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Dossiers - Messedossier "Hannover Messe"

Dieses Dossier bietet Konstrukteuren, Einkäufern und Qualitätsmanagern aus dem Bereich DICHTEN KLEBEN POLYMER aktuelle Informationen zu neuen Produkten und Dienstleistungen, die auf der Hannover Messe vorgestellt werden. Dies soll Ihnen Impulse für Ihren Messebesuch geben und die Besuchplanung erleichtern. Halle und Stand finden Sie am Ende der jeweiligen Meldung. Das Dossier ist für eine Nachbetrachtung der Messe bis Ende Juni 2017 freigeschaltet.

 

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News

27.04.2017

Mit der Seal and Guide Design Study zeigte Trelleborg auf der Hannover Messe sein Konzept zur flexiblen Kombination von Dichtung und Führung in einem Produkt. Mit dem modularen Aufbau sind einseitig wirkende (dichtende) Lösungen, doppelt wirksame Dichtstellen oder auch kombinierte Funktionalitäten, wie Dichtung und Abstreifer, für translatorische Anwendungen, aber auch für rotierende Anwendungen einsetzbar. Bei Rotationsanwendungen ist  das Konzept besonders geeignet, da über das Führungs-element auch radial wirksame Druckkräfte aufgenommen werden können. Dadurch sind höhere p-v-Werte bei den Anwendungen möglich.

An hydraulischen Abdichtstellen gibt es i.d.R. funktionale Unterschiede, die variable Dichtungslösungen benötigen: die eigentliche Dichtstelle, eine zusätzliche Abstreiffunktion, eine statische Dichtstelle und eine möglichst verschleißfreie Führung.
Um abzudichten und zu führen, wird in den heutigen Lösungen meist für jeden Bedarf eine Lösung angeboten, welche aus Einzelbestandteilen besteht. Das hat zur Folge, dass eine dynamische Dichtung und ein dynamischer Schmutzabstreifer mit einem oder mehreren Elementen zum Führen von bewegten Maschinenteilen kombiniert werden. Hydraulische Aktuatoren werden z.B. an der statischen Dichtstelle mit einem Gewinde versehen und im Gehäuse gehalten oder mit einem Sicherungselement (Ring oder Scheibenelement) gegen Herausdrücken gesichert. Die statische Dichtstelle (O-Ring oder Dualseal) muss auf die toleranzbedingten Dichtspalte ausgelegt werden, was Materialien und Abmessungen definiert. Das neue Seal and Guide-Prinzip fasst die bekannten und benötigten Funktionalitäten in einem Verbund zusammen. Durch die intelligente Werkstoff- und Designzusammenstellung gelingt es, bekannte Konfliktbereiche entscheidend zu verbessern: Führungen können bei verspannter Situation durch Spielpaarung, Toleranz und/oder Belastung verschleißen oder durch erhöhte Kantenbelastung mit sehr hoher und wechselnder Reibung zu Klemmeffekten führen, die dann auch manchmal als Stick-Slip beschrieben werden. Erhöhte Spiele, um den Freilauf ohne Klemmneigung zu gewährleisten, bereiten dem dynamisch dichtenden Element zwangsweise ein größeres Problem aufgrund der wachsenden Dichtspaltgröße. Ein konstantes, aber möglichst kleines Spaltmaß bedeutet eine enge Führung, die dann nicht verklemmt werden sollte. Lagerungen mit einer gewissen Elastizität sind von Gelenkaugen her bekannt und werden als Stand der Technik bei der Anbringung von zum Beispiel Aktuatoren oder Verbindungen von kraftschlüssigen Bauteilen zur Kraft- oder Wegübertragung eingesetzt.

Durch die elastisch wirkende Aufnahme von Dicht- und Führungselementen wird eine auftretende Auslenkung oder Verspannung von der Führung aufgenommen und im Verbund mit der Dichtung über die elastische Aufnahme an der statischen Dichtstelle übertragen. Somit werden Belastungen von der sensibleren dynamischen Dichtkante an den robusteren statischen Dichtbereich verlagert. Um den unterschiedlichen Anforderungen an der Dichtstelle gerecht werden zu können, ist die Auswahl der Materialfamilien modular variabel. So sind z.B. Elastomere oder thermoplastische Dichtwerkstoffe mit duroplastischen oder thermoplastischen bis hin zu metallischen Lagerwerkstoffen als Führungselement kombinierbar.

Trelleborg Sealing Solutions, Seal and Guide Design Study.
27.04.2017

Mit Speedflon zeigte die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH auf der Hannover Messe einen Radialwellendichtring, der die notwendigen Eigenschaften in Bezug auf den Einsatz bei sehr hohen Drehzahlen – niedrige Reibung, geringer Verschleiß,  thermische und chemische Beständigkeit sowie eine einfache Montage - in sich vereint.

Die radiale Anpressung der Dichtlippe auf die Welle stand im Fokus bei der Entwicklung dieser Bauart. Sie ist entscheidend für eine gute Dichtfunktion. Einerseits muss die Anpressung hoch genug sein, damit die Abdichtung zwischen den eingesetzten Medien gewährleistet ist, andererseits darf die radiale Anpressung nicht zu hoch sein, da  insbesondere bei hohen Drehzahlen ≥ 150.000 1/min, Reibleistungen entstehen, die bei Abdichtung mit Öl zu Ölkohlebildung im Dichtspalt und damit zu schnellem Verschleiß der Dichtlippe führen können. Die Druckentlastung wird durch eine metallische Feder gewährleistet. Eine zweite metallische Feder auf der Oberseite der Dichtlippe sorgt bei hochdynamischen Anwendungen für ein schnelles Rückstellverhalten der Dichtlippe. Das Funktionsprinzip der Druckentlastung wurde mithilfe von FEM-Simulationen entwickelt und an verschiedensten Prüfständen verifiziert. In besonderen Anwendungen, z.B. Turboladern, kann es zu einer Druckbeaufschlagung vom Dichtrücken kommen. Bei einem herkömmlichen Radialwellendichtring würde diese Druckbeaufschlagung sofort zu einem Abheben der Dichtlippe und somit zu einer Leckage führen. Um dies zu verhindern, wird der Druck gesplittet und über die Druckbohrungen in das Innere der Dichtung eingeleitet und somit dem Abheben der Dichtlippe entgegengewirkt. Die Überprüfung der Druckentlastungsfunktion zeigt deutliche Vorteile hinsichtlich Reibungs- und Verschleiß­verhalten der Speedflon Dichtung gegenüber herkömmlichen Radialwellendichtringen.

ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Speedflon.
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