28.07.2015

Ist E-Mobility Zukunft oder der Übergang?

Beim Thema „E-Mobility“, einem aktuellen Megatrend, spiegeln sich viele dichtungsrelevante Themen des modernen Fahrzeugbaus wider: Downsizing, Leichtbau, neue Materialien, Elektromotoren, nachhaltige Batteriekonzepte etc. Mit der Frage nach neuen Antriebskonzepten – u.a. ausgelöst durch notwendige Klimaschutzziele und dem absehbaren Ende fossiler Brennstoffe steht damit automatisch die Mobilität, wie wir sie kennen, auf dem Prüfstand. Und heute ist klar, es wird sich einiges verändern (müssen). Denn egal, wie perfekt man ein E-Mobil baut, eine Option für unseren heutigen Langstrecken-Individualverkehr ist es nicht. Andere Antriebskonzepte wie die Brennstoffzelle bieten hier vielversprechendere Perspektiven – auch wenn sicher noch grundsätzliche Fragen zu klären sind. Die Antworten auf diese Fragen haben immer schnell eine dichtungstechnische Komponente. So ist etwa das Betanken von Brennstoffzellen-Fahrzeugen keineswegs trivial. Die Dichtungstechnik wird aber noch an vielen anderen Stellen gefordert. So sind z.B. viele abzudichtende Fahrzeugbaugruppen heute aus Gewichtsgründen aus Aluminium. Dieser Werkstoff verlangt oft nach neuen Dichtungslösungen, da Aluminium schon bei einfachen Tests wie z.B. dem Salzbadsprühnebel, mit üblichen Gummidichtungen reagiert und diese korrodieren und damit unbrauchbar werden. Die Fahrzeuge der Zukunft sind – unabhängig vom Antriebskonzept – dichtungstechnisch eine Herausforderung.

Doch die Antwort nach der Antriebstechnologie der Zukunft – wenn es überhaupt „die“ Technologie gibt – wird wohl mehr von unserem Mobilitätsverhalten und der Gestaltungskraft unserer Industrie sowie Politik abhängen. Vor diesem Hintergrund werden E-Antriebe in bestimmten Bereichen sicher ihre Bedeutung behalten, aber noch nicht mal eine Übergangstechnologie werden, geschweige denn eine Zukunftstechnologie. Hier passt z.B. die Brennstoffzelle besser zu unserem heutigen Verständnis von Mobilität. Und auch hier geht  die Entwicklung weiter. Beispiele sind etwa Multielement-Legierungen, deren Zähigkeit mit sinkender Temperatur steigt. Dies kann den technischen Durchbruch bei Wasserstofftanks ermöglichen. Ob die Brennstoffzelle dann eine Zukunftstechnologie wird, bleibt abzuwarten.

„Die DICHT!-Redaktion hält E-Mobility noch nicht mal für eine Übergangstechnologie. Andere Konzepte wie die Brennstoffzelle haben – trotz zu lösender Aufgabenstellungen – größere Perspektiven. Bei konsequenter E-Mobility müssten wir unser  Mobilitätsverhalten konsequent und zeitnah ändern. Daran glauben wir nicht – das wird ein Generationenthema. Und wenn man sich die politische Gestaltung dieses Themas und die Entwicklungen der Automobilindustrie in Deutschland anschaut, gibt es anscheinend mehr, die nicht daran glauben.“

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20.01.2018 07:55

Ist E-Mobility Zukunft oder der Übergang? (Dienstag, 28. Juli 2015)

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