas Diringer (ViscoTec Pumpen u. Dosiertechnik GmbH), Hartmut Storz (RAMPF Production Systems), Olaf Leonhardt (SCA Schucker GmbH & Co. KG), Hans Kübler (Kübler GmbH)
Klebetechnik:

Die vielfältigen Systeme für unsere Energieversorgung müssen funktionieren. Und mit den steigenden Anforderungen wird auch hier die Klebetechnik als Ersatz für etablierte Füge- und Verbindungstechniken immer interessanter – die richtigen Klebstoffe und Dosiersysteme vorausgesetzt.

Die Energietechnik ist durch die hohe Belastung der Kompenten und Aggregate und durch höchste Zuverlässigkeitsanforderungen an Material und Herstellungsprozesse gekennzeichnet. Der zentrale Fokus im Sektor Energie ist die Ausfallsicherheit der Anlagen. Neben wirtschaftlichen Auswirkungen hängt letztendlich das gesellschaftliche Wohl von der zuverlässigen Verfügbarkeit energieliefernder Systeme ab. Je nach Energieform entstehen an und durch die Anlagen mechanische, thermische, chemische, elektrische, magnetische oder Strahlungsbelastungen
– in vielen Anwendungsfällen sogar mehrere Belastungsformen in Kombination. Des weiteren sind Energieanlagen sehr oft noch extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. [...]

Willibald Huber (ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)

Der BlueWave® LED-Flächenstrahler ergänzt das Gerätespektrum von Dymax um ein weiteres leistungsstarkes und einfach zu bedienendes Aushärtungssystem. Das variabel einsetzbare LED-Flächenstrahlersystem ist in drei Wellenlängen (385, 405 und 365 nm) erhältlich, um Anwendern eine ideale Abstimmung des Aushärteprozesses auf ihr Material zu ermöglichen. Die konstant hohe Intensität der LED-Lampe erlaubt einen sicheren Fertigungsprozess und kurze Aushärtezeiten. Der luftgekühlte Lampenkopf bietet eine hochintensive, homogene Lichtverteilung auf einer Bestrahlungsfläche von 127 x 127 mm. [...]

DYMAX Europe GmbH

Mit der jüngsten Generation reaktiver PU-Hotmelts aus der Novasil® H-Reihe hat OTTO seine Produktpalette an Kleb- und Dichtstoffen sowie Vergussmassen abgerundet. Das eröffnet den Anwendern ganz neue, erweiterte Möglichkeiten im Produktionsprozess. Bisher waren reaktive PU-Hotmelts für die Industrie in erster Linie als standardisierte Massenprodukte ausgelegt. Die neuen Systeme zeichnen sich vor allem durch ihre Modifizierbarkeit aus. Parameter wie Viskosität, Verarbeitungszeit, Anpresszeit, Endfestigkeit und andere anwendungsorientierte
Anforderungen lassen sich flexibel einstellen und exakt anpassen. [...]

Hermann Otto GmbH
Statische Dichtungen:

Die Stadtwerke Lemgo GmbH haben jahrzehntelange Erfahrung in der ökologischen Erzeugung und Verteilung von Strom und Fernwärme. Umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung ist dabei ein wesentlicher Grundsatz und für die Verfügbarkeit dieser Technik sind auch optimierte  Dichtungen verantwortlich. Zwei Gasturbinen-Heizkraftwerke (HKW) bilden die Basis für die Strom- und Wärmeerzeugung der Stadtwerke Lemgo. Mit den Gasturbinen wird Strom erzeugt und die dabei entstehende Abwärme (560 °C) gleichzeitig als Fernwärme, z.B. für das Freizeitbad Eau-Le in Lemgo, genutzt. Im Gegensatz zu Heizwerken, die nur Wärme erzeugen, liefern Heizkraftwerke sowohl elektrischen Strom (Kraft) als auch Wärme (Fernwärme). Dies hat den Vorteil, dass ihr Wirkungsgrad viel höher ist als der herkömmlicher Heiz- oder Kraftwerke. Es muss also weniger Brennstoff eingesetzt werden als bei einer getrennten Erzeugung von Strom und Wärme. Der Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung liegt damit auf der Hand – aber nur wenn die Anlage läuft. Und hier kommt auch die Dichtungstechnik ins Spiel. [...]

Gerald Klein (Klinger GmbH)

Moderne Windenergieanlagen fordern viele Komponenten und sind auch für die Dichtungstechnik eine Herausforderung. Analysen wie die numerische Strukturberechnung können helfen, Dichtungen effizient zu optimieren – ein Beispiel. Zwischen den stählernen Rohrsektionen eines Turmes für eine Windenergieanlage (WEA) kommen i.d.R. Ringflanschverbindungen mit hochfest vorgespannten Schrauben zum Einsatz. Neben einer hohen statischen Belastung durch die Vorspannkraft sind außerdem dynamische Belastungen infolge der Betriebszustände der WEA über den Ringflansch (RFL) zu übertragen. Bei Biegebeanspruchungen können auf der Zugseite sogar Klaffungen zwischen den Flanschen entstehen. Eindringende Feuchtigkeit erhöht das Risiko der Korrosion an den RFL. Kempchen Dichtungstechnik [1] sah in dieser Problematik die Aufgabe: „...die Ringflansche von außen nach innen abzudichten.“ »1. Dabei muss die Dichtung flexibel genug sein, um die Ungleichheiten an imperfekten Flanschen aufzunehmen und gleichzeitig das Tragverhalten nicht zu beeinflussen. [...]

Dr.-Ing. Christian Keindorf, Judith Bornemann (SKI Ingenieurges. mbH)

Neue gesetzliche Regelungen wie die VDI 2290 stellen Anlagenbetreiber durch die große Anzahl von Flanschen vor besondere Herausforderungen. Die bestehenden Instandhaltungsprozesse werden den neuen Anforderungen jedoch häufig nicht gerecht. Die vorhandenen Informationen über die Flansche sind in Art und Umfang nicht ausreichend und stehen oft nicht elektronisch zur Verfügung. Für Betreiber stellt sich nun die Frage, wie der Betrieb konform zu den Regelungen sichergestellt und dennoch effizient durchgeführt werden kann. An der Nutzung von modernen IT-Lösungen wird dabei kein Weg vorbeiführen.

Fazit: Wenn sämtliche Maßnahmen vor Ort durch elektronische Formulare auf mobilen Computern unterstützt werden und dabei auch die relevanten Eigenschaften der Flansche erfasst werden, dann entsteht eine Informationsbasis, welche als Grundlage für Entscheidungen des Instandhaltungsmanagements dient. Zudem wird die Einhaltung von gesetztlichen Vorgaben wie der VDI 2290 unterstützt. Naturgemäß gilt: Je früher man beginnt, desto eher profitiert man auch von den Vorteilen. [...]

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>> Teil 4

Christian Herold (die mobilanten GmbH)

Der Urimat-Geruchsverschluss MB-Active TRAP® – in enger Zusammenarbeit von Urimat und Kremer entwickelt – sorgt nicht nur für einen geruchlosen Verschluss, sondern ermöglicht auch den Verzicht auf Trinkwasser. Bei der Entwicklung war die Auswahl der Werkstoffe  entscheidend für die hohe Funktionalität. Die Kunststoffteile ermöglichen es, dass Urin abperlt und nicht anhaftet. Diese Eigenschaft besitzt auch der eingebaute, funktions- und formgerechte Elastomer-Ventilschlauch. Das hochwertige Elastomer wurde aber auch aus einem weiteren Grund ausgewählt. Die Schläuche besitzen Wandungen von 0,2 bis 0,25 mm – extrem dünne Wandungen – und sind mit engen Toleranzen präzise gefertigt. Dies ermöglicht eine hohe Beweglichkeit des Schlauches. [...]

Kremer GmbH
Werkstoffe:

Dichtungen sind sicherheitsund systemrelevant, die Anforderungen an den Werkstoff entsprechend hoch. Das gilt besonders in der Öl- und Gasindustrie. Ausfälle und Stillstandszeiten bei Bohr- und Förderanlagen können schnell hohe Kosten verursachen. Um Mensch und Umwelt zu
schützen, müssen zuverlässige Dichtungslösungen hohen Temperaturen und Drücken langfristig widerstehen. Dass dies zu erreichen ist und zudem noch wirtschaftlich sein kann, belegen Anwendungen auf Basis moderner Hochleistungspolymere. Aufgrund der Erschließung neuer, stabiler Rohstoffvorkommen konzentrieren sich die Materialanforderungen in der Öl- und Gasindustrie mehr und mehr auf Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit in technisch anspruchsvollen Umgebungen: Mit zunehmend tieferen Bohrungen steigen Drücke und damit verbunden die Temperaturen, denen Öl- und Gasförderkomponenten standhalten müssen. Hinzu kommen korrosive Flüssigkeiten und Gase wie aggressive Hydrocracköle. Technische Kunststoffe wie POM, PA oder Fluorpolymere stoßen in solchen Umgebungen an ihre Grenzen. Ihre mechanischen Festigkeiten reichen bei hohen Temperaturen oft nicht aus oder werden durch thermische Alterung zu stark reduziert. Hier wird der Einsatz eines Hochtemperaturwerkstoffs wie Victrex® PEEK notwendig. Mit der einzigartigen Eigenschaftskombination des Werkstoffs aus sehr hohem
elastischem Rückstellvermögen und hoher Druckkriechfestigkeit lassen sich leckagefreie, alterungsbeständige Dichtsysteme erzielen. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Regina Offergeld (Victrex Europa GmbH)

Die Fertigung von Produkten durch Dienstleister ist eigentlich in unserer arbeitsteiligen Welt kein großes Ding – sollte man meinen. Falsch, denn mit der wachsenden Komplexität im Bereich „Dichten, Kleben, Elastomer“ wächst die Gefahr, das Thema zu unterschätzen. DICHT! unterhielt sich mit Axel Deimold, Geschäftsführer und Kristina Bosch, Key Account Managerin Lohnkunden der E. Epple & Co. GmbH über die Beherrschung der Komplexität.

„Lohndienstleistungen sind heute meist komplexe Projekte. Das erfordert von beiden Seiten Vertrauen, Professionalität und Know-how.“ – Kristina Bosch

„In Summe führen die Marktentwicklungen dazu, dass viele Unternehmen vor der klassischen Make-or-buy-Frage stehen – vorausgesetzt, sie finden den richtigen Partner.“ – Axel Deimold [...]

Axel Deimold (E. Epple & Co. GmbH)

Die gestiegenen Anforderungen an Werkstoffe korrelieren mit der Innovationskraft und der Schnelllebigkeit ihrer industriellen Anwender. Umso wichtiger erscheint eine systematische und präzise Vorgehensweise bei der Definition des Anforderungsprofils an potenziell geeignete Werkstoffe und damit verbunden eine systematische Werkstoffentwicklung. Schnelligkeit und Flexibilität lösen heute schnell den Wunsch nach einem „Allround-Werkstoff“ aus. Den gibt es zwar nicht, aber sich Silicon unter diesem Aspekt anzuschauen, lohnt sich allemal.

Siliconkautschuk ist eines der innovativsten Elastomere der heutigen Zeit und weist hervorragende Eigenschaften auf. Ein typisches Merkmal dieses Elastomers ist, dass die Auswirkungen thermischer Einflüsse auf die mechanischen Eigenschaften des Silicons in einem breiten Temperaturbereich sehr gering sind. Dies ist einer der Faktoren, warum Silicon so vielseitig einsetzbar ist wie kaum ein anderer Werkstoff. [...]

Dr. Timo Bollermann (M+S Silicon GmbH & Co. KG)

Für den neuen Akku-Fenstersauger WV 2 von Kärcher kommt TPE als Stützlippe für die Wischlippe und als Dichtung zum Einsatz. Die thermoplastischen Elastomere dichten das Gehäuse des Saugers ab. Wie bei einem klassischen Fensterabzieher wird im letzten Schritt des Reinigungsvorgangs mit der Wischlippe das Schmutzwasser abgezogen. Die Beanspruchung der Stützlippe fordert ein qualitativ hochwertiges und langlebiges Material. Deshalb kommt ein TPE zum Einsatz, das sehr gute mechanische Eigenschaften sowie geringe Reibewerte im nassen und trockenen Zustand aufweist. Die Materialien sind mit einer gleitfähigen Oberfläche prädestiniert für diese Anwendung. [...]

KRAIBURG TPE GmbH & Co. KG

Durch eine neue Entwicklung von Trelleborg Sealing Solutions wurde ein Verfahren zur Serienreife gebracht, mit dem auf einer Maschine, in einem Werkzeug und in einem Schuss zweifarbige LSR-Spritzgussteile entstehen. Zunächst werden die beiden transparenten Komponenten des LSR, A und B, im Verhältnis 1:1 gemischt. Auf dem Weg zur Spritzgießmaschine wird die homogene Masse dann aufgeteilt. Der einzufärbende Teil des Flüssigsilikons wird über eine zusätzliche Mischeinheit geführt, in der ihm die Farbe zugemischt wird. Über ein eigens entwickeltes Einspritzventil gelangt er danach direkt in die Kavitäten des Werkzeugs, die den farbigen Teil repräsentieren. Der klare Silikonanteil wird simultan in einen anderen vorgesehenen Raum gespritzt. Die Zuführungen für den klaren und den farbigen Anteil müssen konsequent voneinander getrennt sein. [...]

Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH

Am 07.12.2013 hat die Europäische Kommission die Beschränkung krebserzeugender polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) in Verbraucherprodukten in eine verbindliche Rechtsnorm (EU 1272/2013) umgesetzt. Von mehr als 10.000 PAK wurden durch die EU-Kommission insgesamt acht Spezies (u.a. Benzo-[a]-pyren) als gesundheitsschädlich (kanzerogen) identifiziert. Diese PAKs sind in einer breiten Palette von Erzeugnissen für Verbraucher zu finden. In der EU-Verordnung wurde die Gesamtmenge der acht PAK in Produkten, mit denen man bei bestimmungsgemäßen Gebrauch Hautkontakt hat, auf eine maximale Konzentration begrenzt. Für Erzeugnisse wie z.B. Sport- und Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Bekleidung oder Armbänder beträgt der Grenzwert 1 mg/kg für jede einzelne PAK-Verbindung. Für Spielzeug und  Artikel für Kleinkinder oder Säuglinge wurde ein niedrigerer Wert von 0,5 mg/kg festgelegt. [...]

Cooper Standard Technical Rubber GmbH
Be- und Verarbeitung:

Mit dem Mikrodosierer mini-dis für das Dosieren von ein- oder zweikomponentigen Materialien im μl-Bereich steht erstmals eine Mikrodosiereinheit, die nach dem Exzenterschneckenpumpen-Prinzip arbeitet, zur Verfügung. Die Mikrodosiereinheit besteht aus einer hochpräzisen Antriebstechnik, kombiniert mit dem äußerst genauen Dosierprinzip. Der mini-dis von bdtronic zeichnet sich durch eine exakte Dosiergenauigkeit von ± 1% sowie einer Wiederholgenauigkeit von > 99% aus. Hierdurch können Kleinstmengen prozesssicher appliziert und es kann eine maximale Produktivität sichergestellt werden. [...]

bdtronic GmbH

Das Redesign der STM-Anlagen ist nicht nur optisch ein Eyecatcher, es bietet auch funktionell mehrere Vorteile für den Anwender: Deutlich kompaktere Abmessungen zusammen mit optimierten Abdeckungen sowie einer dynamischen und gleichzeitig pflegeleichteren Farbgebung sorgen für mehr Sicherheit, Bedienkomfort und Effizienz. Zusätzlich senkt das neue Design die Anschaffungs- und Betriebskosten. Die Flächen sind vorwiegend in hellem, schmutzunempfindlichem Grau gehalten – nur ein gezielter Akzent in Orange am Schneidkopf akzentuiert den Tool Center Point und damit das „Herz“ der Maschine. Die Brücke wird ebenfalls durch eine hellgraue Blechspange stärker in die Gesamtkonstruktion integriert. Zudem wurden auch alle Zubehörteile angepasst, was wesentlich zur aufgeräumten Optik beiträgt. [...]

STM Stein-Moser GmbH
Dossier: Lohnfertigung:

Make or buy? Vor dieser Frage stehen viele Anwender bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen rund um Dichtungen. DICHT! unterhielt sich mit Boris Kübler, Geschäftsführer der Dostech GmbH, Heiko Friedrich, Geschäftsführer der Ove Plasmatec GmbH und Jörg Ritter, Vertriebsleiter, Karl Späh GmbH & Co. KG über die Besonderheiten bei Lohndienstleistungen bei Flüssigdichtungen, Dichtungsbeschichtung und Flachdichtungen.

„Make or buy? – dazu gibt es bei Flüssigdichtungen keine Benchmarks. Jedes Projekt ist aufgrund der Komplexität anders. Wichtig ist die ganzheitliche Vorgehensweise bei der Entscheidungsfindung.“ – Boris Kübler, Geschäftsführer, Dostech GmbH

„Der Aufbau einer eigenen Beschichtung ist personalund kapitalintensiv und gehört bei vielen Industrieunternehmen nicht zur Kernkompetenz – da rechnet sich eine Lohnbeschichtung schnell.“ – Heiko Friedrich, Geschäftsführung, OVE Plasmatec GmbH

„Klassische Lohnfertigung gibt es bei Flachdichtungen nur in Ausnahmefällen, die gemeinsame Entwicklung von Dichtungslösungen ist dagegen verbreiteter.“ – Jörg Ritter, Vertriebsleiter, >> Karl Späh GmbH & Co. KG

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Boris Kübler (Dostech GmbH), Heiko Friedrich (OVE Plasmatec GmbH), Jörg Ritter (Karl Späh GmbH & Co. KG)

Die Gründe und Argumente, warum sich Unternehmen für ein temporäres oder langfristiges Outsourcing von Fertigungsprozessen entscheiden, sind vielfältig und hängen in hohem Maße von den Rahmenbedingungen des Unternehmens ab. Bei der Auswahl eines Lohnfertigers sollten aber verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Lohnfertiger stehen für alle Bereiche der Chemie zur Verfügung. Allerdings sollte sich ein Lohnfertiger (zumindest standortweise) z.B. auf technische Produkte wie Dichtungen beschränken, um zuverlässig unzulässige Verschleppungen zwischen verschiedenen Bereichen zu vermeiden. Ausgewiesene Lohnfertiger beschränken sich auf Lohnfertigung und sind somit – im Gegensatz zu Unternehmen, die durch zusätzliche Lohnfertigung versuchen ihre Anlagenauslastung zu erhöhen – nicht mit eigenen Produkten am Markt und haben somit auch keinen konkurrenzbasierenden interessens- oder produktbezogenen Knowhow-Konflikt. Etablierte Lohnfertiger sind auf ihren guten Ruf bezüglich Diskretion und Sicherheit von Kundendaten und Know-how angewiesen. [...]

LOOP GmbH

Thermoplastische Elastomere (TPE) werden zunehmend im Dichtungsbereich als Ersatz für vulkanisierte Elastomere oder Silikone eingesetzt. Dieser Trend wird durch die kontinuierliche Forschung und Entwicklung der Materialhersteller ermöglicht, welche die technischen Grenzen von TPE immer weiter nach vorne verschieben. Um das volle Potenzial von TPE auszuschöpfen, benötigt man umfangreiche Kenntnisse über diese vielseitigen und anspruchsvollen Werkstoffe. Dieses Wissen ist oftmals bei traditionellen Spritzgussunternehmen nicht vorhanden und deswegen lohnt es sich, TPE von einem Spezialisten verarbeiten zu lassen. [...]

F.W. Breidenbach GmbH & Co. KG
Mess- und Prüftechnik:

Um die Funktion einer Dichtung sicherzustellen, werden diese und die jeweiligen Dichtungswerkstoffe verschiedenen Mess- und Prüfverfahren unterzogen. Doch was leisten die einzelnen Verfahren, wo sind die Grenzen? Diese Serie gibt Konstrukteuren, Einkäufern und Qualitätsmanagern einen Überblick über die üblichen Verfahren und Praxistipps zur Einordnung der Ergebnisse.

Fazit: Die Härte ist ein wertvolles Prüfmerkmal, sollte aber bei der Qualitätsprüfung immer zusammen mit anderen Prüfungen eingesetzt werden, z.B. in Kombination mit der Dichte und/oder mit dem Druckverformungsrest. In der Praxis wird der Härtewert in seiner Bedeutung oft wesentlich überbewertet. [...]

>> Teil 2

>> Teil 3

>> Teil 4

>> Teil 5a

>> Teil 5b

>> Teil 6

>> Teil 7

>> Teil 8

>> Teil 9

Dipl-Ing. (FH) Ulrich Blobner, Dipl.-Ing Bernhard Richter (O-Ring Prüflabor Richter GmbH)

Gummi findet weitverbreitete Anwendung in einer Vielzahl von Produkten. Das große Spektrum der einstellbaren mechanischen Eigenschaften der Elastomere wird mithilfe aktiver Füllstoffe wie Ruß- oder Kieselsäurepartikel erzeugt und macht ein enormes Einsatzspektrum möglich. Bei der Erfassung ihrer mechanischen Eigenschaften ist jedoch Umsicht geboten, denn um ihre Materialeigenschaften zu vergleichen, sind wohldefinierte, stabile Prüfbedingungen einzuhalten.

Fazit: Die in weiten Grenzen experimentell variierbaren Messbedingungen leistungsfähiger, dynamisch-mechanischer Analysegeräte ermöglichen es, durch geschickt gewählte Prüfbedingungen, Aufgaben zur Qualitätskontrolle von Dichtungen schnell und zuverlässig zu lösen und experimentell begründete Einsatzempfehlungen und Auswahlkriterien für Dichtungen daraus abzuleiten. [...]

Herbert Mucha, Horst Deckmann (GABO Qualimeter Testanlagen GmbH)
Werkzeuge:

Die VDI/VDE 2862 Blatt 2 ist vor allem im Anlagenund Maschinenbau sowie für Flanschverbindungen an drucktragenden Bauteilen relevant. Sie fordert, dass Schraubverbindungen mit hohem, mittlerem beziehungsweise geringem Risiko (Kategorie A, B oder C ) bewertet werden und Mindestanforderungen beim Einsatz von Schraubsystemen einzuhalten sind. Smarttorc erfüllt diese Vorgaben und hilft beim notwendigen Bewerten. Das System besteht aus der neuen Prozess- und Dokumentationspumpe ECO2Touch und den hydraulischen Drehmomentschraubern von Hytorc. Entscheidend für das Erfüllen der neuen Norm ist die intelligente Prozesssteuerung (Pumpe), da sie sämtliche Dokumentationsanforderungen erfüllt. [...]

HYTORC - Barbarino & Kilp GmbH
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