Seminar: Konstruktionsrichtlinien für die Kunststoffschmierung – Kundenreklamationen durch die richtige Schmierstoffauswahl vermeiden
Kunststoffe
haben schon längst das Image eines
Ersatzwerkstoffes abgelegt, sie sind ein
attraktiver Konkurrent der Metalle geworden. Nicht nur im Automobilbereich,
inzwischen liegt der Kunststoffanteil bei über 20%, werden viele hoch belastete
Bauteile aus polymeren Werkstoffen verb sind ein
attraktiver Konkurrent der Metalle geworden. Nicht nur im Automobilbereich,
inzwischen liegt der Kunststoffanteil bei über 20%, werden viele hoch belastete
Bauteile aus polymeren Werkstoffen verbaut. Die Tendenz wird sich weiter
fortsetzen.
Auch Kunststoffe brauchen, wenn sie nicht versagen sollen, einen Schmierstoff. Die Industrie bietet verschiedene Lösungsansätze an, die aber ganz unterschiedliche Konstruktionsmerkmale aufweisen. Entwickler und Konstrukteure müssen sich verstärkt mit den verschiedenen Lösungsansätzen auseinandersetzen, um die Vorteile zu erkennen und nutzen zu können.
Die
meisten Kundenreklamationen bei Kunststoffbauteilen haben fünf
Hauptfehlerquellen:
- falsche Konstruktion
- Fehler bei der Beurteilung des tribologischen Verhaltens
- Missachtung der Wechselwirkungsmechanismen zwischen Kunststoff und Schmierstoff
- Beschaffungsfehler und leichtfertiger Produkt- und Lieferantenwechsel
- keine anwendungskonforme Qualitätssicherung.
Seminarinhalte:
- Reibung und Verschleißverhalten wichtiger Kunststoffe
- Konstruktive
Lösungsansätze zur tribologischen Verbesserung einer Stahl/Kunststoff-Materialkombination
und Kunststoff/Kunststoff-Reibpaarungen
- Kunststoffschmieröl
- Kunststoffschmierfett
- Kunststoffschmierpaste
- Gleitlacke - Inkorporierte Schmierung der Kunststoffe
- Schäden an Kunststoffbauteilen und die konstruktiven Ursachen
- Entscheidungsablauf für die Auswahl eines Kunststoffschmierstoffes
- Typische Beschaffungsfehler und deren Auswirkungen auf die Langlebigkeit eines geschmierten Kunststoffteiles
- QS und Dokumentation
Ziel des Seminars:
Die
Teilnehmer lernen die Besonderheiten der Kunststoffschmierung kennen. Sie
erhalten Informationen über das tribologische Verhalten verschiedener Schmierungsarten.
Es werden die wichtigsten Prüfanordnungen vorgestellt, mit denen sowohl das
tribologische Verhalten als auch die Wechselwirkung zwischen Schmierstoff und
Kunststoff gemessen werden kann. An Hand von Schadensbildern werden typische
Konstruktionsfehler aufgezeigt. Die Teilnehmer erhalten weiterhin Informationen
zu den Themenbereichen Aussagen der Produktinformationen der Hersteller,
Produktauswahl und Qualität der Kunststoffschmierung.
Konstrukteure und Entwickler der verschiedenen Industriebereiche, Mitarbeiter der Kundenreklamation, technische Einkäufer für Schmierstoffe und Kunststoffe, Mitarbeiter
der Qualitätssicherung.
Referent: Dipl.-Ing. (FH) Helmut WinklerStudium Maschinenbau FH, Studium Politische Wissenschaften, verschiedene Managementfunktionen bei Deutsche Airbus. Geschäftsbereichsleiter eines großen deutschen Chemieunternehmens, Bundesgeschäftsführer der Gesellschaft für Instandhaltung, Lehrbeauftragter verschiedener Hochschulen für Instandhaltung. Leitung eines Beratungsunternehmens.
Lesen Sie auch den aktuellen Fachbeitrag von Herrn Helmut Winkler im Fachmagazin DICHT!, Ausgabe 3.2010: Gleitlacke: Schmierstoffen oft überlegen ... aber nur bei gleitlackgerechter Konstruktion
| Termin: | 19.09.2012, 9:00 Uhr - 16:30 Uhr |
| Teilnahmegebühr: | 570,- € zzgl. MwSt. (Staffelpreise bei Mehrfachanmeldungen) |
| Weitere Informationen: | Informationsflyer |
| Anmeldung: | Formular Anmeldung |
Sie haben noch Fragen? Senden Sie uns eine E-Mail.
Fachliteratur zur Tribologie
DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2012:Leistungsfähige Schmierstoffe für Hochleistungs-Rillenkugellager, S. 199

