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Werkstoffe & Verarbeitung

Seminar Konstruieren mit Fluorpolymeren

Fluorpolymere mit den Untergruppen PTFE, Fluorthermoplaste und Fluorelastomere stellen eine besondere Werkstoffklasse dar. Sie unterscheiden sich von den ‚klassischen‘ Kunststoffen insbesondere durch ihre hohe Temperaturbeständigkeit und ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Chemikalien. Mit einem Einsatzbereich von -200°C bis +260°C deckt PTFE einen weiteren Temperaturbereich ab als alle anderen polymeren Werkstoffe. Als teilkristalline Polymere weisen PTFE und die Fluorthermoplaste viskoelastische Eigenschaften auf, die insbesondere bei anspruchsvollen Anwendungen umfangreiche Werkstoffkenntnisse des Konstrukteurs voraussetzen. Fluorelastomere spielen ihre Eigenschaften als „Gummi“ insbesondere bei hohen Temperaturen in aggressiver Umgebung, weniger hingegen bei tiefen Temperaturen aus. Durch Füllstoffe lassen sich die Basiseigenschaften der Fluorpolymere noch wesentlich erweitern, insbesondere dann, wenn ausgezeichnete tribologische Eigenschaften oder der Widerstand gegen hohe Flächenpressungen zusätzlich gefordert sind. Dies ist insbesondere bei Anwendung als statische oder dynamisch Dichtung der Fall.

Jedoch auch viele weitere Anwendungsbeispiele werden in diesem Seminar bearbeitet, wobei insbesondere auf die Einflüsse des ausgewählten Werkstoffs, des angewandten Verarbeitungsverfahren und des Bauteildesigns auf die Leistungsfähigkeit des Endteils Wert gelegt wird.

Konstruieren mit Fluorpolymeren

© Dr. Michael Schlipf

Seminarinhalte:

  • Charakteristische Eigenschaften der Fluorpolymerproduktgruppen
    - PTFE und modifiziertes PTFE
    - Fluorthermopaste
    - Fluorelastomere
  • Wie verhalten sich elastische und viskoelastische Werkstoffe unter Beanspruchung?
  • Besonderheiten der Dichtungsauslegung:
    - Statische Dichtungen
    - Dynamische Dichtungen
  • Tribologische Eigenschaften von Fluorpolymeren
    - Füllstoffauswahl und Füllstoffkombinationen
    - Anwendungsempfehlungen
  • Permeation:
    - Ursachen und Möglichkeiten der Minimierung
    - Konstruieren unter Einbeziehung von Permeation
  • Fertigungsgerechte Konstruktion an ausgewählten Anwendungsbeispielen
  • Fall- und Schadensbeispiele; Möglichkeiten der Schadensvermeidung

Ziel des Seminars:

Den Teilnehmern werden die Fluorpolymerwerkstoffe und ihre Vielseitigkeit umfangreich und praxisnah an Beispielen vermittelt. Es werden Kenntnisse über die Werkstoffeigenschaften und die Konstruktionskriterien erlangt und wertvolle Hinweise über Besonderheiten der Anwendung und die Auslegung von Dichtungen gegeben und seine Vielseitigkeit vermittelt.

Teilnehmerkreis:

Das Seminar richtet sich an Konstrukteure und Entwickler, die einen Einblick über die Möglichkeiten der Fluorpolymere und seine Grenzen erhalten möchten sowie Mitarbeiter in Einkauf und Verkauf.

Referent

Dr. Michael Schlipf
Dr. Michael Schlipf

Chemiestudium an der Einstein Universität Ulm mit Schwerpunkt Polymerchemie; Forschungstätigkeit an funktionalisierten Fluorpolymeren; Erfahrung bei der Herstellung von Hochleistungspolymeren; anschließend Wechsel in die Anwendungs- und Produktentwicklung, hierbei insbesondere Beschäftigung mit modifizierten PTFE-Typen und auf deren Basis hergestellte Compounds; Einführung der neuen Fluorpolymere insbesondere in die Bereiche der Halbleiterindustrie und der Pharma- und Biotechnologie; mehrere Jahre Leitung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines großen Verarbeiters von PTFE und PTFE-Compounds, insbesondere innovative Entwicklungen in der Automobil-Motorentechnik, des Medizin-Apparatebaus und der Entwicklung neuartiger Satellitenantriebe; seit 2012 selbständig, spezialisiert auf die Aus- und Weiterbildung bei Fluorpolymeren, beratend tätig bei der Herstellung von Fluorpolymeren und bei Fluorpolymer-Projekten.

Ihr Kontakt

Sefanie Wüst

Stefanie Wüst
Projektmanagement AKADEMIE

Tel.: +49 (0)621 7176888-2
E-Mail: swuest@isgatec.com

» Details & Vita

Seminarnummer WEV 02

Termine

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» 25.10.2017

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Teilnahmegebühr
590 EUR (zzgl. MwSt.)
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